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vom 05.09.2026 PDF
#1346
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hat der Euro bereits eingelöst. Wo er versagt hat, liegt das an den
#1347Konstruktionsfehlern der Währungsunion. Wir stehen zum Euro, doch
#1348Stärken, was uns zusammenhält
#1349wir wollen die Währungsunion besser machen. Gerade die deutsche
#1350Bundesregierung hat das immer wieder verhindert. Wir wollen die
#1351Zeit der Flickschusterei überwinden und einen Euro schaffen, der die
#1352Europäer*innen zusammenführt.
#1353Dieses Versprechen wurde in der Vergangenheit zu oft nicht
#1354eingelöst. Mit einer harten und übertriebenen Sparpolitik wurden
#1355Finanz- und Eurokrise unnötig verlängert. Gleichzeitig haben sich
#1356die Staats- und Regierungschef*innen, und allen voran die Bundesregierung, einen schlanken Fuß gemacht und viel zu sehr auf die Europäische Zentralbank vertraut, die mit niedrigen Zinsen und weitreichenden Maßnahmen die Kohlen aus dem Feuer holen musste.
#1357Das darf nicht so bleiben.
#1358Denn ein Exportland wie Deutschland, das am meisten vom Euro
#1359profitiert und in dem Millionen von Arbeitsplätzen von einer stabilen Währung abhängig sind, kann sich nicht damit zufriedengeben, wenn
#1360wir einen Haushalt mit schwarzer Null vorlegen, anderswo aber die
#1361Jugendarbeitslosigkeit steigt. Es liegt in unserem eigenen Interesse,
#1362dass sich alle Mitgliedstaaten gut entwickeln und jungen Menschen
#1363eine Zukunftsperspektive bieten.
#1364Das schließt ein, mehr als bisher auf Zusammenhalt und Solidarität in der Eurozone zu setzen.
#1365Eine stabile und demokratische Währungsunion hat drei wesentliche Elemente: Erstens müssen wir
#1366in europäische Gemeingüter investieren und durch ihre Finanzierung wirtschaftlichen Krisen entgegenwirken.
#1367Zweitens wollen wir die Bankenunion vollenden, damit einige verantwortungslose Banken nie wieder die ganze Währung gefährden können.
#1368Und drittens wollen wir die wichtigen Entscheidungen aus den Hinterzimmern
#1369holen und demokratischer Kontrolle unterwerfen.
#1370Euro stabilisieren
#1371Alle Mitgliedstaaten müssen mehr gemeinsame Verantwortung
#1372für die Stabilität des Euro übernehmen.
#1373Die Europäische Zentralbank ist dafür nicht allein verantwortlich.
#1374Dafür braucht es eine gemeinsame Haushaltspolitik in der Eurozone und der EU, da die Krise gezeigt hat, dass nationale Fiskalpolitik allein zu Schieflagen und
#1375unnötig langen Krisen führt – selbst bei Mitgliedstaaten, die sich wie Spanien und Irland immer an die Regeln hielten. Außerdem braucht
#1376es ein Instrument, das im Abschwung die Abwärtsdynamik abfedert.
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