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vom 02.09.2026 PDF
#2193
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Bei der Ausgestaltung der Regelungen geht es uns darum, die vielfältigen Chancen der Migration für Migrant*innen, Ursprungs- und Empfängerländer zu nutzen.
#2194Legale Fluchtwege schaffen
#2195Wer verhindern will, dass sich Schlepper an der Not von Geflüchteten bereichern, die angesichts von Verfolgung, Krieg und Gewalt ihr Leben bei der Flucht übers Mittelmeer aufs Spiel setzen, muss sichere und legale Fluchtalternativen schaffen.
#2196Wir wollen, dass Menschen nicht länger lebensgefährliche Fluchtwege über Kriegsgebiete, Wüsten und Meere nach Europa auf sich nehmen müssen.
#2197Kooperationen der EU und deren Mitgliedstaaten mit Drittstaaten müssen stets nach der Maßgabe erfolgen, dass Menschen- und Grundrechte
#2198sowie europäische Standards eingehalten werden. Daher dürfen die
#2199katastrophalen humanitären Zustände in Libyen und anderen Staaten nicht länger ignoriert werden.
#2200Die Kooperation mit der libyschen Küstenwache muss ein Ende haben.
#2201Die EU-Mitgliedstaaten können Geflüchteten Schutz und eine
#2202verlässliche Perspektive sowie Planbarkeit für die aufnehmenden
#2203Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2204Länder bieten. Und es ist allein eine Frage des politischen Willens,
#2205die Länder an den EU-Außengrenzen endlich zu entlasten. Dazu
#2206wollen wir – neben der Familienzusammenführung und humanitären Visa – großzügige und verlässliche Aufnahmekontingente über das Resettlement-Programm des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) ermöglichen.
#2207Die EU-Länder müssen ihren Anteil an dem jährlichen, vom UNHCR ermittelten Resettlement-Bedarf entsprechend ihrer Wirtschaftskraft erfüllen.
#2208Das individuelle Asylrecht wird dadurch nicht angetastet.
#2209Zugleich nehmen wir unsere humanitäre Verantwortung gegenüber besonders schutzbedürftigen Geflüchteten wahr – beispielsweise aus UN-Flüchtlingslagern in Jordanien, dem Libanon oder der Türkei.
#2210Ausbeutung von Migrant*innen und Geflüchteten verhindern
#2211Zahlreiche Migrant*innen und Geflüchtete werden in der europäischen Landwirtschaft, der Gastronomie und dem Baugewerbe ausgebeutet.
#2212Große Supermarktketten – gerade auch aus Deutschland – verkaufen Obst und Gemüse, das unter ausbeuterischen Bedingungen in Europa angebaut wird.
#2213Arbeitsschutzbedingungen werden systematisch verletzt und Löhne weit unterhalb der gesetzlichen Bestimmungen gezahlt.
#2214Diese Form der modernen Sklaverei gehört beendet.
#2215Die EU-Richtlinie zu Sanktionen gegen Arbeitgeber*innen muss konsequent angewendet und gegebenenfalls verschärft werden.
#2216Wir wollen Beschwerdestellen einrichten, an die sich Whistleblower*innen und Opfer von Ausbeutung, auch anonym, wenden können. Auch für
#2217Geflüchtete gelten im digitalen Zeitalter Datenschutz, das Recht auf
#2218die Integrität informationstechnischer Systeme sowie das Recht
#2219auf körperliche Unversehrtheit.
#2220Kinder vor Gewalt schützen
#2221Millionen Kinder fliehen allein oder mit ihren Eltern vor Kriegen, Gewalt, Hunger oder politischer Verfolgung.
#2222Das Fehlen einer solidarischen Verteilungspolitik in Europa, aber auch die Beschränkungen beim Familiennachzug führen dazu, dass Kinder sich allein auf den
#2223Weg machen und dabei kriminellen Strukturen schutzlos ausgesetzt
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