Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 07.09.2026 PDF
#1899
Raum des Rechts und nicht nach dem „Recht des Stärkeren“.
#1900
Die EU hat schon viele Schritte für mehr Gleichberechtigung, für den Schutz von Minderheiten und für die Stärkung ihrer Demokratie getan.
#1901
Europas Werte basieren auf der Grundrechtecharta: Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte.
#1902
Dieses Fundament muss all die Bewohner*innen der Europäischen Union tragen und verdient es, mit einem arbeitsfreien Feiertag gewürdigt zu werden, der in allen Mitgliedstaaten gemeinsam gefeiert wird.
#1903
Doch in den letzten Jahren und Monaten haben nationale und
#1904
nationalistische, reaktionäre, populistische und völkisch-rassistische Parteien die Grundprinzipien der europäischen Einigung angegriffen
#1905
und ausgehöhlt.
#1906
Wir stehen für die Stärkung der Demokratie und wünschen uns gerade in Zeiten des Erstarkens der extremen Rechten ein solidarisches Europa, das sich sozial erneuert und in dem Menschen sich frei begegnen können.
#1907
Das heißt nicht, Mitgliedstaaten zu entmachten, sondern nationale Kompetenzen zu bündeln, um einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu gewährleisten.
#1908
Diese Idee eines freiheitlichen, demokratischen Europas leben wir,
#1909
und wir werden die Werte Europas verteidigen.
#1910
Wenn nationale Regierungen Rechte von Andersdenkenden mit Füßen treten und die Unabhängigkeit von Justiz oder Presse infrage stellen, stärken wir gezielt die demokratischen Kräfte in den betroffenen Mitgliedstaaten.
#1911
Wenn autoritäre Regierungen in Mitgliedstaaten Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durch Korruption untergraben, soll die EU-Kommission den nationalen Regierungen die Kontrolle über die EU-Gelder entziehen können.
#1912
Wenn Menschen im Netz angegriffen werden, zum Beispiel aufgrund
#1913
ihres Aussehens, ihrer Behinderung oder sexuellen Identität oder weil Sichern und stärken, was uns ausmacht
#1914
sie angeblich nicht die richtige Herkunft oder Religion haben, dann
#1915
wollen wir gesamtgesellschaftliche Antworten mit einem Fokus auf effiziente Rechtsdurchsetzung auch gegenüber internationalen Konzernen entwickeln. Eine anlasslose Massenüberwachung lehnen wir ab. Wenn
#1916
Menschen sich aus Not in die Hände von Schleppern und Schmugglern
#1917
begeben müssen, schaffen wir legale Flucht- und Migrationswege und
#1918
ein Einwanderungsgesetz, damit das Sterben auf dem Mittelmeer beendet und Einwanderung ermöglicht wird.
#1919
Aber es bleibt viel zu tun: Demokratische Strukturen und Beteiligungsrechte wollen wir stärken, Minderheiten noch effektiver schützen, Grundrechte ausbauen und Sicherheit gewährleisten.
#1920
3.1 GRUNDRECHTE IN DER EUROPÄISCHEN UNION SICHERN
#1921
Wir sind der Achtung der Menschenwürde, der Freiheit, Demokratie,
#1922
Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und der Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören, verpflichtet.
#1923
Die Werte der Europäischen Union bilden das Fundament der EU.
#1924
Wenn aber nationale Regierungen diese Rechte mit Füßen treten und immer autoritärer werden, die Presse-, Meinungs- und Religionsfreiheit einschränken, Minderheiten schikanieren, die Unabhängigkeit der Justiz oder die Freiheit der Künste aufheben, dann steht die EU häufig nur ratlos daneben.
#1925
Wir müssen daher die demokratischen Kräfte in den betroffenen Mitgliedstaaten stärken.
#1926
Entsprechend wollen wir die Möglichkeiten der EU erweitern.
#1927
Dafür gibt es nicht die eine Antwort, sondern es braucht ein Paket an Maßnahmen.
#1928
Wir schlagen daher folgende Punkte zur Stärkung von Demokratie und Freiheit in der Europäischen Union vor: Die Europäische Grundrechtecharta verbindlich machen
#1929
Unser langfristiges Ziel ist es, dass alle EU-Bürger*innen die gleichen einklagbaren Grundrechte bekommen, um ihre Grundrechte und die Demokratie in allen Mitgliedsländern besser verteidigen


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