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vom 02.09.2026 PDF
#2210
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Ausbeutung von Migrant*innen und Geflüchteten verhindern
#2211Zahlreiche Migrant*innen und Geflüchtete werden in der europäischen Landwirtschaft, der Gastronomie und dem Baugewerbe ausgebeutet.
#2212Große Supermarktketten – gerade auch aus Deutschland – verkaufen Obst und Gemüse, das unter ausbeuterischen Bedingungen in Europa angebaut wird.
#2213Arbeitsschutzbedingungen werden systematisch verletzt und Löhne weit unterhalb der gesetzlichen Bestimmungen gezahlt.
#2214Diese Form der modernen Sklaverei gehört beendet.
#2215Die EU-Richtlinie zu Sanktionen gegen Arbeitgeber*innen muss konsequent angewendet und gegebenenfalls verschärft werden.
#2216Wir wollen Beschwerdestellen einrichten, an die sich Whistleblower*innen und Opfer von Ausbeutung, auch anonym, wenden können. Auch für
#2217Geflüchtete gelten im digitalen Zeitalter Datenschutz, das Recht auf
#2218die Integrität informationstechnischer Systeme sowie das Recht
#2219auf körperliche Unversehrtheit.
#2220Kinder vor Gewalt schützen
#2221Millionen Kinder fliehen allein oder mit ihren Eltern vor Kriegen, Gewalt, Hunger oder politischer Verfolgung.
#2222Das Fehlen einer solidarischen Verteilungspolitik in Europa, aber auch die Beschränkungen beim Familiennachzug führen dazu, dass Kinder sich allein auf den
#2223Weg machen und dabei kriminellen Strukturen schutzlos ausgesetzt
#2224sind. Die Mitgliedstaaten und die EU müssen dem Kindeswohl oberste
#2225Priorität einräumen. Kinder müssen angemessen untergebracht und
#2226Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2227versorgt werden. Inhaftierungen oder ein Leben in Lagern sind auch
#2228in Ausnahmefällen nicht zu tolerieren.
#2229Für die Kinder und Jugendlichen in den Hotspots an den europäischen Außengrenzen braucht es ein sofortiges europäisches Umverteilungsprogramm.
#2230Seenotrettung gegen das Sterben im Mittelmeer
#2231Das tausendfache Sterben im Mittelmeer muss beendet werden. Es
#2232ist eine unerträgliche Schande, dass Tausende Menschen auf der
#2233Flucht nach Europa ertrinken. Sogar in der EU wird Rettungsbooten
#2234der seerechtlich garantierte sichere Hafen verweigert.
#2235Zivilgesellschaftliche Seenotrettungs- und Flüchtlingsorganisationen, die dort einspringen, wo die europäischen Staaten versagen oder ihre Schutzpflicht sogar wissentlich verweigern, dürfen nicht kriminalisiert werden.
#2236Wer Flüchtlinge aus Seenot rettet, muss die Gewissheit haben, dafür nicht bestraft zu werden, denn er handelt im Einklang mit Seeund Völkerrecht.
#2237Die Seenotretter*innen haben unsere volle Solidarität und Unterstützung.
#2238Das entlässt die EU und die Mitgliedstaaten nicht aus ihrer humanitären Pflicht, endlich ein europäisch organisiertes und finanziertes ziviles Seenotrettungssystem aufzubauen.
#2239Wir stellen uns an die Seite der vielen NGOs und Ehrenamtlichen in Europa, die jeden Tag Menschenleben retten und auch an Land in den Hotspots und anderen Aufnahmeeinrichtungen dafür
#2240sorgen, dass Geflüchtete versorgt, beraten und begleitet werden.
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