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vom 02.09.2026 PDF
#192
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Wir schützen unsere Lebensgrundlagen, aber auch die liberale Demokratie, ein Gemeinwesen, das in der Lage ist, wertebasierte Politik zu machen.
#193Und wir schützen die ökonomische Basis, auf der wir unsere Politik aufbauen. Wir leben bereits in einer Welt,
#194die sich um ein Grad erwärmt hat. Diese Veränderung birgt schon
#195heute erhebliche Risiken für unser Zusammenleben und unsere Freiheit.
#196Eine Erderhitzung, die nicht unter 1,5 Grad liegt, wird unkontrollierbare Folgen haben. Und sie trifft zuerst jene, die die
#197Klimakrise nicht verursacht haben und sich am wenigsten vor den
#198Auswirkungen schützen können: Menschen, besonders Frauen, in
#199den Ländern des globalen Südens.
#200Deshalb streiten wir – an der Seite einer globalen Bewegung – für Klimagerechtigkeit. Viele
#201werden ihr Zuhause verlassen müssen und sich als Klimaflüchtlinge
#202auf den Weg machen. Die weltweiten Migrationsbewegungen werden
#203zunehmen.
#204Selbst die Weltbank rechnet mit 140 Millionen Klimaflüchtlingen bis 2050. Es wird zu Kriegen um Wasser, fruchtbare Erhalten, was uns erhält
#205Böden oder sichere Stätten kommen.
#206Wir werden uns der Verantwortung so oder so nicht entziehen können.
#207Doch die Zeit läuft uns davon. Hitzerekorde, Dürren, Überschwemmungen und starke
#208Stürme liefern fast täglich neue Schreckensmeldungen.
#209Der vergangene Sommer hat auf eindringliche Weise gezeigt, dass die Klima kri se längst auch bei uns in Europa Realität ist.
#210Es ist höchste Zeit, dass die EU ihre Klimapolitik endlich an den Zielen des Pariser
#211Klimaabkommens ausrichtet.
#212Die Europäische Union muss zu einer Union des Klimaschutzes
#213werden. Das heißt nicht nur, dass sie eine andere Energie-,
#214Wirtschafts- und Landwirtschaftspolitik betreibt, sondern dass sie
#215die ökologischen Fragen auch ins Zentrum ihrer Außen-, Sicherheitsund Friedenspolitik stellt.
#216Wie wir unseren Energiehunger stillen, wird maßgeblich die Leitlinien der Außenpolitik bestimmen. Ob
#217wir schmutzige Deals mit Diktatoren um Öl, Gas und Kohle eingehen oder eine demokratische Energieinfrastruktur auf Basis der Erneuerbaren aufbauen, ist ein Unterschied.
#218Die EU-Energieaußenpolitik muss auf Nachhaltigkeit und einen Dialog auf Augenhöhe im Interesse der betroffenen Staaten setzen.
#219Zu einer solchen gemeinsamen EU-Außenpolitik ist daher eine starke, auf erneuerbaren Energien basierende Energieunion notwendig.
#220Eine Handels- und Landwirtschaftspolitik, die unseren Reichtum auf Kosten Dritter erwirtschaftet, oder stattdessen faire Partnerschaften, die einen gedrosselten Ressourcenverbrauch bei uns bedeuten, machen einen Unterschied.
#221Fischen wir die Meere leer oder sorgen wir für halbwegs intakte Meeresökologie? Exportieren wir
#222unseren Müll ins Ausland oder verzichten wir auf Wegwerfplastik?
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