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vom 03.09.2026 PDF
#2522
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breiten zivilgesellschaftlichen Engagement kann der Kampf für ein
#2523weltoffenes und demokratisches Europa und gegen den europäischen Rechtsruck gewonnen werden.
#2524Roma und Sinti gehören seit Hunderten von Jahren zu Europa.
#2525Ebenso lange werden sie diffamiert und diskriminiert.
#2526Antiziganistische Diskriminierung ist der Hauptgrund dafür, dass Menschen mit Romno-Hintergrund oft arm und schlechter ausgebildet sind. Wir begrüßen, dass im Rahmen des EU-Plans für die Inklusion
#2527Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2528der Roma bereits wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht wurden und die EU-Kommission im Fall von Ungarn ein Vertragsverlet zungsverfahren wegen anhaltender Diskriminierung von Roma im Bildungswesen angestrengt hat.
#2529Auch gegen die wachsende Unterdrückung in einigen weiteren Mitgliedstaaten muss die EU-Kommission wirksam vorgehen.
#2530Die Mittel im Kampf gegen Antiziganismus müssen weiter aufgestockt, die europäische Roma-Strategie muss vollumfänglich auch in Deutschland umgesetzt und die verbindliche Anwendung der Antirassismusrichtlinie noch konsequenter vorangetrieben werden.
#2531Zusätzlich kämpfen wir dafür, die Barrieren beim Abruf der
#2532Gelder zu verringern.
#2533Hierfür unterstützen wir die konkrete Pro jektar beit, insbesondere wenn sie strukturelle Veränderungen ermöglicht.
#2534Ein essenzieller Bestandteil der Arbeit muss immer die Einbindung der Betroffenen auf Augenhöhe sein.
#2535Es braucht insgesamt intensivere Anstrengungen, um Betroffene zu empowern und zu
#2536fördern.
#2537Erst mit echter Hilfe zur Selbsthilfe können wir eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Bedingungen erreichen.
#2538Es besteht ein rechtlicher Anspruch auf Teilhabe in den Bereichen
#2539Arbeit, Bildung, Wohnen und Gesundheit.
#2540Die Defizite bei der Durchsetzung dieses Anspruchs wollen wir sichtbar machen und aufheben.
#2541Präventionsprogramme leisten wichtige Arbeit, um gruppenbe zogener Menschenfeindlichkeit effektiv vorzubeugen.
#2542Daher wollen wir sie stärken und langfristig absichern.
#2543Hass und Hetze finden heute nicht nur auf der Straße, sondern vermehrt auch im Internet und in sozialen Netzwerken statt.
#2544Dagegen wollen wir europäisch vorgehen.
#2545Wir GRÜNE streiten dafür, dass strafbare Meinungsäußerungen schnellstmöglich nach klaren, rechtsstaatlichen Kriterien überprüft, gegebenenfalls gelöscht und tatsächlich verfolgt werden.
#2546Hierfür wollen wir das bereits heute im EU-Recht verankerte „Notice-and-take-down-Verfahren“ weiter konkretisieren.
#2547Rassistische und nationalistische Akteur*innen vernetzen sich
#2548derzeit massiv.
#2549Menschenfeindliche Denkmuster verbreiten sich rasant.
#2550Beides geschieht europaweit.
#2551Um diese Netzwerke und Vorgänge analysieren und effektive Strategien zur Bekämpfung konzipieren zu können, unterstützen wir die europaweite Forschung von Demokratie- und Zivilgesellschaftsinstituten und bauen ihre
#2552Förderung aus.
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