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vom 03.09.2026 PDF
#2485
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Aber die Realität sieht anders aus: In den letzten Jahren steigen in einigen Mitgliedstaaten körperliche und verbale Angriffe auf Minderheiten und Einzelpersonen wieder.
#2486Die EU muss des halb die Bekämpfung von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stärker voranbringen.
#2487Rassismus nimmt zu. Menschen werden auch aufgrund ihrer
#2488Hautfarbe oder ethnischen Zugehörigkeit im öffentlichen Raum, bei
#2489der Arbeit, in der Schule oder Kita angefeindet oder gar angegriffen.
#2490Zusätzlich führen unterschwelliger Rassismus und Diskriminierungen im Alltag, zum Beispiel bei der Wohnungssuche, zu einer kontinuierlichen Benachteiligung und Belastung der betroffenen Menschen.
#2491Dem stellen wir uns entschieden entgegen und streiten für ein demokratisches Miteinander. Dafür braucht es gesellschaftlicher
#2492Sensibilisierung für das Problem Rassismus, den Abbau bestehender
#2493Diskriminierungen und effektiver Strategien, beispielsweise zur Stärkung von Betroffenen („Empowerment“).
#2494Durch Antisemitismus im Alltag leben viele Jüd*innen in europäischen Ländern nicht mehr sicher.
#2495Antisemitismus findet sich heute in vielen gesellschaftlichen Bereichen in unterschiedlichen
#2496Ausformungen, zum Beispiel an Schulen, wo es immer wieder zu
#2497psychischen und körperlichen Schikanen kommt.
#2498Das ist unerträglich.
#2499Denn: „Nie wieder!“ lautet das Versprechen, dem sich Europa nach dem Zweiten Weltkrieg und der massenhaften Ermordung der
#2500jüdischen Bevölkerung Europas verpflichtet hat.
#2501„Nie wieder!“ muss Leitbild für Europas Zukunft sein.
#2502Wir stellen uns jeder Art von Antisemitismus entschlossen entgegen.
#2503Der Schutz vor antisemitischen Anfeindungen und Gewalt muss eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein und darf keinesfalls
#2504Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2505auf die Betroffenen abgeschoben werden.
#2506Kosten für die Sicherheit jüdischer Einrichtungen dürfen nicht von EU-Mitgliedstaaten auf die jüdischen Gemeinden abgewälzt, sondern müssen staatlich
#2507finan ziert werden.
#25082017 gab es allein in Deutschland fast 1.500 antisemitische
#2509und mehr als 1.000 antimuslimische Straftaten.
#2510Es werden zum Beispiel Frauen mit Kopftuch im öffentlichen Raum angegriffen.
#2511Antimuslimischer Rassismus insgesamt ist dabei keine gesellschaftliche Randerscheinung, sondern findet sich auch in der Mitte der Gesellschaft.
#2512Rechtspopulist*innen nutzen dieses „Feindbild Muslime“ für ihre Zwecke.
#2513Wir stehen an der Seite der Muslim*innen, die friedlich, freundschaftlich und tolerant gegenüber anderen Lebensweisen in unserer multikulturellen Gesellschaft mit uns zusammen leben.
#2514Dem Hass und den stereotypen Feindbildern gegen sie stellen wir uns entschieden entgegen.
#2515Eine säkulare und weltanschaulich neutrale Politik, die konsequent an Menschenrechten und Grundfreiheiten ausgerichtet ist, macht Europa zu einem sicheren Ort für Menschen, die verschiedensten Religionen oder Weltanschauungen angehören, und zugleich für alle, die keiner Religion angehören wollen.
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