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vom 06.09.2026 PDF
#1406
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Wir erwarten, dass durch die Sogwirkung der gemeinsam finanzierten öffentlichen Güter sich auch die heutigen Nichteuroländer diesem Instrument schnell anschließen, indem sie sich dem gemeinsamen Kampf gegen aggressive Steuervermeidung und
#1407Stärken, was uns zusammenhält
#1408Steuerbetrug anschließen und sich an der gemeinsamen Unternehmenssteuer beteiligen.
#1409Wir befürworten eine Euro-Heranführungshilfe für Nicht-Euro-Staaten zur Unterstützung von Reformen.
#1410Alle den Euro betreffenden Entscheidungen haben auch unmittelbare
#1411Auswirkungen auf Nicht-Eurostaaten.
#1412Deshalb müssen neue Instrumente für alle EU-Staaten konzipiert sein oder Nicht-Eurostaaten zur Teilnahme an weiteren Reformen ermutigen.
#1413Auf- und Abschwung verteilen sich über die Mitgliedstaaten
#1414unterschiedlich.
#1415Um diese unterschiedlichen Auswirkungen auszugleichen, reichen nationale und geldpolitische Maßnahmen nicht aus. Europa braucht neue Strukturen, um mit diesen Schieflagen
#1416künftig besser umgehen zu können.
#1417Der oben beschriebene Haushalt für den Euro ist dafür das beste Instrument und wir fordern dies als ersten Schritt.
#1418Eine europäische Arbeitslosenversicherung würde die ausgleichende und stabilisierende Wirkung des Haushalts für den Euro noch verstärken.
#1419Wir wollen daher als zweiten Schritt eine Rückversicherung der nationalen Arbeitslosenversicherungen einführen.
#1420Wir setzen uns des Weiteren für eine europäische Basis-Arbeitslosenversicherung ein, die durch die nationalen Sicherungssysteme ergänzt werden soll. Wir sind uns aber bewusst, dass die Einführung einer
#1421solchen europäischen Arbeitslosenversicherung eher ein mittelfristiges Projekt ist.
#1422In der Eurokrise hat der Internationale Währungsfonds im
#1423Rahmen der sogenannten Troika stark eingegriffen. Die Troika hat
#1424umfassende Anpassungsprogramme in den Programmländern
#1425durchgedrückt, mit starken sozialen Verwerfungen. Das Handeln der
#1426Troika hat in vielen Programmländern das Vertrauen in die europäische Demokratie beschädigt.
#1427Deswegen wollen wir, dass Europa seine Krisen künftig allein, nach eigenen Regeln, demokratischer
#1428und transparenter löst.
#1429Wir wollen den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) in einen vollwertigen Europäischen Währungsfonds (EWF) überführen und ihn im EU-Recht verankern, kontrolliert durch das Europäische Parlament und die nationalen Parlamente.
#1430Das Europäische Parlament soll das Recht auf Information, Kon trol le und Miternennung der Direktorin bzw. des Direktors des
#1431Europäischen Währungsfonds erhalten. Die Entscheidungen über
#1432längerfristige Kredite aus dem Europäischen Währungsfonds wür den aber trotzdem weiterhin bei den nationalen Parlamenten liegen, solange das Geld dafür auch aus den nationalen Haushalten kommt.
#1433Um zu verhindern, dass ein Land plötzlich durch Spekulationen in
#1434Stärken, was uns zusammenhält
#1435eine tiefe Krise schlittert, braucht der EWF zusätzlich eine Möglichkeit zur schnellen Reaktion.
#1436Dafür soll er kurzfristig Kredite bereitstellen können, die bereits vor einer möglichen Krise präventiv wirken. Diese präventiven Kredite schützen Mitgliedstaaten davor,
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