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vom 02.09.2026 PDF
#2859
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4 GARANTIEREN, WAS
#2860UNS ALLE SCHÜTZT:
#2861FRIEDEN, SICHER HEIT UND GLOBALE
#2862GERECHTIGKEIT
#2863FÖRDERN
#2864Die internationale Staatenordnung befindet sich im Umbruch.
#2865Russlands Präsident verletzt die territoriale Integrität anderer Staaten und verhindert eine demokratische Entwicklung im Inland. Chinas
#2866F ührung verstärkt immer weiter die staatliche Überwachung und
#2867heizt Territorialkonflikte im Südchinesischen Meer an.
#2868In den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens konnte sich die Hoffnung der Menschen auf eine Demokratisierung der Region nicht erfüllen.
#2869Iran und Saudi-Arabien führen stattdessen einen Kampf um die Vorherrschaft im Nahen Osten. In Syrien tobt nach wie vor ein
#2870brutaler Krieg, in dem sich sogar NATO-Partner feindlich gegenüberstehen.
#2871Und die USA, wichtige Initiatorin jener Regeln, die seit dem
#2872Ende des Zweiten Weltkriegs einen großen Teil der Welt halbwegs
#2873zusammengehalten haben, haben sich als berechenbarer Akteur
#2874der Weltpolitik verabschiedet. Mit dem Krieg gegen den Irak 2003
#2875hat die US-Regierung einen heftigen Bruch mit dem Völkerrecht
#2876gesucht, in Guantánamo die Menschenrechte mit Füßen getreten.
#2877Mit ihrem aktuellen Präsidenten steigt die US-Regierung aus dem Klimaabkommen aus, kündigt das Iran-Abkommen, agiert in
#2878Handelsfragen aggressiv und verachtet die internationalen Organisationen, die ihr Land selbst gegründet hat.
#2879Die EU sieht sie wirtschaftlich als Gegner. Garantien, auf die sich die Europäische
#2880Union sicher verlassen konnte, gelten so nicht mehr.
#2881Währenddessen geht die globale Vermögensverteilung immer
#2882weiter auseinander. Zwar haben sich Armut und Kindersterblichkeit
#2883in den letzten Jahrzehnten halbiert, in vielen Ländern kann mittlerweile die Mehrheit der Mädchen und Jungen lesen und schreiben.
#2884Garantieren, was uns alle schützt
#2885Dennoch ist das eben nur die Hälfte und weltweit leidet weiter jeder
#2886neunte Mensch – 821 Millionen Menschen – an chronischem Hunger und 1,5 Milliarden Menschen sind mangel ernährt.
#2887Das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt über 50 Prozent des Gesamtvermögens und damit mehr als die übrigen 99 Prozent der Weltbevölkerung.
#2888Die Auswirkungen der Klimakrise vertreiben nicht nur immer mehr Menschen aus ihrer Heimat, weil sie auf ausgetrockneten oder überschwemmten Böden nicht mehr leben und keine Landwirtschaft betreiben können, sondern auch, weil die Auswirkungen der Klimakrise vielerorts bestehende Konflikte und schlechte Regierungsführung verschärfen.
#2889In dieser Situation muss sich die EU beweisen: als außenpolitische Akteurin, als Wertegemeinschaft, in der der Mensch mit seiner Würde, seiner Freiheit und seinen unveräußerlichen Rechten im Mittelpunkt steht – wissend, dass gerade in der Außenpolitik immer Kompromisse nötig sind und vielfältige Interessen ausbalanciert werden müssen.
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