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vom 02.09.2026 PDF
#2199
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katastrophalen humanitären Zustände in Libyen und anderen Staaten nicht länger ignoriert werden.
#2200Die Kooperation mit der libyschen Küstenwache muss ein Ende haben.
#2201Die EU-Mitgliedstaaten können Geflüchteten Schutz und eine
#2202verlässliche Perspektive sowie Planbarkeit für die aufnehmenden
#2203Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2204Länder bieten. Und es ist allein eine Frage des politischen Willens,
#2205die Länder an den EU-Außengrenzen endlich zu entlasten. Dazu
#2206wollen wir – neben der Familienzusammenführung und humanitären Visa – großzügige und verlässliche Aufnahmekontingente über das Resettlement-Programm des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) ermöglichen.
#2207Die EU-Länder müssen ihren Anteil an dem jährlichen, vom UNHCR ermittelten Resettlement-Bedarf entsprechend ihrer Wirtschaftskraft erfüllen.
#2208Das individuelle Asylrecht wird dadurch nicht angetastet.
#2209Zugleich nehmen wir unsere humanitäre Verantwortung gegenüber besonders schutzbedürftigen Geflüchteten wahr – beispielsweise aus UN-Flüchtlingslagern in Jordanien, dem Libanon oder der Türkei.
#2210Ausbeutung von Migrant*innen und Geflüchteten verhindern
#2211Zahlreiche Migrant*innen und Geflüchtete werden in der europäischen Landwirtschaft, der Gastronomie und dem Baugewerbe ausgebeutet.
#2212Große Supermarktketten – gerade auch aus Deutschland – verkaufen Obst und Gemüse, das unter ausbeuterischen Bedingungen in Europa angebaut wird.
#2213Arbeitsschutzbedingungen werden systematisch verletzt und Löhne weit unterhalb der gesetzlichen Bestimmungen gezahlt.
#2214Diese Form der modernen Sklaverei gehört beendet.
#2215Die EU-Richtlinie zu Sanktionen gegen Arbeitgeber*innen muss konsequent angewendet und gegebenenfalls verschärft werden.
#2216Wir wollen Beschwerdestellen einrichten, an die sich Whistleblower*innen und Opfer von Ausbeutung, auch anonym, wenden können. Auch für
#2217Geflüchtete gelten im digitalen Zeitalter Datenschutz, das Recht auf
#2218die Integrität informationstechnischer Systeme sowie das Recht
#2219auf körperliche Unversehrtheit.
#2220Kinder vor Gewalt schützen
#2221Millionen Kinder fliehen allein oder mit ihren Eltern vor Kriegen, Gewalt, Hunger oder politischer Verfolgung.
#2222Das Fehlen einer solidarischen Verteilungspolitik in Europa, aber auch die Beschränkungen beim Familiennachzug führen dazu, dass Kinder sich allein auf den
#2223Weg machen und dabei kriminellen Strukturen schutzlos ausgesetzt
#2224sind. Die Mitgliedstaaten und die EU müssen dem Kindeswohl oberste
#2225Priorität einräumen. Kinder müssen angemessen untergebracht und
#2226Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2227versorgt werden. Inhaftierungen oder ein Leben in Lagern sind auch
#2228in Ausnahmefällen nicht zu tolerieren.
#2229Für die Kinder und Jugendlichen in den Hotspots an den europäischen Außengrenzen braucht es ein sofortiges europäisches Umverteilungsprogramm.
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