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vom 02.09.2026 PDF
#112
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Die Europäische Union kann den Frieden bewahren. Sie kann. Wenn wir Bürgerinnen und Bürger das wollen.
#113In diesem Geiste müssen wir auch die bestehenden Krisen Europas
#114wie die Klima- und die Finanzkrise oder die mangelnde Solidarität
#115bei der Aufnahme von Geflüchteten lösen. Denn sie sind letztlich
#116auch auf die strukturellen Entscheidungsdefizite auf europäischer
#117Ebene zurückzuführen.
#118Die Krisen Europas sind auch die Folge von Demokratiedefiziten auf europäischer Ebene und nicht eingelöster Versprechen eines sozial gerechten Europas. Deshalb wird es wesentlich sein,
#119dass sich Europa als transnationale Demokratie und demokratische
#120Union von Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickelt. Dazu zählen
#121Präambel
#122eine grenzübergreifende Meinungsbildung sowie echte parlamentarische Initiativ-, Kontroll- und Budgetrechte.
#123So lässt sich das Vertrauen in die europäischen Institutionen wieder stärken.
#124Darum geht es bei der Europawahl: zu entscheiden, was wir
#125wollen, w ie wir zusammen leben wollen. Und dann etwas dafür zu
#126tun. Europa ist nicht aus Versehen und von allein entstanden. Es hat
#127die fürchterlichen Wunden des Krieges überwunden, weil es Frauen
#128und Männer gab, die Vision, Mut und Willen aufgebracht haben. Die
#129europäische Idee ist mit das Wertvollste, was dieser Kontinent je ge schaffen hat.
#130Aus einst verfeindeten Staaten wurden Freunde und Partner. Uns eint die gemeinsame Geschichte, mit all ihren Narben
#131und all ihrem kulturellen Reichtum. Die EU ist seit über 70 Jahren
#132ein Garant für Frieden, für das Überwinden trennender Grenzen. Sie
#133war und ist auch der Garant für Wohlstand, Grundrechtsschutz und
#134hohe Standards in unserem alltäglichen Leben.
#135Es ist aber offensichtlich, wie schwer es geworden ist, dass
#136die Europäische Union mit einer Stimme spricht, weil häufig einzelne Mitgliedstaaten eine gemeinsame Politik verhindern.
#137Deshalb sollten die europäischen Staaten mutig sein und dort zu Mehrheitsentscheidungen finden, wo diese die EU gemeinschaftlich handlungsfähiger machen.
#138Oder sie sollten in einer verstärkten Zusammenarbeit mit einigen Staaten vorangehen.
#139Gleichzeitig kann es auch Sinn machen, wenn Länder wie Deutschland und Frankreich
#140den Schulterschluss suchen. Sie müssen mit Ideen gemeinsam
#141loslaufen, ohne in die historische Falle zu treten und alte Mauern
#142wieder hochzuziehen. Denn ein Europa, in dem dauerhaft nur ein
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