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vom 04.06.2026 PDF
#611
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Wir Freie Demokraten wollen die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes, der vor über 30 Jahren von Jacques Delors initiiert wurde.
#612Dazu besteht dringender Handlungsbedarf, und zwar vor allem in jenen Bereichen der Wirtschaft, die aufgrund nationaler Standards von EU-einheitlichen Wettbewerbs verhältnissen weit entfernt sind.
#613Ganz vorne steht dabei ein gemeinsamer Binnenmarkt für Digitales und Energie.
#614Wir fordern dazu eine einheitliche rechtliche Basis und gemeinsame technische Standards auf der europäischen Ebene.
#615Dadurch können bessere Bedingungen für Verbraucherinnen und Ver braucher, mehr Wachstum, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität erreicht werden.
#616Freie Berufe und Selbstständige in Europa
#617Wir Freie Demokraten wollen die Freizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit für freie Berufe und Selbst ständige sichern und erleichtern.
#618Dies ist Grundlage eines fairen Wettbewerbs in Europa.
#619In den Mit gliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben sich insbesondere bei freien Berufen unterschiedliche Systeme von Leistungserbringung, Selbstverwaltung und Selbstkontrolle herausgebildet.
#620Diese Unter schiede gilt es bei Rechtsakten der EU zu berücksichtigen.
#621„Grenz-Scout“ – grenzüberschreitende Zusammenarbeit
#622Gemeinsame Infrastrukturprojekte mit unseren EU-Nachbarländern tragen dazu bei, die Verbindung von grenzüberschreitenden Regionen zueinander zu verbessern und den gemeinsamen Austausch zu intensivieren.
#623Hieraus können sich Standortvorteile sowie Vorteile für den Güter- und Personenver kehr oder für die Ansiedlung von Unternehmen ergeben.
#624Infrastrukturlücken, die wegen der histori schen Grenzen bestehen, müssen geschlossen werden.
#625Ein zentraler Ansprechpartner, der sowohl mit den Vorschriften und Planungssowie Genehmigungsverfahren diesseits und jenseits der Grenze ver traut ist, kann als „Grenz-Scout“ diese Projekte aktiv unterstützen.
#626Dabei muss sichergestellt sein, dass der „Grenz-Scout“ aktiv zum Bürokratieabbau beiträgt und Verfahren erleichtert.
#627Chancen des Freihandels nutzen
#628Tendenzen des Protektionismus wachsen weltweit.
#629Dabei ist der Freihandel Motor für unseren Wohl stand.
#630Er schafft Grundlagen für Beschäftigung und Einkommen.
#631Waren und Produkte aus aller Welt sind Normalität geworden.
#632Sie bereichern unseren Alltag.
#633Nutzen wir diese Chancen!
#634Verteidigung der liberalen Welthandelsordnung und der Welthandelsorganisation (WTO) Wir Freie Demokraten wollen auf Regeln basierenden Freihandel, und zwar möglichst weltweit.
#635Die Liberalisierung der Märkte für Güter und Dienste seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat der Menschheit Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität gebracht.
#636Sie hat auch zum globalen Frieden einen wichti gen Beitrag geleistet, nicht zuletzt durch immer engere Handelsbeziehungen zwischen früheren Fein den.
#637Diesen Weg wollen wir fortsetzen, und zwar im Rahmen des multilateralen Regelwerks der Welt handelsorganisation (WTO), das sich bewährt hat.
#638Nationale Alleingänge und Willkürzölle lehnen wir ab.
#639Wir treten diesem Trend entschieden entgegen – durch Verteidigung der liberalen Regeln der WTO.
#640Dazu gehört auch, dass die Europäische Union gegen allfällige Verletzungen dieser Regeln klagen und verklagt werden kann und nach Autorisierung durch die WTO – als Ultima Ratio – angemessene Ge genmaßnahmen ergreift.
#641Außerdem wollen wir die WTO als zentralen Ort zur Schaffung eines fairen und regelbasierten globalen Welthandelssystems mit einem effektiven System der Streitbeilegung stärken.
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