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vom 02.09.2026 PDF
#2885
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Dennoch ist das eben nur die Hälfte und weltweit leidet weiter jeder
#2886neunte Mensch – 821 Millionen Menschen – an chronischem Hunger und 1,5 Milliarden Menschen sind mangel ernährt.
#2887Das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt über 50 Prozent des Gesamtvermögens und damit mehr als die übrigen 99 Prozent der Weltbevölkerung.
#2888Die Auswirkungen der Klimakrise vertreiben nicht nur immer mehr Menschen aus ihrer Heimat, weil sie auf ausgetrockneten oder überschwemmten Böden nicht mehr leben und keine Landwirtschaft betreiben können, sondern auch, weil die Auswirkungen der Klimakrise vielerorts bestehende Konflikte und schlechte Regierungsführung verschärfen.
#2889In dieser Situation muss sich die EU beweisen: als außenpolitische Akteurin, als Wertegemeinschaft, in der der Mensch mit seiner Würde, seiner Freiheit und seinen unveräußerlichen Rechten im Mittelpunkt steht – wissend, dass gerade in der Außenpolitik immer Kompromisse nötig sind und vielfältige Interessen ausbalanciert werden müssen.
#2890Will die EU bei der Reduzierung von Instabilität, der Bekämpfung von massiven Menschenrechtsverlet zungen und der Beendigung von Krisen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft und darüber hinaus eine Rolle spielen, müssen ihre
#2891Mitgliedstaaten im Bereich der Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik viel stärker kooperieren als bisher.
#2892Die Europäische Union ist nie darauf angelegt gewesen, aber
#2893die Frage, die sich stellt, ist die nach der Weltpolitikfähigkeit.
#2894Wenn wir diese Frage nicht angehen, dann wird die Europäische Union,
#2895dann wird die globale Zusammenarbeit bedeutungslos. Dafür die
#2896Pflöcke entlang von Frieden, Menschenrechten und dem Völkerrecht zu setzen, ist für uns als GRÜNE die zentrale Aufgabe der nächsten Jahre.
#2897Noch immer sind Frauen und Mädchen weltweit nicht gleichberechtigt.
#2898Das wollen wir ändern.
#2899Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist nämlich nicht nur Menschenrecht, sondern
#2900Stabi lisator für nachhaltigen Frieden, ist Grundlage gerechter
#2901Gesellschaften und Motor wirtschaftlicher Entwicklung. Mit einer
#2902explizit feministischen EU-Außenpolitik wollen wir deshalb geschlechtsspezifische Analysen und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Minderheitengruppen auf allen Verhandlungs- und
#2903Umsetzungsebenen fördern.
#2904Wir rücken systematisch die Auswirkungen außenpolitischer Entscheidungen auf die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern ins Zentrum sonst überwiegend männlicher Debattenverläufe und Analysen.
#2905Garantieren, was uns alle schützt
#29064.1 MENSCHENRECHTE
#2907VERTEIDIGEN, DEMOKRATISCHE
#2908HANDLUNGSRÄUME SICHERN
#2909Wir treten für eine gemeinsame europäische Außen- und Sicherheitspolitik ein, die sich für Menschenrechte stark macht und Frieden sichert.
#2910Statt Aufrüstung und einer Politik, die nur auf den nationalen Vorteil bedacht ist, brauchen wir eine EU, die friedens- und sicherheitspolitisch mit einer Stimme spricht.
#2911Einen Schwerpunkt setzen wir in der Stärkung der Zivilgesellschaft.
#2912Denn die Handlungsmöglichkeiten zivilgesellschaftlicher Akteur*innen
#2913werden in vielen Ländern immer weiter eingeschränkt. Die Arbeit von
#2914Nichtregierungsorganisationen wird dort von staatlicher Seite systematisch erschwert, diffamiert, behindert und kriminalisiert.
#2915Insbesondere die Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit werden in vielen Staaten beschränkt oder ganz abgeschafft.
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