Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 05.09.2026 PDF
#1536
Der gemeinsame Binnenmarkt ist ohne Frage eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte.
#1537
Doch er lädt wegen seiner Lücken in der Steuerpolitik, die nach wie vor in der primären Hoheit der Mitgliedstaaten liegt, zur Steuervermeidung ein: Große Unternehmen können derzeit überall in Europa ihre Produkte verkaufen und gleichzeitig
#1538
nur im Land mit den niedrigsten Steuern ihre Gewinne versteuern.
#1539
Damit verabschieden sich gerade große Unternehmen, die Rekordgewinne erzielen, aus der gesellschaftlichen Solidarität.
#1540
Das schädigt unser Gemeinwesen und alle ehrlichen Steuerzahler*innen. Kleine
#1541
und mittlere Unternehmen können ihre Gewinne nicht verlagern und
#1542
zahlen die vollen Steuern.
#1543
Sie haben damit einen Nachteil im Wettbewerb mit den Konzernen.
#1544
Wir wollen deshalb, dass große Unternehmen genauso wie kleine Handwerksbetriebe ihre Steuern da zahlen, wo sie ihre Gewinne erwirtschaften. Dafür wollen wir beherzt gegen
#1545
Steuerdumping vorgehen.
#1546
Stärken, was uns zusammenhält
#1547
Steuerdumping beenden
#1548
Einige Mitgliedstaaten haben es zu ihrem Geschäftsmodell gemacht,
#1549
sich gegenüber dem Rest der EU durch niedrige Steuersätze oder
#1550
großzügige Ausnahmen attraktiv für Unternehmen zu machen. Die
#1551
Einzigen, die davon langfristig profitieren, sind internationale Unternehmen, die damit ihre Renditen steigern.
#1552
Die Steuervermeidung untergräbt das Fundament unserer Wohlfahrtsstaatsmodelle in Euro pa.
#1553
Denn die Praxis treibt indirekt Menschen in die Armut und Staaten
#1554
dazu, dass sie nicht in das Wohl ihrer Bürger*innen investieren
#1555
können. Die Steuerbelastung verschiebt sich damit immer mehr zu
#1556
denen, die sich ihr nicht entziehen können: kleinen Unternehmen,
#1557
Arbeitnehmer*innen und Konsument*innen.
#1558
Wir wollen dieses Geschäftsmodell beenden.
#1559
Die EU-Kommission hat – gerade unter dem Druck von uns
#1560
GRÜNEN – endlich damit begonnen, individuelle Absprachen zwischen Mitgliedstaaten und Großunternehmen als illegale staatliche Beihilfen zu verfolgen und auch zu ahnden. Das geht in die richtige
#1561
Richtung.
#1562
Aber das reicht nicht: Wir wollen das europäische Wettbewerbsrecht so verändern, dass es zur scharfen Waffe wird, mit der die EU-Kommission den zerstörerischen Steuerwettbewerb auf
#1563
Kosten der anderen Mitgliedstaaten bekämpfen kann.
#1564
Große Unternehmen verlagern zudem ihre Gewinne mit Buchungstricks in Niedrigsteuerländer.
#1565
Sie nutzen die gute Infrastruktur eines Landes, tragen aber nicht zu ihrer Finanzierung bei. Damit sich
#1566
aber der internationale Kaffeekonzern ebenso an der Finanzierung


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