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vom 03.09.2026 PDF
#2362
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Gleichberechtigung zu machen.
#2363Doch aktuell werden diese Errungenschaften massiv infrage
#2364gestellt.
#2365In Polen will die rechtskonservative Regierung das sehr restriktive Abtreibungsrecht noch weiter verschärfen.
#2366In Ungarn soll nach Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2367dem Willen der Orbán-Regierung die Geschlechterforschung an Universitäten verboten werden.
#2368Und in ganz Europa vernetzen sich antiemanzipatorische Gruppierungen, um Kampagnen gegen legale Schwangerschaftsabbrüche, Sexualaufklärung und Gleichberechtigung zu starten.
#2369Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit
#2370Immer noch haben Frauen durchschnittlich weniger Geld und damit
#2371weniger Macht als Männer. Sie werden für gleichwertige Tätigkeiten
#2372schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen.
#2373Viele Frauen arbeiten in Berufen, die finanziell viel zu gering entlohnt werden, etwa in der Pflege oder der Kinderbetreuung. Im MINT-Bereich dagegen sind
#2374sie stark unterrepräsentiert.
#2375In Deutschland klaffen die Löhne weiter auseinander als in allen anderen europäischen Staaten.
#2376Dadurch besteht die Gefahr, dass Frauen langfristig die mühsam errungenen
#2377Verbesserungen in der Gleichstellung verlieren.
#2378Um das zu ändern, fordern wir eine europaweite Richtlinie, die
#2379Kriterien für die Vergleichbarkeit von Tätigkeiten festlegt und Transparenz über Löhne und Gehälter für alle schafft.
#2380Für Betroffene von Diskriminierung fordern wir die Möglichkeit, mit der Unterstützung
#2381von Verbänden und Gewerkschaften klagen zu können. So wären die
#2382Frauen nicht mehr auf sich allein gestellt, wenn sie vor Gericht ziehen müssen.
#2383Wir fordern die Hälfte der Macht für Frauen – das gilt auch für die großen europäischen Firmen.
#2384Deshalb treten wir für eine Frauenquote in Aufsichtsräten und Vorständen ein, die den Frauenanteil in Macht- und Führungspositionen so lange erhöht, bis die Parität erreicht ist.
#2385Wir wollen gleichzeitig auch dafür sorgen, dass die Führungsgremien der EU-Institutionen verpflichtend paritätisch besetzt werden.
#2386Mit einer starken Vereinbarkeitsrichtlinie kann Europa Familien unterstützen.
#2387Für uns GRÜNE ist sie ein wichtiges Instrument der Arbeitszeitpolitik, um Familien zu entlasten und einen ausgewogenen Mix aus Erwerbs- und Familienarbeit sowie Freizeit und ehrenamtlichem Engagement zu ermöglichen.
#2388Für sexuelle Selbstbestimmung, Schutz vor Gewalt und Ausbeutung
#2389Wir kämpfen in ganz Europa für die Selbstbestimmung der Frauen über ihren eigenen Körper und ihre Sexualität.
#2390Solidarisch stehen wir an der Seite all derjenigen, die – wie in Polen – gegen Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2391rechtskonservative Kräfte kämpfen, die legale Schwangerschaftsabbrüche massiv einschränken oder gar abschaffen wollen.
#2392Das Recht auf körperliche Selbstbestimmung, selbstbestimmte Familienplanung und Zugang zu sicherer Verhütung muss für alle sichergestellt sein und darf insbesondere nicht von den finanziellen Möglichkeiten abhängig sein.
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