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vom 02.09.2026 PDF
#203
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zunehmen.
#204Selbst die Weltbank rechnet mit 140 Millionen Klimaflüchtlingen bis 2050. Es wird zu Kriegen um Wasser, fruchtbare Erhalten, was uns erhält
#205Böden oder sichere Stätten kommen.
#206Wir werden uns der Verantwortung so oder so nicht entziehen können.
#207Doch die Zeit läuft uns davon. Hitzerekorde, Dürren, Überschwemmungen und starke
#208Stürme liefern fast täglich neue Schreckensmeldungen.
#209Der vergangene Sommer hat auf eindringliche Weise gezeigt, dass die Klima kri se längst auch bei uns in Europa Realität ist.
#210Es ist höchste Zeit, dass die EU ihre Klimapolitik endlich an den Zielen des Pariser
#211Klimaabkommens ausrichtet.
#212Die Europäische Union muss zu einer Union des Klimaschutzes
#213werden. Das heißt nicht nur, dass sie eine andere Energie-,
#214Wirtschafts- und Landwirtschaftspolitik betreibt, sondern dass sie
#215die ökologischen Fragen auch ins Zentrum ihrer Außen-, Sicherheitsund Friedenspolitik stellt.
#216Wie wir unseren Energiehunger stillen, wird maßgeblich die Leitlinien der Außenpolitik bestimmen. Ob
#217wir schmutzige Deals mit Diktatoren um Öl, Gas und Kohle eingehen oder eine demokratische Energieinfrastruktur auf Basis der Erneuerbaren aufbauen, ist ein Unterschied.
#218Die EU-Energieaußenpolitik muss auf Nachhaltigkeit und einen Dialog auf Augenhöhe im Interesse der betroffenen Staaten setzen.
#219Zu einer solchen gemeinsamen EU-Außenpolitik ist daher eine starke, auf erneuerbaren Energien basierende Energieunion notwendig.
#220Eine Handels- und Landwirtschaftspolitik, die unseren Reichtum auf Kosten Dritter erwirtschaftet, oder stattdessen faire Partnerschaften, die einen gedrosselten Ressourcenverbrauch bei uns bedeuten, machen einen Unterschied.
#221Fischen wir die Meere leer oder sorgen wir für halbwegs intakte Meeresökologie? Exportieren wir
#222unseren Müll ins Ausland oder verzichten wir auf Wegwerfplastik?
#223Mit welchen Wohlstandsindikatoren wollen wir am Gemeinwohl
#224orientiertes Wirtschaften stärken?
#225Viele Menschen sind weiter als die Politik: zum Beispiel diejenigen, die sich an Bürgerenergieprojekten beteiligen, auf ökologisch erzeugte Lebensmittel setzen, in Nachhaltigkeit und grüne Infrastruktur investieren. Viele europäische Städte tüfteln schon
#226lange an einer autofreien Zukunft.
#227Aber auch innovative Unternehmen, Ingenieur*innen, Wissenschaftler*innen und viele mehr haben sich auf den Weg gemacht. Mit ihnen allen verbünden wir
#228uns.
#229Und packen an.
#230Für ein Europa, das ohne Kohle- und Atomstrom auskommt, eine Agrarpolitik betreibt, die auf ökologischen Kriterien basiert, Tiere schützt und Landwirten eine Perspektive
#231gibt, ein Europa, das mit einer Plastikabgabe plastikmüllfrei wird
#232und unsere Meere schützt.
#233Erhalten, was uns erhält
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