Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 04.06.2026 PDF
#588
Um die Wettbe werbsfähigkeit von KMU und ihre Finanzierungsmöglichkeiten sicherzustellen, wollen wir bestehende Förderprogramme wie „Horizont 2020“ und das Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unter nehmen und für KMU (COSME) beibehalten und weiterentwickeln.
#589
KMU-Definition an die Lebensrealität anpassen
#590
Wir Freie Demokraten wollen die bisherige Definition der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) auf europäischer Ebene der Lebensrealität anpassen.
#591
Auch kleinere Unternehmen mit mittelgroßer Kapitalisierung („Small-Mid Caps“) und bis zu 500 statt 250 Mitarbeitern sollen zukünftig als KMU gel ten und in ausgewählten EU-Politikbereichen – etwa in der Umwelt-, Klimaoder Außenwirtschaftspo litik – als solche berücksichtigt werden können.
#592
Diese Regelung soll auch Familienunternehmen, in de nen der Unternehmer einen maßgeblichen persönlichen Einfluss ausübt, das unternehmerische Risiko trägt und das Unternehmen seine persönliche Erwerbs- und Existenzgrundlage sichert, mit umfassen.
#593
Dies stärkt gerade den deutschen Mittelstand und wird die Unternehmen erheblich – beispielsweise von europäischen Berichtspflichten und damit europäischer Bürokratie – entlasten.
#594
Stärkung des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) beziehungsweise „InvestEU“ Wir Freie Demokraten unterstützen nachdrücklich den zentralen Teil des „Investitionsplanes für Eu ropa“, mit dem die Europäische Union eine verbesserte, zielgenauere Verwendung von EU Haushaltsmitteln anstrebt.
#595
Mithilfe der Europäischen Investitionsbank (EIB) sollen auf diesem Wege bis 2020 mindestens 500 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionszusagen mobilisiert werden – mit Schwerpunkten auf Infrastruktur, Forschung und Entwicklung von klimaschonenden Technologien so wie Innovationen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU).
#596
Auch die ökologische Weiterentwicklung von Europa soll dadurch gefördert werden (zum Beispiel die Entwicklung klimafreundlicher Antriebs techniken und E-Fuels).
#597
Zur Sicherung weiterer zukunftsweisender Investitionen und Innovationen for dern wir Freie Demokraten eine Durchsetzung der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Aufstockung des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) unter dem Namen „In vestEU“.
#598
Er soll zwischen 2021 und 2027 650 Milliarden Euro (in laufenden Preisen) an zusätzlichen Investitionen mobilisieren.
#599
Dies setzt jedoch eine unabhängige externe Evaluation voraus, die insbe sondere nachweist, dass die durch den EFSI mobilisierten Investitionen ansonsten nicht vorgenommen worden wären (sogenannte Additionalität).
#600
Regionale Potentiale fördern, statt traditionelle Strukturen verwalten Wir Freie Demokraten wollen eine grundlegende Reform der EU-Kohäsionspolitik, welche den Zusam menhalt zwischen den Regionen und zwischen den EU-Mitgliedstaaten fördern soll.
#601
Regionalpolitik nach dem Gießkannenprinzip ist ebenso fehl am Platze wie eine Politik der Subventionierung alter Wirtschaftssektoren, Industrien und überkommener Geschäftsmodelle.
#602
In der regionalen Entwicklungspolitik sowie in der Forschungs- und Innovationspolitik müssen auch länderübergreifende Kooperationen angestrebt werden.
#603
Dabei sind folgende Zieldimensionen – nach absteigender Priorität – zu berücksichtigen: 1. Subsidiäre Unterstützung für schwache Regionen, damit ein Minimum an ökonomischer und sozialer Leistungskraft vor Ort gehalten und entwickelt werden kann.
#604
2. Stärkung von Regionen mit Entwicklungspotential, damit deren Potentiale gehoben werden können.
#605
Dabei gilt es die Voraussetzungen für bestmöglichste Entwicklungen zu schaffen.
#606
Deren Fehlen hat in der Vergangenheit zu massiver Abwanderung junger Leistungsträger geführt: öffentliche Bildungs- und Forschungseinrichtungen mit qualitativ hohen Standards, private Investitionen in innovative Techno logien, Netzwerke zwischen Hochschulen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
#607
Zwischen den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds – namentlich dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländli chen Raumes (ELER), dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Kohäsionsfonds – bedeutet dies eine Gewichtsverlagerung zugunsten des EFRE, der sich noch stärker als bisher in den geförderten Re gionen Europas auf die strukturellen Ursachen von Wachstumsschwächen und Innovationshemmnis sen konzentrieren soll.
#608
Außerdem sollen mehr Mittel des EFRE für die grenzüberschreitende Zusam menarbeit bereitgestellt werden.
#609
Insbesondere grenzübergreifende Investitionen in Infrastruktur und Verkehr sind nötig, um wirtschaftliche Potentiale regional und grenzübergreifend zu fördern.
#610
Für die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes
#611
Wir Freie Demokraten wollen die Vollendung des Europäischen Binnenmarktes, der vor über 30 Jahren von Jacques Delors initiiert wurde.
#612
Dazu besteht dringender Handlungsbedarf, und zwar vor allem in jenen Bereichen der Wirtschaft, die aufgrund nationaler Standards von EU-einheitlichen Wettbewerbs verhältnissen weit entfernt sind.
#613
Ganz vorne steht dabei ein gemeinsamer Binnenmarkt für Digitales und Energie.
#614
Wir fordern dazu eine einheitliche rechtliche Basis und gemeinsame technische Standards auf der europäischen Ebene.
#615
Dadurch können bessere Bedingungen für Verbraucherinnen und Ver braucher, mehr Wachstum, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität erreicht werden.
#616
Freie Berufe und Selbstständige in Europa
#617
Wir Freie Demokraten wollen die Freizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit für freie Berufe und Selbst ständige sichern und erleichtern.
#618
Dies ist Grundlage eines fairen Wettbewerbs in Europa.


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