Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.06.2026 PDF
#911
Jeder Hektar zählt, denn weltweit schreitet die Zerstörung der Wälder voran.
#912
Jedes Jahr gehen netto circa sieben Millionen Hektar Wald flächen verloren.
#913
Dem müssen wir Einhalt gebieten.
#914
Es muss gewährleistet werden, dass die Wälder in den Mitgliedstaaten substanzerhaltend bewirtschaftet werden und diese Substanz nicht durch über mäßige Abholzung dezimiert wird.
#915
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bieten ein enormes Potential für Aufforstungen.
#916
So können beispielsweise aufgegebene landwirtschaftliche Flächen in Wald umgewandelt werden.
#917
Deshalb wollen wir in Zusammenarbeit mit deren Eigentümern den Erhalt sowie den Ausbau der Wälder Europas erreichen und unterstützen entsprechende Initiativen.
#918
Mit der Erderwärmung steigt die Anzahl der Waldbrände, was wir auch in Deutschland und Europa beobachten können.
#919
Waldbrände verursachen immense Schäden und gefährden das Leben von Menschen und Tie ren, sie vernichten auch wertvolle CO 2 -Senken.
#920
Daher setzen wir uns für eine Verbesserung des Brand schutzes ein – sowohl technisch als auch durch Waldumbau.
#921
Darüber hinaus können Waldschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern ein Mittel im Rahmen des REDD+-Konzepts des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) sein.
#922
Allerdings fordern wir, diese auch tatsächlich im Feld und nicht nur auf dem Papier umzusetzen.
#923
Hierbei denken wir insbesondere an Regenwaldholz.
#924
Illegale Importe müssen sanktioniert werden.
#925
Klimaschutz durch Innovation und Wettbewerb
#926
Wir brauchen eine moderne Klimapolitik.
#927
Eine Politik, die nicht auf Technikvorgaben und Verbote setzt, sondern den Wettbewerb emissionsarmer Energieträger fördert und in die Kraft neuer Technologien und die Kreativität des Marktes vertraut. Seien wir innovativ!
#928
Geben wir der Emission von CO 2 weltweit einen Preis: effiziente Klimapolitik durch die Kräfte und Kreativität des Marktes
#929
Wir Freie Demokraten wollen die Klimapolitik dadurch effizienter machen, dass wir die Kräfte und die Kreativität des Marktes und auch laufend neue technische Möglichkeiten wie zum Beispiel die Digita lisierung nutzen.
#930
Dazu müssen wir der zu reduzierenden Größe, der CO 2 -Emission, einen fühlbaren Preis geben.
#931
Damit würden Investitionen in Vermeidung von CO 2 -Emissionen unmittelbare wirtschaft liche Vorteile ergeben, sie würden sich rechnen.
#932
Ein solcher Preis für Emissionen müsste alle Sektoren einschließen, das heißt vom Strom über Wärme bis zu Mobilität und Transport.
#933
Die Reduzierung von CO 2 -Emissionen im Bereich der Industrie muss über CO 2 -mindernde Technologie vorangetrieben wer den.
#934
Klimapolitik ist Standortpolitik.
#935
Der CO 2 -Emissionspreis soll sich marktwirtschaftlich durch einen weltweit vereinbarten und stringent angelegten Emissionshandel (ETS) bilden.
#936
Die international völ kerrechtlich verbindlich (zum Beispiel im Rahmen des Paris-Nachfolgeprozesses) zu vereinbarende und entsprechend der Klimaziele zu reduzierende Menge der Zertifikate ist die Steuergröße.
#937
Sinnvoller weise sollten die fossilen Primärenergieträger „an der Quelle“ belastet werden.
#938
Internationale Sekto ren wie Luftverkehr und Schifffahrt sind mit einzuschließen.
#939
Wettbewerbsverzerrungen etwa bei den Energiepreisen, die durch einseitige nationale oder EU-weite Regelungen entstehen, werden so ver mieden.
#940
Eine Ausdehnung des im Energiesektor bereits gut funktionierenden Europäischen Emissionshandels Systems (EU ETS) auf die Sektoren Mobilität/Transport und Wärme beziehungsweise Kälte sowie lang fristig auf Forst- und Landwirtschaft wäre dafür ein notwendiger erster Schritt, allerdings noch nicht die endgültige Lösung, die weltweit sein muss.
#941
Andere, sektorale Maßnahmen wie die CO 2 Abgasgrenzwerte werden somit obsolet und können abgeschafft werden.


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