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vom 02.09.2026 PDF
#2249
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Migrationspolitik ist, dass Asylsuchende an den Außengrenzen Europas zuverlässig registriert und erstversorgt sowie ihre Daten abgeglichen werden.
#2250Selbstverständlich muss die EU ihre Außengrenzen Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2251kontrollieren und gemeinschaftlich vor Terrorismus, Menschen- und
#2252Drogenhandel schützen.
#2253Die Vermengung dieser wichtigen grenzpolizeilichen Aufgaben mit der europäischen Asylpolitik und Flüchtlingsaufnahme ist jedoch zutiefst unseriös und politisch fahrlässig.
#2254Die europäische Flüchtlingspolitik lässt sich nicht über Grenz kontrollen lösen oder gestalten.
#2255Grenzschutz darf nicht bedeuten, dass niemand mehr reinkommt.
#2256Wir wollen ein europäisches Grenzkontrollregime, das auf dem
#2257gemeinsamen Schutz der Menschenrechte basiert und das Vertrauen in das Schengen-System stärkt, und keine einseitige Aufrüstung von Frontex.
#2258Parallel dazu muss die EU-Asylbehörde in ihren Befugnissen so erweitert werden, dass sie gemeinsam mit den Mitgliedstaaten für eine schnelle Registrierung, eine humane Erstunterbringung mit medizinischer Versorgung und die anschließende schnelle und faire Verteilung sorgt. Sie muss die gemeinsamen europäischen
#2259Asylregeln gegenüber allen Mitgliedstaaten durchsetzen.
#2260Essenziell dafür ist eine wirklich umfassende finanzielle, infra strukturelle und personelle Ausstattung dieser europäischen Erstaufnahmeeinrichtungen, damit nach einer umfassenden Erstversorgung und Registrierung die Menschen in die anderen EU-Staaten verteilt werden können.
#2261Dabei muss stets die Einhaltung menschenrechtlicher Standards kontrolliert werden.
#2262Geflüchtete Frauen, Kinder, LSBTIQ* und Menschen mit Behinderung müssen umfassend vor Gewalt geschützt und ihre spezifischen Belange berücksichtigt werden.
#2263Die Aufnahme an den Außengrenzen darf für Geflüchtete nicht zur
#2264Sackgasse in Massenlagern werden. Zustände wie zum Beispiel in
#2265dem Hotspot auf Lesbos sind mit den Werten Europas nicht vereinbar und müssen dringend beendet werden, indem Menschen aus diesen Lagern in EU-Staaten aufgenommen werden.
#2266Abgesperrte Massenlager in der EU, Transitzonen und europäische Außenlager in Drittstaaten lehnen wir ebenso ab wie Abschottungsabkommen, mit denen Menschen in Drittstaaten zurückgeschickt werden. Sie treten die Menschenrechte und internationales Recht mit
#2267Füßen, schaffen zusätzliches Leid und stärken autokratische Regime.
#2268Die finanzielle Unterstützung von repressiven Regimen entlang der
#2269Fluchtrouten lehnen wir entschieden ab. Die EU muss den UNHCR
#2270besser und kontinuierlich dabei unterstützen, eine menschenwürdige Situation in ihren Lagern herzustellen.
#2271Die Einstufung von Staaten als sichere Drittoder Herkunftsländern ist aus unserer Sicht das falsche Instrument.
#2272Es beschleunigt zudem keine Verfahren.
#2273Wir halten das Prinzip für falsch.
#2274Um Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2275Verfahren zu beschleunigen, braucht es Personal und Priorisierungen.
#2276Rückführungen scheitern an fehlenden Rückführungsabkommen.
#2277Dem Umbau des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems
#2278(GEAS) zu einem Programm zum Abbau von Flüchtlingsrechten treten
#2279wir entschieden entgegen.
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