Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#2263
Die Aufnahme an den Außengrenzen darf für Geflüchtete nicht zur
#2264
Sackgasse in Massenlagern werden. Zustände wie zum Beispiel in
#2265
dem Hotspot auf Lesbos sind mit den Werten Europas nicht vereinbar und müssen dringend beendet werden, indem Menschen aus diesen Lagern in EU-Staaten aufgenommen werden.
#2266
Abgesperrte Massenlager in der EU, Transitzonen und europäische Außenlager in Drittstaaten lehnen wir ebenso ab wie Abschottungsabkommen, mit denen Menschen in Drittstaaten zurückgeschickt werden. Sie treten die Menschenrechte und internationales Recht mit
#2267
Füßen, schaffen zusätzliches Leid und stärken autokratische Regime.
#2268
Die finanzielle Unterstützung von repressiven Regimen entlang der
#2269
Fluchtrouten lehnen wir entschieden ab. Die EU muss den UNHCR
#2270
besser und kontinuierlich dabei unterstützen, eine menschenwürdige Situation in ihren Lagern herzustellen.
#2271
Die Einstufung von Staaten als sichere Drittoder Herkunftsländern ist aus unserer Sicht das falsche Instrument.
#2272
Es beschleunigt zudem keine Verfahren.
#2273
Wir halten das Prinzip für falsch.
#2274
Um Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2275
Verfahren zu beschleunigen, braucht es Personal und Priorisierungen.
#2276
Rückführungen scheitern an fehlenden Rückführungsabkommen.
#2277
Dem Umbau des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems
#2278
(GEAS) zu einem Programm zum Abbau von Flüchtlingsrechten treten
#2279
wir entschieden entgegen.
#2280
Ein einheitliches europäisches Asylsystem mit einem solidarischen
#2281
Verteilmechanismus voranbringen
#2282
Zu einer humanitären und geordneten Migrationspolitik sollten alle
#2283
EU-Staaten beitragen.
#2284
Das Dublin-System schiebt derzeit die Verantwortung einseitig auf Spanien, Italien, Malta und Griechenland ab und hat ein gemeinsames Vorgehen in Europa unmöglich gemacht.
#2285
Eine Reform dieses Systems und ein fairer und solidarischer Verteilungsmechanismus sind deshalb überfällig und wurden vom Europäischen Parlament längst beschlossen.
#2286
Die Minister*innen der Mitgliedstaaten im Rat der EU müssen für diese Beschlüsse nun endlich den Weg frei machen und ebenfalls zustimmen.
#2287
Gleichzeitig gilt aber auch: Wenn sich nicht alle EU-Staaten auf ein einheitliches Vorgehen bei der Asyl- und Migrationspolitik einigen können, müssen die Länder, die die Notwendigkeit eines menschenrechtskonformen und abgestimmten Systems erkannt haben, vorangehen.
#2288
Für Kommunen, die Flüchtlinge aufnehmen möchten, fordern wir Direkthilfen der EU.
#2289
Viele europäische Kommunen haben als Reaktion auf die Schließung von Häfen für aus Seenot Gerettete Solidarität gezeigt und die Aufnahme der Menschen angeboten. Wir wollen, dass die EU diese
#2290
Solidarität unterstützt und Projekte im Rahmen der „Solidarity Cities“ finanziell verstärkt fördert.
#2291
Auch wenn längst nicht mehr so viele Menschen zu uns kommen wie zuvor, sind viele regionale und kommunale Behörden mit einer Fülle von konkreten Herausforderungen konfrontiert: Unterbringung, soziale Integration, medizinische Versorgung und Bildung.
#2292
Dies spiegelt sich bisher nicht angemessen in den Fördermöglichkeiten,
#2293
die die EU im Rahmen des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds


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