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vom 05.09.2026 PDF
#1136
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Diese Auffassung war blind für die gesellschaftlichen Voraussetzungen, die unsere Leben prägen und die es einigen schwerer und anderen leichter machen.
#1137In der Folge ist die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinandergegangen.
#1138Vor allem die einseitige Sparpolitik während der Eurokrise hat in einigen Ländern eine ganze Generation ihrer Zukunft beraubt und die Europäische Union gespalten.
#1139Das ist ein ökonomisches, ein soziales Problem und ein demokratisches
#1140Problem: Zu viele leben in Armut, zu viele sind verunsichert, wenden
#1141sich enttäuscht ab, verabschieden sich aus der Gesellschaft.
#1142Stärken, was uns zusammenhält
#1143Wenn wir diese Probleme lösen und mehr Sicherheit, Perspektive und Vertrauen geben wollen, müssen wir europäisch handeln.
#1144Denn angesichts der globalen Herausforderungen, angesichts der
#1145international agierenden Konzerne, die Unternehmenssitze und Produktionen je nach Steuer- und Lohnhöhe verlagern können, stoßen die Nationalstaaten an ihre Grenzen.
#1146Aber ein solidarisches Europa als gemeinsamer Wirtschaftsraum kann ihnen Paroli bieten und einen Rahmen setzen.
#1147Für eine europäische Politik brauchen wir aber einen anderen Geist: Politik muss wieder das Heft des Handelns aufnehmen und wir müssen für Wohlstand, Freiheit und Gerechtigkeit für alle
#1148kämpfen. Es gilt, dafür Geld in die Hand zu nehmen. Nicht mehr ein
#1149Europa des Sparzwangs und der Neiddebatten, sondern eines, das
#1150in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger investiert.
#1151Die Europäische Union soll europäische öffentliche Güter, die für alle da sind, wie Klimaschutz, innere und äußere Sicherheit, Finanzstabilität, Forschung, eine europäische Infrastruktur für Kommunikation, Energie und Mobilität, schaffen und durch gemeinsame Steuern solidarisch und gerecht finanzieren.
#1152Wenn die EU Steuerdumping entschlossen bekämpft, kann das
#1153dafür sorgen, dass auch die großen Unternehmen und alle Vermögenden ihren gerechten Beitrag zum Solidarsystem leisten.
#1154Eine krisenfeste und prosperierende Währungsunion sehen wir als Grundpfeiler einer starken und solidarischen europäischen Gemeinschaft. Daher
#1155möchten wir die Währungsunion so weiterentwickeln, dass weite re Krisen vermieden werden können und im Falle einer Krise trotzdem die nötigen Instrumente zur Stabilisierung der Wirtschaft einsatzbereit sind.
#1156Wir dürfen nicht wieder in eine Situation kommen, in der allein die Europäische Zentralbank ihrer Verantwortung für die
#1157Stabilisierung der Wirtschaft nachkommt.
#1158Der Binnenmarkt soll so ausgestaltet werden, dass er die Rechte von Umwelt, Verbraucher*innen und Arbeitnehmer*innen umfassend schützt.
#1159Europäischer Zusammenhalt heißt, allen Menschen in der EU
#1160soziale Rechte zu garantieren, sie überall durchzusetzen und einklagbar zu machen.
#1161Gerade Jugendliche brauchen eine Perspektive.
#1162Alle Menschen in der EU müssen sich auf faire Löhne und Arbeitsbedingungen, auf einen Schutz vor Armut und Ausbeutung verlassen können, gerade auch, wenn sie in unterschiedlichen Ländern leben
#1163und arbeiten. Durch die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen
#1164wird dieses Ziel konterkariert.
#1165Stärken, was uns zusammenhält
#11662.1 EU-HAUSHALT NEU AUFSTELLEN
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