Dokument lesen
-
vom 02.09.2026 PDF
#2271
Fenster schließen und zurück
Die Einstufung von Staaten als sichere Drittoder Herkunftsländern ist aus unserer Sicht das falsche Instrument.
#2272Es beschleunigt zudem keine Verfahren.
#2273Wir halten das Prinzip für falsch.
#2274Um Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2275Verfahren zu beschleunigen, braucht es Personal und Priorisierungen.
#2276Rückführungen scheitern an fehlenden Rückführungsabkommen.
#2277Dem Umbau des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems
#2278(GEAS) zu einem Programm zum Abbau von Flüchtlingsrechten treten
#2279wir entschieden entgegen.
#2280Ein einheitliches europäisches Asylsystem mit einem solidarischen
#2281Verteilmechanismus voranbringen
#2282Zu einer humanitären und geordneten Migrationspolitik sollten alle
#2283EU-Staaten beitragen.
#2284Das Dublin-System schiebt derzeit die Verantwortung einseitig auf Spanien, Italien, Malta und Griechenland ab und hat ein gemeinsames Vorgehen in Europa unmöglich gemacht.
#2285Eine Reform dieses Systems und ein fairer und solidarischer Verteilungsmechanismus sind deshalb überfällig und wurden vom Europäischen Parlament längst beschlossen.
#2286Die Minister*innen der Mitgliedstaaten im Rat der EU müssen für diese Beschlüsse nun endlich den Weg frei machen und ebenfalls zustimmen.
#2287Gleichzeitig gilt aber auch: Wenn sich nicht alle EU-Staaten auf ein einheitliches Vorgehen bei der Asyl- und Migrationspolitik einigen können, müssen die Länder, die die Notwendigkeit eines menschenrechtskonformen und abgestimmten Systems erkannt haben, vorangehen.
#2288Für Kommunen, die Flüchtlinge aufnehmen möchten, fordern wir Direkthilfen der EU.
#2289Viele europäische Kommunen haben als Reaktion auf die Schließung von Häfen für aus Seenot Gerettete Solidarität gezeigt und die Aufnahme der Menschen angeboten. Wir wollen, dass die EU diese
#2290Solidarität unterstützt und Projekte im Rahmen der „Solidarity Cities“ finanziell verstärkt fördert.
#2291Auch wenn längst nicht mehr so viele Menschen zu uns kommen wie zuvor, sind viele regionale und kommunale Behörden mit einer Fülle von konkreten Herausforderungen konfrontiert: Unterbringung, soziale Integration, medizinische Versorgung und Bildung.
#2292Dies spiegelt sich bisher nicht angemessen in den Fördermöglichkeiten,
#2293die die EU im Rahmen des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds
#2294(AMIF) zur Verfügung stellt, wider. Die EU sollte daher Kommunen
#2295und Regionen bei der Aufnahme und Integration von Geflüchteten
#2296direkt mit einem kommunalen Integrationsfonds unterstützen. Wir
#2297wollen die Kommunen finanziell und rechtlich in die Lage versetzen
#2298und sie ermuntern, sich an Resettlement- und europäischen Umverteilungsprogrammen zu beteiligen und Flüchtlinge auch in eigener Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2299Verantwortung aufzunehmen. Grundlage dafür müssen gemeinsame
#2300europäische Asylstandards sein, die nicht unter dem Existenzminimum in den jeweiligen EU-Ländern liegen dürfen.
#2301Die Regelungen der Aufnahmerichtlinie zur medizinischen Versorgung schutzbedürftiger Gruppen müssen konsequent umgesetzt werden.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: