Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#2941
hat weltweite Folgen: von der Klimakrise bis zu ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, Zerstörung der Lebensgrundlagen, rücksichtslosem Ressourcenabbau und der Stärkung autoritärer Regime. Damit die EU
#2942
zur Förderin von nachhaltiger Entwicklung sozialer und ökologischer
#2943
Standards im Welthandel wird, bedarf es beherzter Schritte.
#2944
Transnationale Unternehmen mit Sitz in der EU müssen auch bei
#2945
uns in Europa dafür haftbar gemacht werden können, wenn sie innerhalb ihrer Produktions- und Ressourcenketten an Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind.
#2946
Lieferketten wollen wir transparenter machen, sodass klar ist, unter welchen Bedingungen Produkte produziert wurden, die in die EU eingeführt werden.
#2947
Wir wollen nicht, dass Kriege, Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung durch Produkte finanziert werden, die in der EU verkauft werden.
#2948
Wir GRÜNEN wollen eine konsequente Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft
#2949
und Menschenrechte und werden uns bei der anstehenden Novellierung der CSR-Richtlinie für mehr Berichtspflichten und weniger Ausnahmeregelungen starkmachen.
#2950
Die EU als Vorreiterin einer feministischen Außen- und
#2951
Sicherheitspolitik
#2952
Die Europäische Union muss das Prinzip einer feministischen Außenund Sicherheitspolitik und damit die Gleichberechtigung von Frauen und Minderheitengruppen zu einer Leitlinie ihrer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik machen.
#2953
Sie braucht dazu einen intersektionalen Ansatz, der die Überschneidung verschiedener Formen der Garantieren, was uns alle schützt
#2954
Diskriminierung erkennt und ernst nimmt. Mit einer feministischen,
#2955
menschenrechtsbasierten Außen- und Sicherheitspolitik ergänzen
#2956
wir den traditionellen Sicherheitsbegriff um die menschliche Sicherheit und rücken damit die Bedürfnisse von Menschen statt Staaten in den Mittelpunkt.
#2957
Grünes Ziel ist es, die Rechte von Frauen weltweit zu fördern und Frauen als Akteurinnen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu stärken sowie ihnen gleichwertigen Zugang zu sozialen, ökonomischen und politischen Ressourcen zu garantieren und die reproduktiven und sexuellen Rechte zu stärken. Dafür wollen wir
#2958
in der EU die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und politischen
#2959
Minderheiten auf allen Verhandlungs- und Umsetzungsebenen in den
#2960
Organisationen der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik steigern.
#2961
Damit durchbrechen wir die klassischen Strukturen im außen-, sicherheits- und entwicklungspolitischen Bereich, zeigen neue Perspektiven, richten die Bereitstellung von Geldern neu aus und stellen Machtverhältnisse grundlegend infrage.
#2962
Der Schutz von Frauen und Minderheiten sowie deren Beteiligung an Friedensprozessen trägt in erheblichem Maße zur Wahrung von Frieden und Sicherheit bei.
#2963
Wir wollen den UN-Sicherheitsratsbeschluss 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ und seine Folgeresolutionen mit Leben füllen, die Genderperspektive in sämtlichen außen politischen Bereichen und EU-Friedensoperationen verankern
#2964
und dieses Gesamtvorhaben langfristig finanziell unterfüttern.
#2965
Ziel ist die Gleichbehandlung und -beteiligung von Frauen und Minderheiten
#2966
in der zivilen Krisenprävention, in Friedensverhandlungen und Friedensmissionen, in der Konfliktbearbeitung und beim Wiederaufbau nach Konflikten sowohl auf polizeilicher und militärischer Ebene.
#2967
Dafür soll die Beraterin des Auswärtigen Dienstes der EU für Gender ein eigenes Budget erhalten und an das Europaparlament berichten. Wir
#2968
wollen zudem, dass die EU alle ihr zur Verfügung stehenden außenpolitischen Instrumente nutzt, um der systematischen Diskriminierung von Frauen und Mädchen weltweit sowie sexualisierter und geschlechterbasierter Gewalt entgegenzuwirken.
#2969
Neben der Gleichberechtigung der Geschlechter und der Durchsetzung der Frauenrechte treten wir dabei auch gegen die Diskriminierung und für den Schutz der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und Queeren (LSBTIQ*) Menschen ein.
#2970
2007 wurden in Yogyakarta Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte in Bezug auf die sexuelle Orientierung und die
#2971
geschlechtliche Identität verabschiedet. Diese wollen wir weiter


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