Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.06.2026 PDF
#480
Ebenso soll die Europäische Agentur für Sprunginnovationen, wo notwendig, vertikale Inkubatoren als Mittler zwi schen kleinen und mittleren und großen Unternehmen einsetzen.
#481
Eine Verschmelzung mit dem Euro päischen Institut für Innovation und Technologie sollte langfristig erreicht werden.
#482
Die Agentur soll nach dem Vorbild der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) in den USA auch durch militärische Mittel koordiniert und vorangetrieben werden.
#483
Disruptive Trends europäisch angehen und Unabhängigkeit wahren
#484
Wir Freie Demokraten wollen die Europäische Union (EU) bis zum Jahr 2030 zum modernsten und innovativsten Raum weiterentwickeln.
#485
Daher fordern wir die Weiterentwicklung von „Horizont Eu ropa“ mit klaren Schwerpunkten in den Bereichen Biotechnologie, Gentechnologie, Gesundheitstech nologien, Chemie, Energietechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Mobilität und Nanotechnologie.
#486
Dabei muss der Technologie- und Wissenschaftstransfer verstärkt werden.
#487
Hierzu sollen die europäischen Richtlinien zur Zulassung neuer Technologien zügig angepasst werden, um eine Markteinführung nicht unnötig zu verzögern, sondern den Wirtschaftsraum EU in seiner Innovations kraft zu stärken.
#488
Disruptive Innovationen wie zum Beispiel die Genschere CRISPR/Cas9 sollten nach realen wissenschaftlichen Risiken und nicht nach Richtlinien aus 2001 bewertet oder gerichtlich ent schieden werden.
#489
Gleichzeitig sprechen wir uns für einen europäischen Bürgerdialog über die Chancen und Risiken neuer Technologien aus, um die Akzeptanz neuer Technologien zu verbessern.
#490
Künstliche Intelligenz
#491
Wir Freie Demokraten begrüßen die schnelle Entwicklung bei künstlicher Intelligenz.
#492
Sie ist nicht der befürchtete „Job-Killer“, sondern stellt eine Chance dar, die globale Wettbewerbsfähigkeit der euro päischen Industrie langfristig zu sichern.
#493
Die Europäische Union benötigt eigene Entwicklungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
#494
Daher fordern wir die Weiterentwicklung einer gemeinsamen europäi schen Strategie in diesem Bereich mit der Erarbeitung von zukunftsweisenden Prinzipien zu rechtli chen, gesellschaftlichen und ethischen Fragen, die die Bürgerinnen und Bürger schützt und gleichzeitig der Forschung Zugang zu relevanten Daten ermöglicht.
#495
Modernes Recht für die digitale Gesellschaft
#496
Die Digitalisierung verändert die Welt grundlegend.
#497
Sie bietet für Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft in Europa enorme Potentiale.
#498
Ein Europa der Innovation kann auch weltweit zum Vorreiter für Cyber- und Datensicherheit werden. Lasst uns jetzt anfangen!
#499
Für Datenschutzsicherheit als Standortvorteil Europas
#500
Wir Freie Demokraten wollen einen Raum der Freiheit und Sicherheit für die Daten der Bürgerinnen und Bürger.
#501
Wir werden uns dafür einsetzen, dass europäische Forschungsmittel gezielt zur Erfor schung von Datenschutztechnologien und -infrastruktur verwendet werden.
#502
Ziel sollte ein weitestge hend autarkes Europa mit eigenen Cloud-Anbietern und europäischen Datenschutzstandards sein, um etwa die Abhängigkeit von außereuropäischen Cloud-Anbietern zu verringern und damit die Daten von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Unternehmen besser zu schützen.
#503
Cybersicherheit
#504
Wir Freie Demokraten wollen Cybersicherheit stärken und auf europäischer Ebene strategisch voran treiben.
#505
Sicherheit im Netz bekommt durch die Digitalisierung eine neue Dimension.
#506
Hier müssen die Ressourcen in der nationalen Verantwortung von Beginn an koordiniert werden.
#507
Neben unserer Infor mationstechnologie müssen kritische Infrastrukturen wie die öffentliche Strom- und Wasserversor gung oder Krankenhäuser besser vor digitalen Angriffen geschützt werden.
#508
Dazu brauchen wir verbind liche europäische Mindeststandards und Grundsätze für IT-Sicherheit und eine effektive Cybersicher heitsstruktur, nicht nur für kritische Infrastruktureinrichtungen, sondern auch für Verbraucherpro dukte, die von der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) koordiniert wer den.
#509
Hersteller von Hard- und Software müssen eindeutig für IT-Sicherheitslücken haften und ver pflichtet werden, während der üblichen Nutzungsdauer eines Produktes Patches bereitzustellen, um Sicherheitslücken zu schließen.
#510
Sollte es wirtschaftlich nicht möglich sein, dies über die Gewährleis tungszeit hinaus sicherzustellen, muss der Hersteller verpflichtet werden, auf dem Produkt deutlich auf die Dauer der Gewährleistung der IT-Sicherheit hinzuweisen.


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