Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 05.09.2026 PDF
#1427
Deswegen wollen wir, dass Europa seine Krisen künftig allein, nach eigenen Regeln, demokratischer
#1428
und transparenter löst.
#1429
Wir wollen den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) in einen vollwertigen Europäischen Währungsfonds (EWF) überführen und ihn im EU-Recht verankern, kontrolliert durch das Europäische Parlament und die nationalen Parlamente.
#1430
Das Europäische Parlament soll das Recht auf Information, Kon trol le und Miternennung der Direktorin bzw. des Direktors des
#1431
Europäischen Währungsfonds erhalten. Die Entscheidungen über
#1432
längerfristige Kredite aus dem Europäischen Währungsfonds wür den aber trotzdem weiterhin bei den nationalen Parlamenten liegen, solange das Geld dafür auch aus den nationalen Haushalten kommt.
#1433
Um zu verhindern, dass ein Land plötzlich durch Spekulationen in
#1434
Stärken, was uns zusammenhält
#1435
eine tiefe Krise schlittert, braucht der EWF zusätzlich eine Möglichkeit zur schnellen Reaktion.
#1436
Dafür soll er kurzfristig Kredite bereitstellen können, die bereits vor einer möglichen Krise präventiv wirken. Diese präventiven Kredite schützen Mitgliedstaaten davor,
#1437
Opfer rein finanzmarktgetriebener Effekte zu werden. Eingriffe in
#1438
die wirtschaftspolitische Souveränität der Mitgliedstaaten sind
#1439
hierfür nicht erforderlich.
#1440
Im Falle einer Krise darf es nicht wieder zu einer massiven Sparpolitik kommen, die ein Land in die soziale
#1441
Krise stürzt und die Wirtschaftsleistung abwürgt. Neben Auflagen
#1442
zur Modernisierung der Strukturen muss die Kreditvergabe an ein
#1443
Land in Not diese Grundsätze beachten. Das Kaputtsparen ganzer
#1444
Volkswirtschaften lehnen wir ab.
#1445
Hohe Staatsschulden, das Risiko steigender Zinslasten und
#1446
unverantwortliche Regierungspolitik sind ein großes Risiko für die
#1447
Stabilität unserer Währung.
#1448
Alle Euroländer brauchen daher verlässlichen Zugang zu niedrigen Zinsen und starke Anreize zu soliden Staatsfinanzen.
#1449
Der Konflikt zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission zeigt, wie hoch das Risiko durch einseitige nationale Finanzpolitik einzelner Länder für den Euro
#1450
insgesamt ist. Daher wollen wir, ähnlich wie ursprünglich vom
#1451
Sachverständigenrat vorgeschlagen, einen Altschuldentilgungsfonds einrichten, in den die Altschulden eines Landes eingebracht werden, die 60 Prozent des BIP übersteigen.
#1452
Wer sich an die gemeinsam vereinbarten europäischen Finanzregeln hält, soll im Gegenzug von niedrigen Zinsen für die Abzahlung der Schulden
#1453
im Altschuldentilgungsfonds profitieren.
#1454
So vereinen wir europäische Solidarität und Solidität.
#1455
Probleme nicht zulasten der Gemeinschaft lösen
#1456
Zu einem krisenfesten Euro gehört auch, dass sich alle Mitgliedstaaten an die gemeinsamen Regeln halten, egal ob es um Haushaltsdefizite oder Leistungsbilanzüberschüsse geht.
#1457
Die deutsche Bundesregierung kritisiert gerne andere Länder, verstößt aber mit


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