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vom 03.06.2026 PDF
#975
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Dadurch wird die Höhe der Besteuerung in den einzelnen Mitglied staaten besser vergleichbar.
#976Hingegen lehnen wir die Festsetzung von Mindeststeuersätzen innerhalb der EU ebenso ab wie die Zulässigkeit sogenannter Tax-Deals, mit denen große Unternehmen die Höhe ihrer eigenen Besteuerung mit den Behörden eines Mitgliedstaats individuell aushandeln können.
#977Gegen Steuerhinterziehung und für faire Besteuerung
#978Wir Freie Demokraten unterstützen den Kampf gegen Steuerhinterziehung.
#979Durch falsche Deklarierung von grenzüberschreitenden Geschäften gehen enorme Einnahmen bei der Umsatz- und Körperschafts teuer verloren: Hier müssen die Behörden der Mitgliedstaaten besser zusammenarbeiten.
#980Die Europä ische Union (EU) muss weiterhin konsequent gegen die Verlagerung von Gewinnen in Staaten vorge hen, die in Steuerfragen nicht kooperativ sind.
#981Neben einem funktionierenden Informationsaustausch der Finanzverwaltungen innerhalb der EU ist es auch erforderlich, Verrechnungspreise und Lizenzge bühren innerhalb von Konzernen steuerlich korrekt zu ermitteln.
#982Digitalisierung vorantreiben und nicht bestrafen
#983Wir Freie Demokraten stehen wie keine andere Partei in Deutschland für die Chancen der Digitalisie rung.
#984Daher wollen wir unseren Unternehmen den Weg in die digitale Wirtschaft erleichtern.
#985Überle gungen wie die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Digitalsteuer als eine Art zweite Umsatzsteuer stoßen bei uns auf Ablehnung.
#986Durch eine solche Konstruktion entstünde die Gefahr eines internationalen Steuerstreits mit Gegenreaktionen anderer Wirtschaftsräume sowie die Gefahr der Doppelbesteuerung digitaler Wertschöpfung.
#987Das würde erst recht gelten, wenn die Europäische Union eine solche Steuer einseitig einführen würde.
#988Vielmehr sollte die Diskussion über eine angemes sene Besteuerung der digitalen Wirtschaft auf OECD-/G20-Ebene fortgeführt werden.
#989Umsatzsteuersystem vereinfachen
#990Wir Freie Demokraten wollen ein einfaches und gerechtes Steuersystem.
#991Bürokratischer Aufwand für Steuerpflichtige und Finanzverwaltung sollen auf ein Minimum beschränkt werden.
#992Im Bereich der Umsatzsteuer bedeutet dies unter anderem, den Katalog der Leistungen, für die EU-Mitgliedstaaten die ermäßigte Umsatzsteuer erheben dürfen, zu verschlanken.
#993Ermäßigte Umsatzsteuersätze sollen in den Mitgliedstaaten künftig nur noch für Leistungen erhoben werden, die einen Bezug zum materiellen und kulturellen Grundbedarf haben.
#994Steuermehreinnahmen infolge der Abschaffung von ermäßigten Steuersätzen sollen in Deutschland vollumfänglich zur Senkung des Regelsteuersatzes eingesetzt wer den.
#995Darüber hinaus sollte durch eine präzisere Definition der europäischen Vorgaben die Anwendung des europäischen Umsatzsteuerrechts einfacher werden.
#996Die daraus bisher resultierenden bürokratischen Belastungen hindern gerade kleine Unternehmen an grenzüberschreitenden Aktivitäten.
#997EU-Haushalt: Blick für die Zukunft
#998Um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können, braucht die Europäische Union einen Haushalt, der zu kunftsweisende Schwerpunkte setzt.
#999Sie soll Geld dort ausgeben, wo es die europäische Idee stützt und weiterentwickelt und damit einen wirklichen Mehrwert für Europa schafft.
#1000Denn ein Europa, das rechnen kann, muss die Herausforderungen der Zukunft im Blick haben.
#1001Schuldenfrei und ohne eigene Steuern
#1002Wir Freie Demokraten wollen eine Europäische Union (EU), die schuldenfrei bleibt.
#1003Daher halten wir am Verschuldungsverbot für die EU fest.
#1004Ferner wollen wir die bestehenden Einnahmequellen der EU erhalten, also im Wesentlichen Einnahmen aus Eigenmitteln, wie etwa Zöllen, und wirtschaftskraftbe zogene Zuweisungen der Mitgliedstaaten (auf Grundlage des Bruttonationaleinkommens (BNE) der Mitgliedstaaten).
#1005Die Zuweisung eigener Steuern an die europäische Ebene oder die Einführung von EU-Steuern lehnen wir hingegen ab.
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