Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 05.09.2026 PDF
#1030
Unser Ziel ist ein Europa ohne Plastikmüll, mit sauberen Meeren, einem reichhaltigen Fischbestand und einer Natur ohne Müll. Die Realität
#1031
sieht bedrückend anders aus: In den Ozeanen schwimmen Plastikmüllteppiche von der Größe Mitteleuropas.
#1032
Auch unsere Flüsse und Böden leiden unter der zunehmenden Vermüllung.
#1033
Wenn wir jetzt nicht radikal umsteuern, wird es 2050 mehr Plastik als Fische im Meer geben.
#1034
Inzwischen findet sich Mikroplastik sogar in der Arktis und im Gletschereis – obwohl dort nahezu keine Menschen leben.
#1035
Ein erster Schritt dagegen ist ein Verbot von Mikroplastik in
#1036
Kosmetika, Körper- und Pflegeprodukten.
#1037
Denn Mikroplastik schadet nicht nur den Fischen, sondern kann möglicherweise auch für unsere Gesundheit schädlich sein. Mikroplastik wurde schon in Salz,
#1038
Bier und Mineralwasser nachgewiesen.
#1039
Welche giftigen Plastikzusätze wir dadurch zu uns nehmen, weiß bisher niemand genau.
#1040
Erhalten, was uns erhält
#1041
Auch für das Klima ist Mikroplastik schlecht. Denn durch den
#1042
Zerfall in immer kleinere Partikel wird Methan freigesetzt, das
#1043
wiederum zur Erhitzung unserer Erde beiträgt.
#1044
Plastikflut eindämmen
#1045
Das Importverbot für Plastikmüll, das China Anfang 2018 verhängt
#1046
hat, beweist, welch riesiges Problem wir haben.
#1047
Allein aus Europa importierte China rund 1,5 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr. Seither müssen die Mitgliedstaaten ihre Müllberge selbst in
#1048
die Hand nehmen.
#1049
Um die zunehmende Plastikflut einzudämmen, brauchen wir
#1050
anspruchsvolle Minderungsziele für Plastikabfälle und höhere Recyclingquoten.
#1051
Bis 2030 müssen wir unseren Verpackungsabfall in der EU um 50 Prozent reduzieren. Außerdem darf es nicht sein,
#1052
dass Plastikmüll weiterhin deponiert wird. Das wollen wir ändern.
#1053
Ab 2030 müssen alle in der EU in den Verkehr gebrachten Kunststoffprodukte wiederverwendbar oder komplett abbaubar sein oder kosteneffizient recycelt werden können.
#1054
Plastik ist nicht per se schlecht. Für viele Einsatzgebiete, etwa
#1055
in der Medizin, ist Plastik ein wichtiger und sinnvoller Werkstoff.
#1056
Problematisch ist die zunehmende Verwendung von Plastik für
#1057
Einweg- und Wegwerfprodukte. Denn als langlebiges Produkt darf
#1058
Plastik nicht in erster Linie für wenige Minuten verwendet werden, wie das beispielsweise bei Trinkhalmen der Fall ist.
#1059
Da, wo es Alternativen gibt, müssen sie auch genutzt werden.
#1060
Die Europäische Kommission hat dieses Problem in ihrer


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