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vom 04.06.2026 PDF
#818
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Viele praxisferne Regelungen, die Waldbewirtschafter, Landwirtinnen und Landwirte, Jägerinnen und Jäger sowie Anglerinnen und Angler in Natura-2000-Gebieten erleben, sind auf nationale Verschärfun gen europäischer Vorgaben oder auf örtliche Managementpläne zurückzuführen.
#819Bei der Erreichung der Schutzzwecke müssen vor Ort stets die Wahl des mildesten Mittels und das Gebot der Verhältnis mäßigkeit Vorrang haben.
#820Bei der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) setzen wir uns für eine Dynamisierung der Schutzkategorien ein.
#821Arten wie Wolf oder Biber, deren Erhaltungszustand sich stabilisiert hat und die in einigen Regionen massive Schäden verursachen, müssen zu einem be stimmten Zeitpunkt aus dem starren Schutz des Anhangs IV der FFH-Richtlinie entlassen werden, um ein geordnetes Populationsmanagement nach Anhang V zu ermöglichen.
#822Ähnliches gilt im Rahmen der Vogelschutzrichtlinie für den Kormoran, der vielerorts den Fischartenschutz bedroht.
#823Wir Freie Demo kraten wollen darüber hinaus keine europäische Verschärfung des Jagd- und Waffenrechts.
#824Gemeinsame Fischereipolitik
#825Wir Freie Demokraten wollen eine europäische Fischereipolitik, welche eine nachhaltige Bewirtschaf tung der Meere sicherstellt und den Erholungswert der Gewässer für die Menschen stärkt.
#826Um Fisch bestände in Nord- und Ostsee zu sichern und die erfreuliche Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen zu können, die zu einer nachhaltigen Erholung geführt hat, setzen wir auf eine artenspezifische Anpas sung der Fangtechniken wie beispielsweise die Vergrößerung der Maschenweite von Fangnetzen sowie auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den mittelständischen Fischerei- und Kutterbetrieben.
#827Der Beifang soll bei den Fangquoten angerechnet werden.
#828Der Verlust von Fangnetzen muss konse quent sanktioniert werden.
#829Unabhängige und regelmäßige Kontrollen sollen die Einhaltung der Rege lungen sicherstellen.
#830Reduzierungen von Fangquoten müssen mit Hilfsmaßnahmen flankiert werden, um Berufsfischerinnen und Berufsfischer nicht in die Existenznot zu drängen.
#831Zur Entlastung der Wild fischbestände vor Europas Küsten wollen wir mit einheitlichen Standards die nachhaltige Fischerzeu gung in Aquakulturen beziehungsweise Aquafarming voranbringen.
#832Bestrebungen der Europäischen Kommission, das Freizeitangeln zunehmend den Vorgaben der Gemeinsamen Fischereipolitik und eng maschigen Datenerhebungen zu unterstellen, lehnen wir aus Gründen der Verhältnismäßigkeit ab.
#833Vorgaben wie Entnahmeoder Anlandungspflichten bei quotierten untermaßigen Fischen auch auf Anglerinnen und Angler zu übertragen, würde in den Mitgliedstaaten zu einem unangemessenen Kon trollaufwand führen.
#834Fokus auf Meerespolitik als Zukunftsaufgabe
#835Wir Freie Demokraten wollen einen Fokus auf Meerespolitik als Zukunftsaufgabe.
#836Meere und Ozeane spielen als Quelle für Nahrungsmittel, Rohstoffe und Energie, als Transportweg oder Erholungsgebiet eine wichtige Rolle bei wachsender Weltbevölkerung.
#837Die maritime Wirtschaft hat enormes Potential in Sektoren wie Wellen-, Tide- und Offshore-Windenergie, Aquakultur, Blauer Biotechnologie, Meeres bergbau und maritimem Tourismus.
#838Dennoch wissen wir mehr über Mond und Mars als über die Tief see der Erde.
#839Wir unterstützen daher den Ausbau der Meeresforschung und stehen für eine nachhal tige Meerespolitik, die wirtschaftliche Nutzung, Umweltschutz und Sicherheit in Einklang bringt.
#840Die Konsequenzen des Klimawandels wie auch Überfischung, Plastikmüll, Meeresverschmutzung und Pira terie stellen eine Gefahr für den größten Lebensraum der Erde dar.
#841Die Bewältigung dieser Herausfor derung muss schwerpunktmäßig global erfolgen.
#842Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Europa inter national seine Vorreiterrolle ausbaut – sowohl im Bereich von Innovation und Forschung als auch bei der ökonomischen und ökologischen Entwicklung der Meere.
#843Analog zu den flächendeckenden trans nationalen Vereinbarungen zum Schutz der Antarktis wollen wir auf europäischer Ebene die Voraus setzungen für eine vertragliche Übereinkunft nach dem Prinzip der freiwilligen Selbstverpflichtung der verschiedenen Akteure zum Schutz der Arktis schaffen.
#844Ein Europa, das unser Klima schützt
#845Der Klimawandel ist eine der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit.
#846Eine Herausforderung, der Europa sich stellen muss – mit europäischen und internationalen Lösungen.
#847Nur so lässt sich im Weltmaßstab wirklich etwas bewegen.
#848Nationale Alleingänge hingegen werden dieser globalen Auf gabe nicht gerecht.
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