Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 04.06.2026 PDF
#598
Er soll zwischen 2021 und 2027 650 Milliarden Euro (in laufenden Preisen) an zusätzlichen Investitionen mobilisieren.
#599
Dies setzt jedoch eine unabhängige externe Evaluation voraus, die insbe sondere nachweist, dass die durch den EFSI mobilisierten Investitionen ansonsten nicht vorgenommen worden wären (sogenannte Additionalität).
#600
Regionale Potentiale fördern, statt traditionelle Strukturen verwalten Wir Freie Demokraten wollen eine grundlegende Reform der EU-Kohäsionspolitik, welche den Zusam menhalt zwischen den Regionen und zwischen den EU-Mitgliedstaaten fördern soll.
#601
Regionalpolitik nach dem Gießkannenprinzip ist ebenso fehl am Platze wie eine Politik der Subventionierung alter Wirtschaftssektoren, Industrien und überkommener Geschäftsmodelle.
#602
In der regionalen Entwicklungspolitik sowie in der Forschungs- und Innovationspolitik müssen auch länderübergreifende Kooperationen angestrebt werden.
#603
Dabei sind folgende Zieldimensionen – nach absteigender Priorität – zu berücksichtigen: 1. Subsidiäre Unterstützung für schwache Regionen, damit ein Minimum an ökonomischer und sozialer Leistungskraft vor Ort gehalten und entwickelt werden kann.
#604
2. Stärkung von Regionen mit Entwicklungspotential, damit deren Potentiale gehoben werden können.
#605
Dabei gilt es die Voraussetzungen für bestmöglichste Entwicklungen zu schaffen.
#606
Deren Fehlen hat in der Vergangenheit zu massiver Abwanderung junger Leistungsträger geführt: öffentliche Bildungs- und Forschungseinrichtungen mit qualitativ hohen Standards, private Investitionen in innovative Techno logien, Netzwerke zwischen Hochschulen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
#607
Zwischen den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds – namentlich dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländli chen Raumes (ELER), dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Kohäsionsfonds – bedeutet dies eine Gewichtsverlagerung zugunsten des EFRE, der sich noch stärker als bisher in den geförderten Re gionen Europas auf die strukturellen Ursachen von Wachstumsschwächen und Innovationshemmnis sen konzentrieren soll.
#608
Außerdem sollen mehr Mittel des EFRE für die grenzüberschreitende Zusam menarbeit bereitgestellt werden.
#609
Insbesondere grenzübergreifende Investitionen in Infrastruktur und Verkehr sind nötig, um wirtschaftliche Potentiale regional und grenzübergreifend zu fördern.
#610
Für die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes
#611
Wir Freie Demokraten wollen die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes, der vor über 30 Jahren von Jacques Delors initiiert wurde.
#612
Dazu besteht dringender Handlungsbedarf, und zwar vor allem in jenen Bereichen der Wirtschaft, die aufgrund nationaler Standards von EU-einheitlichen Wettbewerbs verhältnissen weit entfernt sind.
#613
Ganz vorne steht dabei ein gemeinsamer Binnenmarkt für Digitales und Energie.
#614
Wir fordern dazu eine einheitliche rechtliche Basis und gemeinsame technische Standards auf der europäischen Ebene.
#615
Dadurch können bessere Bedingungen für Verbraucherinnen und Ver braucher, mehr Wachstum, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität erreicht werden.
#616
Freie Berufe und Selbstständige in Europa
#617
Wir Freie Demokraten wollen die Freizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit für freie Berufe und Selbst ständige sichern und erleichtern.
#618
Dies ist Grundlage eines fairen Wettbewerbs in Europa.
#619
In den Mit gliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben sich insbesondere bei freien Berufen unterschiedliche Systeme von Leistungserbringung, Selbstverwaltung und Selbstkontrolle herausgebildet.
#620
Diese Unter schiede gilt es bei Rechtsakten der EU zu berücksichtigen.
#621
„Grenz-Scout“ – grenzüberschreitende Zusammenarbeit
#622
Gemeinsame Infrastrukturprojekte mit unseren EU-Nachbarländern tragen dazu bei, die Verbindung von grenzüberschreitenden Regionen zueinander zu verbessern und den gemeinsamen Austausch zu intensivieren.
#623
Hieraus können sich Standortvorteile sowie Vorteile für den Güter- und Personenver kehr oder für die Ansiedlung von Unternehmen ergeben.
#624
Infrastrukturlücken, die wegen der histori schen Grenzen bestehen, müssen geschlossen werden.
#625
Ein zentraler Ansprechpartner, der sowohl mit den Vorschriften und Planungssowie Genehmigungsverfahren diesseits und jenseits der Grenze ver traut ist, kann als „Grenz-Scout“ diese Projekte aktiv unterstützen.
#626
Dabei muss sichergestellt sein, dass der „Grenz-Scout“ aktiv zum Bürokratieabbau beiträgt und Verfahren erleichtert.
#627
Chancen des Freihandels nutzen
#628
Tendenzen des Protektionismus wachsen weltweit.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: