Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.09.2026 PDF
#2062
die Europäische Republik führen und in die Gesellschaft tragen. Als
#2063
Teil dieser Frage ist auch zu klären, wie die Rolle der Regionen innerhalb der Europäischen Union gestärkt werden kann, also etwa, ob es ausreicht, das Subsidiaritätsprinzip auszuweiten, oder ob in mehr Autonomie und Souveränität der Regionen unter einem europäischen Dach auch Chancen liegen.
#2064
Mittelfristig treten wir dafür ein, den Rat in eine zweite Kammer zu überführen.
#2065
Wir wollen diskutieren, ob diese aus den Regierungen der Mitgliedstaaten oder den Regionen zusammengesetzt ist.
#2066
Diese zweite Kammer bildet zusammen mit dem Europäischen Parlament die Legislative.
#2067
Bei Gesetzgebungsverfahren sollen Fristen eingeführt werden,
#2068
bis zu denen eine öffentliche Debatte im Rat stattgefunden haben
#2069
muss.
#2070
Dabei müssen alle EU-Regierungen ihre jeweils aktuelle Position zum Ratspräsidentschaftsvorschlag vorlegen.
#2071
Wir wollen für alle verbleibenden Politikbereiche, in denen
#2072
heute noch per Einstimmigkeitsprinzip entschieden wird, Mehrheitsentscheidungen einführen.
#2073
Das betrifft hauptsächlich die Gemeinsame Außen- und Verteidigungspolitik sowie die Steuerpolitik.
#2074
Damit stärken wir Europas Handlungsfähigkeit und verhindern, dass einzelne Mitgliedsländer grundlegende Entscheidungen blockieren können.
#2075
Damit Klimaschutz und die mit ihm eng zusammenhängende
#2076
Energiepolitik vorankommen, einzelne Länder Fortschritte nicht blockieren können und Europa handlungsfähiger wird, setzen wir uns für das Prinzip von Mehrheitsentscheidungen in allen Bereichen der
#2077
Energiepolitik im Europäischen Rat ein.
#2078
Sichern und stärken, was uns ausmacht
#2079
Während das Europaparlament im Plenum und in den Ausschüssen öffentlich tagt, ist der Rat trotz Verbesserungen noch immer eine Art „Black Box“: Es ist kaum nachvollziehbar, welches Mitgliedsland sich dort wie positioniert. Hier wollen wir mehr Transparenz, sodass
#2080
alle Mitgliedsländer offenlegen müssen, wofür sie in Brüssel eintreten.
#2081
Mehr Transparenz braucht es ebenso bei den Interessenvertreter*innen, die in Brüssel aktiv sind.
#2082
Zwar besitzen das Europäische Parlament und die EU-Kommission im Gegensatz zum Bundestag
#2083
ein Lobbyregister, aber dieses ist noch nicht ausreichend verbindlich.
#2084
Um höchste Transparenz zu schaffen, wollen wir verbindliche Lobbyregister für alle EU-Institutionen, striktere Karenzzeiten und
#2085
einen „legislativen Fußabdruck“ durch den die Einflussnahme Dritter auf EU-Gesetzgebung überprüfbarer wird – kontrolliert durch eine unabhängige Institution auf EU-Ebene.
#2086
Wir wollen die bestehende Verordnung über den Zugang der Öffentlichkeit zu Dokumenten der EU zu einer umfassenden EU-Transparenzverordnung weiterentwickeln.
#2087
Demokratie bedeutet: Bürger*innen entscheiden selbst, durch
#2088
Wahlen und durch Abstimmungen. Die Europäische Bürgerinitiative
#2089
(EBI) gibt ihnen die Möglichkeit, durch 1 Million Unterschriften neue EU-Gesetze anzustoßen. Der Vertrag von Lissabon geht damit den
#2090
ersten kleinen Schritt zu direkter Demokratie in Europa. Wir wollen
#2091
dieses Instrument zur Teilhabe stärken, ausbauen und entbürokratisieren.
#2092
Die Bürgerinnen und Bürger sollen auch eine Reform der Verträge fordern können.


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