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vom 04.09.2026 PDF
#2658
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wir als Europäische Union gemeinsam Standards setzen können, die
#2659weltweite Ausstrahlung haben. Ihre Umsetzung in der Praxis werden
#2660wir genau beobachten, sie wo nötig konkretisieren und weiter verbessern.
#2661Auch die zur Realisierung einer europaweit einheitlichen Aufsicht geschaffenen Strukturen wollen wir evaluieren und stärken.
#2662So fordern wir bei der „E-Privacy“-Verordnung zum Schutz unserer elektronischen Kommunikation unter anderem, dass mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder Sprachassistenzsystemen wie Alexa oder Siri schon vom Werk aus gemäß der Grundsätze „Privacy
#2663by design“ und „Privacy by default“ den bestmöglichen Privatsphärenschutz garantieren.
#2664Zusätzlich erfordern es Wettbewerb und moderner Verbraucher*innenschutz, dass die Grundsätze der Interoperabilität
#2665wie wir sie aus dem Mobilfunk kennen, auch bei onlinegestützten Angeboten gelten.
#2666Was heute bei Telefon, SMS und Mail selbstverständlich ist, muss zum Beispiel auch bei Messengerdiensten oder sozialen Netzwerken gewährleistet werden, nämlich unkompliziert zwischen
#2667Anbietern und Plattformen kommunizieren und wechseln zu können.
#2668Wir wollen, dass Browsereinstellungen wie „Do not track“
#2669rechtsverbindlich werden, damit nicht automatisch ein Nutzungs
#2670Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2671profil erstellt wird. Damit unsere Grundrechte wirklich geschützt
#2672werden, brauchen wir die bestmöglichen Datenschutzgrundeinstellungen und Aufsichtsbehörden, die über die personellen und finanziellen Mittel verfügen, die rechtlichen Vorgaben tatsächlich
#2673durchzusetzen.
#2674Wir dringen darauf, dass die derzeit in Verhandlung befindliche E-Privacy-Verordnung weder weiter verzögert noch verwässert wird.
#2675Datenschutz und IT-Sicherheit sind für uns konstituierend.
#2676Deswegen setzen wir uns für verbindliche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Standard unserer elektronischen Kommunikation ein.
#2677Hintertüren und Sicherheitslücken sind ein strukturelles Risiko für unsere IT-Sicherheit.
#2678Deswegen dürfen staatliche Akteure Sicherheits lücken nicht ankaufen beziehungsweise mit ihnen hehlen. Statt dessen muss
#2679es eine Pflicht sicht, solche Lücken umgehend zu melden und sie
#2680schnellstmöglich zu schließen.
#2681Technische Geräte mit Zugang zum Internet erobern zudem immer mehr unseren Alltag.
#2682So reguliert die intelligente Heizung entsprechend der Wettervorhersage selbstständig die Zimmertemperatur, und die Spielzeugpuppe kommuniziert mit Kindern.
#2683Sind diese Geräte nicht ausreichend geschützt, bieten sie ein Einfallstor für kriminelle Hacker, die sich in die Systeme einschalten könnten, um sie zu manipulieren.
#2684Wir fordern verpflichtende Mindeststandards für die IT-Sicherheit von technischen Geräten.
#2685Dazu gehören Verschlüsselung, Software, die auf dem neuesten Sicherheitsstand ist, und regelmäßige kostenlose Software-Updates sowie starke Authentifizierungsmechanismen bei vernetzten Geräten.
#2686Wenn ein Sicherheitsproblem bei einem Auto festgestellt wird,
#2687wie zum Beispiel eine mangelhafte Bremse, ist klar, dass der Hersteller dafür haftbar gemacht werden kann und die fehlerhaften Autos zurückrufen muss.
#2688Doch für Software gibt es bislang noch keinerlei Produkthaftung auf europäischer Ebene.
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