Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.09.2026 PDF
#2515
Eine säkulare und weltanschaulich neutrale Politik, die konsequent an Menschenrechten und Grundfreiheiten ausgerichtet ist, macht Europa zu einem sicheren Ort für Menschen, die verschiedensten Religionen oder Weltanschauungen angehören, und zugleich für alle, die keiner Religion angehören wollen.
#2516
Religions- und Glaubensfreiheit findet ihre Schranken, wo andere in ihren Rechten und Freiheiten verletzt werden.
#2517
Religiösen Fanatismus, der die offene Gesellschaft und ihre Vielfalt angreift, dulden wir nicht.
#2518
Für Betroffene von Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind Anlaufstellen ein wichtiger Ort, um sich über ihre Rechte zu informieren und sie mit Unterstützung dieser Stellen
#2519
auch durchzusetzen. Diese müssen besser ausgestattet werden.
#2520
Demokratieinitiativen sind der Grundbaustein, der einen friedlichen Kampf gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus, Antisemitismus, Xenophobie, Homophobie, Islamophobie und Sozialdarwinismus möglich macht. Wir setzen uns dafür ein, dass sie in allen Ländern
#2521
der EU aktiv sein können und ausreichend finanzielle Mittel für ihre wichtige Arbeit zur Verfügung gestellt bekommen. Nur mit einem
#2522
breiten zivilgesellschaftlichen Engagement kann der Kampf für ein
#2523
weltoffenes und demokratisches Europa und gegen den europäischen Rechtsruck gewonnen werden.
#2524
Roma und Sinti gehören seit Hunderten von Jahren zu Europa.
#2525
Ebenso lange werden sie diffamiert und diskriminiert.
#2526
Antiziganistische Diskriminierung ist der Hauptgrund dafür, dass Menschen mit Romno-Hintergrund oft arm und schlechter ausgebildet sind. Wir begrüßen, dass im Rahmen des EU-Plans für die Inklusion
#2527
Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2528
der Roma bereits wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht wurden und die EU-Kommission im Fall von Ungarn ein Vertragsverlet zungsverfahren wegen anhaltender Diskriminierung von Roma im Bildungswesen angestrengt hat.
#2529
Auch gegen die wachsende Unterdrückung in einigen weiteren Mitgliedstaaten muss die EU-Kommission wirksam vorgehen.
#2530
Die Mittel im Kampf gegen Antiziganismus müssen weiter aufgestockt, die europäische Roma-Strategie muss vollumfänglich auch in Deutschland umgesetzt und die verbindliche Anwendung der Antirassismusrichtlinie noch konsequenter vorangetrieben werden.
#2531
Zusätzlich kämpfen wir dafür, die Barrieren beim Abruf der
#2532
Gelder zu verringern.
#2533
Hierfür unterstützen wir die konkrete Pro jektar beit, insbesondere wenn sie strukturelle Veränderungen ermöglicht.
#2534
Ein essenzieller Bestandteil der Arbeit muss immer die Einbindung der Betroffenen auf Augenhöhe sein.
#2535
Es braucht insgesamt intensivere Anstrengungen, um Betroffene zu empowern und zu
#2536
fördern.
#2537
Erst mit echter Hilfe zur Selbsthilfe können wir eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Bedingungen erreichen.
#2538
Es besteht ein rechtlicher Anspruch auf Teilhabe in den Bereichen
#2539
Arbeit, Bildung, Wohnen und Gesundheit.
#2540
Die Defizite bei der Durchsetzung dieses Anspruchs wollen wir sichtbar machen und aufheben.
#2541
Präventionsprogramme leisten wichtige Arbeit, um gruppenbe zogener Menschenfeindlichkeit effektiv vorzubeugen.
#2542
Daher wollen wir sie stärken und langfristig absichern.
#2543
Hass und Hetze finden heute nicht nur auf der Straße, sondern vermehrt auch im Internet und in sozialen Netzwerken statt.
#2544
Dagegen wollen wir europäisch vorgehen.
#2545
Wir GRÜNE streiten dafür, dass strafbare Meinungsäußerungen schnellstmöglich nach klaren, rechtsstaatlichen Kriterien überprüft, gegebenenfalls gelöscht und tatsächlich verfolgt werden.


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