Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#2137
der Welt. Europa war und ist ein Kontinent der Migration. Menschen
#2138
sind seit Jahrhunderten innerhalb Europas von einem in ein anderes
#2139
Land gezogen, haben den Kontinent verlassen oder haben ihn neu
#2140
bereichert. Der Abbau der Grenzen innerhalb Europas und das Rechts
#2141
auf Freizügigkeit war und ist eine der größten Errungenschaften,
#2142
denn der Wohlstand der Europäischen Union beruht nicht nur auf
#2143
der Freiheit von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Essenziell
#2144
für das Zusammenwachsen Europas war stets die Freizügigkeit der
#2145
Arbeitnehmer*innen.
#2146
Möglich wurde dies, weil Europa früh Beschränkungen und bürokratische Hindernisse abgebaut hat, um die Migration auf dem Arbeitsmarkt zu begünstigen, unter anderem dadurch, dass Familienmitglieder von Arbeitnehmer*innen selbstverständlich
#2147
die gleichen Rechte wie Inländer*innen erhalten.
#2148
Doch seit dem Erstarken von Rechtspopulist*innen und
#2149
-extremist*innen in Europa haben wir erleben müssen, dass diese Errungenschaften keine Selbstverständlichkeiten sind.
#2150
Für die Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2151
Zukunft Europas ist es existenziell, ob Menschenrechte und demokratische Prinzipien, wie es in Artikel 2 des Vertrags der Europäischen Union heißt, auch künftig das Fundament unserer Gemeinschaft bilden.
#2152
Besonders vor dem Hintergrund unserer Geschichte stehen wir für die Unveräußerlichkeit der Menschenrechte und das
#2153
Recht auf Asyl für Schutzbedürftige. Sie zu erhalten und gegen eine
#2154
Rückkehr ins Nationale zu verteidigen, ist eine unserer zentralen
#2155
Aufgaben. Zu einer humanitären und geordneten Migrations- und
#2156
Asylpolitik müssen alle EU-Staaten beitragen.
#2157
Zugleich darf die Freiheit innerhalb Europas nicht zu einem
#2158
Bollwerk nach außen werden.
#2159
Bis heute haben die EU-Mitgliedstaaten keine überzeugende gemeinsame und humanitäre Antwort auf Mi gration und Flucht gegeben. Tagtäglich sterben Menschen
#2160
auf dem Weg nach Europa.
#2161
Das Dublin-System, wonach Asylsuchende in dem Land Asyl beantragen müssen, das sie zuerst betreten haben, ist ungerecht, wirkungslos und gescheitert.
#2162
Damit wird die Verantwortung aber weiter einseitig auf die Länder an den südlichen und östlichen Außengrenzen der EU abgewälzt, statt eine faire Verteilung der Geflüchteten in Europa zu organisieren.
#2163
Oftmals werden dadurch Menschen, die lange hier leben und gut integriert sind, abgeschoben.
#2164
Das steht einer gerechten Asylpolitik im Wege und soll daher vermieden werden. Menschenrechte sind unteilbar und dürfen
#2165
nicht zur Disposition gestellt werden.
#2166
Wir benötigen ein faires Verteilungssystem mehr denn je.
#2167
Wir treten für eine Europäische Union ein, die ihre humanitäre Verantwortung, das Grundrecht auf Asyl und den ungehinderten Zugang für Schutzsuchende und die Notwendigkeit, Verfahren nach


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