Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.06.2026 PDF
#180
Ein transparentes europäisches Wahlsystem
#181
Wir Freie Demokraten wollen, dass das Europäische Parlament nach einem einheitlichen Wahlrecht mit staatenübergreifenden Listen und Spitzenkandidatinnen und -kandidaten gewählt wird.
#182
Wir wollen jeder EU-Bürgerin und jedem EU-Bürger eine Auswahl mit europäischen Listen geben.
#183
Die Aufstellung von Spitzenkandidatinnen und -kandidaten oder Spitzen-Teams garantiert schließlich und stellt den politischen Druck her, dass nur solche Personen an die Spitze der Kommission gelangen können, die bei Wahlen persönlich den größten Rückhalt errungen haben.
#184
Kommissionspräsidentin oder Kommis sionspräsident soll jene Kandidatin beziehungsweise jener Kandidat werden, welche oder welcher eine Mehrheit im Parlament auf sich vereinen kann.
#185
Europäisches Parlament als Vollparlament mit einem festen Tagungsort
#186
Wir Freie Demokraten wollen den „Wanderzirkus“ des Europäischen Parlaments zwischen Straßburg und Brüssel beenden.
#187
Das Europäische Parlament soll einen festen Tagungsort haben und selbst über seinen Sitz entscheiden können.
#188
Das spart Zeit und Geld im Vergleich zum Parallelbetrieb zwischen zwei Parlamentssitzen sowie der Unterbringung eines Teils der Parlamentsverwaltung in Luxemburg.
#189
Außerdem wollen wir das Parlament mit vollem Initiativrecht ausstatten.
#190
So können die Fraktionen und die Abgeordneten selbst Schwerpunkte setzen, die dem Wählerauftrag stärker entsprechen.
#191
Eine schlanke EU-Kommission als europäische Regierung
#192
Wir Freie Demokraten streben ein effizientes Handeln auf europäischer Ebene an.
#193
Die EU-Kommission soll auf höchstens 18 Kommissare verkleinert werden.
#194
Hierbei sollten klare und einfach zurechenbare Ressorts vergeben werden, die den EU-Zuständigkeiten entsprechen.
#195
Damit kann sich die Kommission wirksam auf die Bereiche mit europäischem Mehrwehrt konzentrieren.
#196
Eine Kommission mit starken Persönlichkeiten zum Beispiel im Wettbewerbsrecht, im Binnenmarkt und der Finanzpolitik, bei der Energiepolitik, bei der Inneren Sicherheit und der Wahrung der Rechtsstaatlichkeit, beim Umwelt- und Verbraucherschutz, bei der Sozialpolitik und in der Außenhandels- und Entwicklungspolitik stärkt nicht nur die Effizienz des Kollegiums, sondern auch das Ansehen bei den Bürgerinnen und Bürgern.
#197
Ein transparenter Rat als zweite Kammer
#198
Wir Freie Demokraten wollen, dass alle Sitzungen des Europäischen Rates, des Ministerrates und aller anderen zwischenstaatlichen EU-Gremien (wie der Euro-Gruppe) live übertragen werden und die Pro tokolle dieser Sitzungen und Ratsdokumente online veröffentlicht werden.
#199
Mit mehr Transparenz er reichen wir, dass die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedstaaten stärker als zuvor als zweite Kammer innerhalb der Europäischen Union agieren und den Bürgerinnen und Bürgern verständlicher wird, wie die nationalen Positionen zu EU-Themen begründet werden.
#200
Der europäische Konvent als Weg zu einer Europäischen Verfassung
#201
Wir Freie Demokraten wollen unsere Forderungen möglichst rasch umsetzen und die im Vertrag von Lissabon vorgesehenen Mechanismen zu Vertragsanpassungen nutzen.
#202
So kann zum Beispiel mit ein stimmigen Ratsbeschlüssen eine Vertiefung oder Vereinfachung der Stimmregeln erfolgen.
#203
Anderer seits ist es wichtig, grundlegende Reformen zu den Aufgaben oder der Zusammensetzung der Institu tionen mit breiter demokratischer Unterstützung anzustoßen.
#204
Daher setzen wir uns dafür ein, nach der Wahl einen Europäischen Konvent nach Art.
#205
48 des Vertrages über die Europäische Union (EUV) bis spätestens 2022 einzuberufen.
#206
Dieser soll aus Vertreterinnen und Vertretern der nationalen Parla mente und Regierungen, des Europäischen Parlaments und der Kommission zusammengesetzt wer den.
#207
Zugleich fordern wir, dass der Konvent im offenen und umfassenden Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern Europas mit breiten Beteiligungsmöglichkeiten selbst Bürgerdialoge und Bürgerbefragun gen durchführt und online Eingaben berücksichtigt, bevor er seine Reformvorschläge für eine Europä ische Verfassung der nächsten Regierungskonferenz unterbreitet.
#208
Über die neue Europäische Verfas sung sollen die europäischen Bürgerinnen und Bürger in einer gemeinsamen europäischen Volksab stimmung abstimmen und damit die Grundlage für die Europäische Union der Zukunft schaffen.
#209
Brexit
#210
Der Austritt Großbritanniens ist ein großer Verlust für die Europäische Union (EU) – aber in erster Linie für Großbritannien selbst.


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