Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 03.09.2026 PDF
#2435
kann – unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität.
#2436
Das von der EU formulierte Ziel, einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu schaffen, muss für alle Menschen und
#2437
Gruppen Wirklichkeit werden.
#2438
Nach jahrzehntelangem Kampf für die „Ehe für alle“ dürfen in
#2439
Deutschland und ungefähr der Hälfte der anderen EU-Länder nun
#2440
endlich gleichgeschlechtliche Paare heiraten.
#2441
Weitere Mitgliedstaaten bieten die Möglichkeit einer eingetragenen Partnerschaft.
#2442
Nur in sechs Mitgliedstaaten ist noch keinerlei rechtliche Absicherung
#2443
vorgesehen. Obwohl vielerorts Gleichberechtigung auf dem Papier
#2444
besteht, werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung
#2445
und Geschlechtsidentität immer noch abgewertet oder benachteiligt.
#2446
Rechtsnationale Kräfte versuchen, in ihrem Kampf gegen eine demokratische und freie Gesellschaft autoritäre und patriarchale
#2447
Wertvorstellungen wieder zum Gesellschaftsideal zu machen. Der
#2448
Schutz von Minderheiten gehört jedoch zu den Grundwerten der Europäischen Union.
#2449
Wir stehen in ganz Europa an der Seite der LSBTIQ* und stellen uns den Angriffen gegen ihre Gleichberechtigung entgegen.
#2450
Wir engagieren uns im Zuge der gemeinsamen Außenpolitik der EU sowie in der Entwicklungszusammenarbeit für ihre Rechte
#2451
und wollen ihnen bei Verfolgung in der EU Schutz und Asyl bieten.
#2452
Wir wollen, dass die EU in ihrer Außen-, Handels- und Menschenrechtspolitik als Garantin der Grundrechte und Grundfreiheiten auftritt.
#2453
Die EU-Förderung von gemeinsamen Projekten in Grenzregionen muss die Themen Vielfalt und Antidiskriminierung mit einschließen.
#2454
Auch gegenüber ihren Dialogpartner*innen in aller Welt muss die EU immer betonen: Die Verfolgung von Menschen aufgrund
#2455
ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität ist eine
#2456
schwere Verletzung der universellen Menschenrechte.
#2457
In einigen EU-Mitgliedstaaten gelten sogenannte „AntiPropaganda“-Gesetze, die Diskriminierung und Hass gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queer* Menschen befördern,
#2458
indem etwa im Schulunterricht nicht mehr über Sexualität und Homosexualität gesprochen werden darf.
#2459
In Ungarn gibt es staatlich orchestrierte Angriffe auf Wissenschaftler*innen, die sich mit Diskriminierung aufgrund von sexueller und geschlechtlicher Identität befassen.
#2460
Wir packen die bestehenden Probleme an und stocken die Mittel für Aufklärungsarbeit und das „Programm für die Förderung von Vielfalt“ auf.
#2461
Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2462
Wir fordern eine europaweite Anerkennung eingetragener Partnerschaften und gleichgeschlechtlicher Ehen und Regenbogenfamilien und die damit verbundene Anerkennung ihrer Rechte als ersten Schritt auf dem Weg zur Öffnung der Ehe in ganz Europa.
#2463
Der Europäische Gerichtshof hat im Frühjahr 2018 geurteilt, dass ein in einem Mitgliedsland anerkanntes eingetragenes Paar auch in einem anderen als solches anerkannt werden muss.
#2464
Jetzt gilt es, diese Rechtsprechung auch in allen Mitgliedsländern durchzusetzen.
#2465
Innerhalb der EU gibt es aber auch Positivbeispiele, von denen wir lernen können.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: