Dokument lesen
-
vom 04.06.2026 PDF
#760
Fenster schließen und zurück
Wir begrüßen die Entwicklung globaler Emissionshandelssysteme durch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) im Luft verkehr und die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) im Schiffsverkehr.
#761Ein erstes Beispiel für globalen Klimaschutz könnte die weltweite ICAO-Selbstverpflichtung der Luftfahrtindustrie sein, sämtliche Akteure in den ICAO-Klimazertifikatehandel ab 2021 einzubeziehen.
#762Millionen Fahrerinnen und Fahrer von Dieselfahrzeugen werden europaweit durch bestehende und drohende Fahrverbote in ihrer Mobilität eingeschränkt und leiden finanziell unter der Entwertung ihrer oft nur wenige Jahre alten Fahrzeuge.
#763Handwerker und Gewerbetreibende müssen befürchten, ihren Geschäften bald nicht mehr in gewohnter Weise nachgehen zu können.
#764Ursache ist der europäische Jahresmittelgrenzwert für Stickstoffdioxid, der erhebliche Zweifel an seiner wissenschaftlichen Be gründbarkeit aufkommen lässt.
#765Deshalb fordern wir im Rahmen einer Evaluierung der EU Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG, den Jahresmittelgrenzwert von 40 Mikrogramm zum Schutz der menschlichen Gesundheit im Hinblick auf neuere medizinische Erkenntnisse auf den Prüfstand zu neh men.
#766Angesichts der auch in der Öffentlichkeit geäußerten Zweifel von Fachmedizinern, ob diesem Grenzwert wissenschaftlich belastbare medizinische Erkenntnisse zugrunde liegen, sind diese Ein schätzungen vor Ergreifen ordnungspolitischer Maßnahmen ergebnisoffen zu überprüfen.
#767Zudem fehlt es an klaren EU-Vorgaben zur Luftschadstoffqualitätsbestimmung, die Messergebnisse und Resultate von Luftqualitätsprognosen europaweit vergleichbar machen.
#768Daher fordern wir auf europäischer Ebene ein Moratorium zur Aussetzung der Luftqualitätsrichtlinie, um die notwendigen Maßnahmen zur Luftreinhaltung in einem geordneten Verfahren umsetzen zu können und damit Fahrverbote zu vermeiden.
#769Wir fordern ein klares Regelwerk für eine europaweit vergleichbare Luftqualitätsbestim mung.
#770Europaweit faire Wettbewerbsbedingungen, vor allem im Luft- und Schienenverkehr Wir Freie Demokraten fordern europaweit faire Wettbewerbsbedingungen insbesondere im Luft- und Schienenverkehr, der durch staatliche Beteiligungen massiv verzerrt wird.
#771Schieneninfrastruktur muss europaweit diskriminierungsfrei für alle Bahnen im Personen- und Güterverkehr zur Verfügung gestellt werden.
#772Im Luftverkehr dürfen nicht unterschiedliche nationale Subventionen beziehungsweise Belas tungen dazu führen, dass es in Deutschland keine Knotenpunktflughäfen (Hubs) mehr gibt, weil die Airlines mit wettbewerbsverzerrenden Maßnahmen entgegen der Kundennachfrage auf andere Stand orte gelenkt werden.
#773Agrarpolitik marktwirtschaftlich modernisieren und Lebensräume schützen Europa ist geprägt durch vielfältige ländliche Räume.
#774Zugleich steht die europäische Landwirtschaft vor einem großen Strukturwandel.
#775Die Gemeinsame Agrarpolitik muss deshalb marktwirtschaftlich modernisiert werden.
#776Wir brauchen weniger Bürokratie, fairen Wettbewerb, stärkere Anreize für un ternehmerisches Handeln und mehr Investitionen in innovative Forschung und Technik.
#777Der Tierschutz darf nicht an Ländergrenzen enden.
#778Gestalten wir die Agrarpolitik neu und erhalten wir die vielfältigen Lebensräume auf unserem Kontinent!
#779Gemeinsame Agrarpolitik
#780Wir Freie Demokraten wollen die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) marktwirtschaftlich modernisieren.
#781Die Vorgaben der Europäischen Union sollen entbürokratisiert und größere Spielräume für die Mit gliedstaaten geschaffen werden, ohne neue Wettbewerbsverzerrungen auszulösen.
#782So soll etwa die GAP nicht zulasten der Entwicklungsländer betrieben werden.
#783Zusätzlich zur infrastrukturellen Förde rung ländlicher Räume wollen wir die landwirtschaftlichen Betriebe dabei unterstützen, schrittweise unabhängig von Fördermitteln zu werden.
#784Ziel unserer Agrarpolitik ist es, ihnen Chancen auf wirt schaftlichen Erfolg, digitalen Fortschritt und eine eigenverantwortliche Risikovorsorge gegen zuneh mende Witterungsrisiken zu ermöglichen.
#785Daher setzen wir uns für Bürokratieabbau, Markttranspa renz, fairen Wettbewerb und marktwirtschaftliche Lieferbeziehungen mit klaren Rahmenbedingungen ein.
#786Zudem muss die Agrarpolitik Vertrauen in die Sachkunde und das selbstbestimmte Wirtschaften der Landwirtinnen und Landwirte setzen.
#787Im steten Dialog mit den landwirtschaftlichen Betrieben müs sen dabei auch die Agrarsubventionen sukzessive abgebaut werden, um die Unabhängigkeit europäi scher Landwirtinnen und Landwirte langfristig tatsächlich zu erreichen.
#788Die Zahlung von Agrarsubven tionen an Betriebe, die diese nicht benötigen, lehnen wir bereits heute ab.
#789Schließlich wollen wir ge meinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten und Gebietskörperschaften ein Konzept für notwen dige Kulturlanderhaltung und mögliche Renaturierung von landwirtschaftlich nicht mehr genutzten Flächen entwickeln.
#790Digitale Landwirtschaft 4.0
Fenster schließen und zurück
Anzeige: