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vom 03.06.2026 PDF
#295
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Die Bologna-Reform hat bereits den Studierenden ermöglicht, ihr Studium an Hochschulen in verschiedenen Ländern zu absolvieren.
#296Die Chance, die Ausbildung in anderen Ländern der Europäi schen Union (EU) zu absolvieren, soll auf die berufliche Ausbildung ausgeweitet werden.
#297Zudem sollen alle Schülerinnen und Schüler in der EU – unabhängig von den finanziellen Verhältnissen – die Mög lichkeit bekommen, mindestens sechs Monate ihrer Schulzeit in einem anderen Mitgliedstaat zu ver bringen.
#298Dazu soll die gegenseitige Anerkennung von Zeugnissen und auch unterjährigen Ausbildungs leistungen erleichtert werden.
#299Auch deshalb wollen wir Bildungsfreizügigkeit als neue Grundfreiheit einführen.
#300Schülerinnen und Schüler sollen einfach umziehen können
#301Wir Freie Demokraten wollen, dass Kinder beim Umzug in einen anderen EU-Mitgliedstaat problemlos Anschluss in der Schule haben können.
#302Der Umzug in ein anderes Land mit den Eltern ist für Kinder oft ein Bruch in der Bildung.
#303Wir wollen klare Regeln, wie Schulnoten und Schulklasse zwischen den ver schiedenen Mitgliedstaaten fair umgerechnet werden können.
#304Abschlüsse an der Sekundarschule des einen Landes sollen in anderen Ländern anerkannt werden.
#305Jugendarbeitslosigkeit durch einen europäischen Berufsausbildungsmarkt bekämpfen Wir Freie Demokraten wollen, dass junge Menschen zukunftsfähige Qualifikationen erwerben und da nach schnell ihre erste Arbeit finden können.
#306Denn Jugendarbeitslosigkeit aufgrund mangelnder Ar beitsplätze hindert Menschen am Eintritt in die Berufswelt und das selbstständige Leben.
#307Europa soll aber ein Kontinent der besten Chancen gerade für junge Menschen sein.
#308In Zeiten, in denen sich in Europa der Fachkräftemangel einerseits und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit andererseits gegenüber stehen, muss Europa funktionierende Austauschmöglichkeiten schaffen, die jungen Menschen und Ar beitgebern offenstehen.
#309Wir wollen deshalb einen gemeinsamen Berufsausbildungsmarkt etablieren.
#310Ein erster Schritt dazu ist, dass nationale Arbeitsagenturen miteinander statt isoliert arbeiten, besonders im Bereich des Berufs einstiegs.
#311Dabei sollen auch die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern einge bunden werden.
#312Ebenso wollen wir eine duale Berufsausbildung etablieren.
#313Für Schul-, Ausbildungs und Hochschulabsolventen soll der Zugang in die Ausbildungs- und Arbeitsmärkte anderer Mitglied staaten so leicht wie möglich werden.
#314Wir glauben, dass eine gegenseitige Anerkennung von Bildungs abschlüssen, Ausbildungen, Praktika und Traineezeiten einen relevanten Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit insbesondere in süd-osteuropäischen Ländern leisten wird, da dies die tatsäch liche Möglichkeit erhöht, eine Arbeitsstelle in anderen EU-Ländern annehmen zu können.
#315Dazu muss die gegenseitige Anerkennung erheblich vereinfacht und beschleunigt sowie die Harmonisierung der Startzeitpunkte von Ausbildungen oder den Zeiträumen der Abschlussprüfungen verbessert werden.
#316Wir wollen eine Europäische Ausbildungsagentur (EAA) gründen, welche freie Ausbildungsplätze in an deren EU-Mitgliedstaaten vermittelt.
#317Junge Menschen, die auf Vermittlung der EAA im Ausland ein Ausbildungsplatzangebot erhalten haben, dieses aber aufgrund von Sprachbarrieren nicht annehmen können, sollen von ihr außerdem Sprachprogramme vermittelt bekommen.
#318Erasmus+-Programme in der beruflichen Bildung ausweiten
#319Wir Freie Demokraten setzen uns für die Ausweitung des Erasmus+-Programms auf allen Ebenen von Bildung und Ausbildung ein.
#320Der Ausbau der Mittel für Erasmus+ soll noch mehr jungen Menschen einen Studienoder Praktikumsaufenthalt im europäischen Ausland ermöglichen.
#321Jedem jungen Menschen muss es möglich sein, einen Teil oder seine ganze Ausbildung in einem ande ren Land der Europäischen Union zu absolvieren.
#322Austauschprogramme in Bildung, Sprache, Sport oder Kultur sind wertvolle Investitionen, nicht nur in Aus-, Bildungs- und Weiterbildungschancen, sondern auch in eine europäische Bürgerschaft.
#323Die hohen Zugangshürden der entsprechenden Förderpro gramme müssen dringend gesenkt werden.
#324Wer an diesen Förderprogrammen teilnimmt, soll an den Bildungsinstitutionen jedes EU-Landes jederzeit willkommen sein.
#325Um die Teilnahme von Auszubilden den und Berufsschülerinnen und -schülern an europäischen Austauschprogrammen zu vereinfachen, soll die Nationale Agentur Bildung für Europa des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) analog zum Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zu einer leistungsstarken Austauschagentur für die berufliche Bildung ausgebaut werden.
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