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vom 02.09.2026 PDF
#2912
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Denn die Handlungsmöglichkeiten zivilgesellschaftlicher Akteur*innen
#2913werden in vielen Ländern immer weiter eingeschränkt. Die Arbeit von
#2914Nichtregierungsorganisationen wird dort von staatlicher Seite systematisch erschwert, diffamiert, behindert und kriminalisiert.
#2915Insbesondere die Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit werden in vielen Staaten beschränkt oder ganz abgeschafft.
#2916Dies betrifft nicht nur autoritäre Staaten, sondern auch Demokratien mitten in Europa, wie zum Beispiel Ungarn, Polen, Rumänien und Österreich, in denen Grundprinzipien wie Pluralismus, Gewaltenteilung, Unabhängigkeit der Medien und Rechtsstaatlichkeit infrage gestellt werden.
#2917Das ist fatal, denn so geraten die Fundamente der rechtsstaat lichen Demokratie unter Druck.
#2918Wir sehen mit Sorge die weltweite Entwicklung des „shrinking
#2919space“, also der Einschränkung des öffentlichen Raumes für die Zivilgesellschaft.
#2920Die Europäische Union, der Europarat und die Vereinten Nationen sollten dieser entschieden entgegentreten. Das kann für
#2921die EU nur gelingen, wenn sie ihre Mitgliedstaaten selbst konsequent
#2922in die Pflicht nimmt.
#2923Wir wollen Nichtregierungsorganisationen unterstützen, deren Arbeit von staatlicher Seite systematisch erschwert, diffamiert, behindert und kriminalisiert wird, und den Schutz von Menschenrechtsverteidigern verstärken.
#2924Die EU sollte die internationale Vernetzung und den Austausch von zivilgesellschaftlichen Organisationen fördern und unterstützen.
#2925Es ist auch ein wichtiges Signal an Menschenrechts verteidiger*innen, dass sie mit ihrem Engagement nicht alleingelassen werden.
#2926Wir GRÜNEN wollen, dass die EU-Leitlinien zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern vollständig umgesetzt und öffentlich stärker bekannt gemacht werden.
#2927Dafür ist es auch notwendig, das Europäische Instrument für Demokratie und Menschenrechte zu stärken und finanziell besser auszustatten.
#2928Die EU muss weiterhin den Sonderberichterstatter der Vereinten Garantieren, was uns alle schützt
#2929Nationen zur Situation von Menschenrechtsverteidigern und für Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit finanziell und politisch in- und außerhalb des UN-Menschenrechtsrates aktiv unterstützen und den
#2930Aktionsplan für Menschenrechte und Demokratie des Europäischen
#2931Rates vorantreiben.
#2932Aber auch Städte und Regionen innerhalb der EU können
#2933einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Menschenrechten und
#2934Menschenrechtsverteidiger*innen leisten. Wir wollen Initiativen wie
#2935kommunale Menschenrechtsbeauftragte, Aufnahmeprogramme für
#2936politisch Verfolgte oder Patenschaftsprogramme stärker durch die EU
#2937finanziell und institutionell unterstützen.
#2938Die EU-Mitgliedstaaten sind aufgefordert, alle menschenrechtlichen Konventionen zu ratifizieren.
#2939Menschenrechte müssen stärker als bisher maßgeblich für die
#2940EU-Handelspolitik sein. Die Art und Weise, wie wir in Europa leben,
#2941hat weltweite Folgen: von der Klimakrise bis zu ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, Zerstörung der Lebensgrundlagen, rücksichtslosem Ressourcenabbau und der Stärkung autoritärer Regime. Damit die EU
#2942zur Förderin von nachhaltiger Entwicklung sozialer und ökologischer
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