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vom 03.09.2026 PDF
#2500
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jüdischen Bevölkerung Europas verpflichtet hat.
#2501„Nie wieder!“ muss Leitbild für Europas Zukunft sein.
#2502Wir stellen uns jeder Art von Antisemitismus entschlossen entgegen.
#2503Der Schutz vor antisemitischen Anfeindungen und Gewalt muss eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein und darf keinesfalls
#2504Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2505auf die Betroffenen abgeschoben werden.
#2506Kosten für die Sicherheit jüdischer Einrichtungen dürfen nicht von EU-Mitgliedstaaten auf die jüdischen Gemeinden abgewälzt, sondern müssen staatlich
#2507finan ziert werden.
#25082017 gab es allein in Deutschland fast 1.500 antisemitische
#2509und mehr als 1.000 antimuslimische Straftaten.
#2510Es werden zum Beispiel Frauen mit Kopftuch im öffentlichen Raum angegriffen.
#2511Antimuslimischer Rassismus insgesamt ist dabei keine gesellschaftliche Randerscheinung, sondern findet sich auch in der Mitte der Gesellschaft.
#2512Rechtspopulist*innen nutzen dieses „Feindbild Muslime“ für ihre Zwecke.
#2513Wir stehen an der Seite der Muslim*innen, die friedlich, freundschaftlich und tolerant gegenüber anderen Lebensweisen in unserer multikulturellen Gesellschaft mit uns zusammen leben.
#2514Dem Hass und den stereotypen Feindbildern gegen sie stellen wir uns entschieden entgegen.
#2515Eine säkulare und weltanschaulich neutrale Politik, die konsequent an Menschenrechten und Grundfreiheiten ausgerichtet ist, macht Europa zu einem sicheren Ort für Menschen, die verschiedensten Religionen oder Weltanschauungen angehören, und zugleich für alle, die keiner Religion angehören wollen.
#2516Religions- und Glaubensfreiheit findet ihre Schranken, wo andere in ihren Rechten und Freiheiten verletzt werden.
#2517Religiösen Fanatismus, der die offene Gesellschaft und ihre Vielfalt angreift, dulden wir nicht.
#2518Für Betroffene von Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind Anlaufstellen ein wichtiger Ort, um sich über ihre Rechte zu informieren und sie mit Unterstützung dieser Stellen
#2519auch durchzusetzen. Diese müssen besser ausgestattet werden.
#2520Demokratieinitiativen sind der Grundbaustein, der einen friedlichen Kampf gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus, Antisemitismus, Xenophobie, Homophobie, Islamophobie und Sozialdarwinismus möglich macht. Wir setzen uns dafür ein, dass sie in allen Ländern
#2521der EU aktiv sein können und ausreichend finanzielle Mittel für ihre wichtige Arbeit zur Verfügung gestellt bekommen. Nur mit einem
#2522breiten zivilgesellschaftlichen Engagement kann der Kampf für ein
#2523weltoffenes und demokratisches Europa und gegen den europäischen Rechtsruck gewonnen werden.
#2524Roma und Sinti gehören seit Hunderten von Jahren zu Europa.
#2525Ebenso lange werden sie diffamiert und diskriminiert.
#2526Antiziganistische Diskriminierung ist der Hauptgrund dafür, dass Menschen mit Romno-Hintergrund oft arm und schlechter ausgebildet sind. Wir begrüßen, dass im Rahmen des EU-Plans für die Inklusion
#2527Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2528der Roma bereits wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht wurden und die EU-Kommission im Fall von Ungarn ein Vertragsverlet zungsverfahren wegen anhaltender Diskriminierung von Roma im Bildungswesen angestrengt hat.
#2529Auch gegen die wachsende Unterdrückung in einigen weiteren Mitgliedstaaten muss die EU-Kommission wirksam vorgehen.
#2530Die Mittel im Kampf gegen Antiziganismus müssen weiter aufgestockt, die europäische Roma-Strategie muss vollumfänglich auch in Deutschland umgesetzt und die verbindliche Anwendung der Antirassismusrichtlinie noch konsequenter vorangetrieben werden.
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