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vom 05.09.2026 PDF
#1171
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Statt sich um die großen Zukunftsaufgaben zu kümmern, achten die nationalen Regierungen im Wesentlichen darauf, dass sie den Anteil ihres Landes am gemeinsamen Budget wieder zurückerstattet bekommen.
#1172Dabei bieten gemeinsame Projekte, gemeinsame Beschaffung
#1173und das Zusammenlegen von 28 Behörden auch erhebliche Einsparpotenziale.
#1174Wir sprechen uns dafür aus, den EU-Haushalt deutlich zu vergrößern, damit zum Beispiel die Sozialoder Energieunion adäquat finanziert werden und automatische Stabilisatoren die Wirtschafts- und Währungsunion gegen Krisen absichern.
#1175Wir fordern einen EU-Haushalt in Höhe von 1,3 Prozent des europäischen Bruttoinlandsprodukts, damit die Europäische Union die ihr bereits heute übertragenen Aufgaben sachgerecht erfüllen kann.
#1176Wenn die europäische Ebene nach und nach mehr Verantwortung übernehmen soll, dann muss das Volumen des EU-Finanzrahmens entsprechend den zu erfüllenden Aufgaben wachsen.
#1177In dem Maße, wie die EU eigene Einnahmequellen erschließt, reduzieren sich die nationalen Beiträge.
#1178Der Mehrjährige Finanzrahmen der EU sollte an die Legislaturperiode des Europäischen Parlaments angeglichen und nicht länger davon unabhängig in 7-Jahres-Zyklen verabschiedet werden.
#1179Wir wollen die gesamten Einnahmen und Ausgaben des Mehrjährigen
#1180Finanzrahmens an übergeordneten Politikzielen und internationalen Vereinbarungen ausrichten, wie den Zielen der Vereinten Na tionen für nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Klimaabkommen.
#1181Mit einem verpflichtenden Nachhaltigkeits-Check wollen wir anhand
#1182von fest definierten Nachhaltigkeitskriterien die einzelnen Haushaltslinien darauf hin prüfen, ob sie einen Beitrag dazu leisten, diese Ziele zu erreichen. Ein erheblicher Teil des EU-Haushaltes muss für
#1183die aktive Bekämpfung der Klimakatastrophe reserviert werden und
#1184darf nicht in fossile Energien fließen.
#1185Ab 2021 wird Großbritannien nicht mehr in den EU-Haushalt
#1186einzahlen. Die dadurch entstehende Gesamtlücke im EU-Haushalt
#1187in Höhe von mindestens 12 Milliarden Euro muss geschlossen werden.
#1188Auch Deutschland muss dafür seinen Anteil am EU-Budget angemessen erhöhen.
#1189Stärken, was uns zusammenhält
#1190Heute wird das Geld der EU oftmals falsch ausgegeben. So
#1191bildet im jetzigen EU-Haushalt die Gemeinsame Agrarpolitik der
#1192EU den zweitgrößten Posten. Diese wird aber der Anforderung, eine
#1193nachhaltige, klimaschonende und für die Bäuer*innen auskömmliche Landwirtschaft und damit lebenswerte ländliche Regionen zu fördern, nicht gerecht, weil sie die Industrialisierung der Landwirtschaft und damit die Überproduktion besser vergütet.
#1194Die Agrar gelder sollen konsequent nach dem Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Leistung“ auf Klimaanpassung, Umweltschutz und Tierwohl umgestellt werden.
#1195Wir wollen, dass die EU strukturschwache Regionen und die Entwicklung ländlicher Regionen auch in Zukunft unterstützt.
#1196Är mere Regionen wollen wir besonders fördern, um die Lebensverhältnisse
#1197der Menschen in Europa einander anzunähern. EU-Mittel wollen wir
#1198gezielter dort einsetzen, wo Zivilgesellschaft, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen europäische Unterstützung brauchen.
#1199Für eine geschlechtergerechte Verteilung der Finanzmittel soll in Zukunft Gender Budgeting eingesetzt werden.
#1200Außerdem wollen wir die Vergabe öffentlicher Aufträge vereinfachen, gerade für Kommunen und für kleinere Projekte.
#1201Eigene Einnahmen stärken die EU
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