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vom 03.06.2026 PDF
#147
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Wir Freie Demokraten wollen in allen Ämtern in Europa Englisch als zusätzliche Verwaltungssprache einführen.
#148In einem ersten Schritt kann dies über zentrale Anlaufstellen gewährleistet werden.
#149Ziel muss es sein, dass Bürgerinnen und Bürger Englisch als Verkehrssprache nutzen können.
#150Denn alle Europäerinnen und Europäer sollen in anderen europäischen Ländern einfacher mit staatlichen Stellen sprechen können.
#151Das ist eine große Erleichterung für Reisen, Arbeit, Ausbildung und Studium.
#152Deshalb unterstützen wir es, wenn Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter Englisch lernen.
#153Mehr digitale Beteiligung
#154Wir Freie Demokraten wollen eine stärkere Verbindung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und ihren Mandatsträgern im Parlament.
#155Daher fordern wir die Einrichtung von mehr digitalen Beteili gungsformen auf der Basis eines elektronischen Personalausweises für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger.
#156Hierzu sind Online-Befragungen und Diskussionsforen sowie direkte Kontakte zu Politikerinnen und Politikern über soziale Medien vielversprechend.
#157In einem späteren Schritt lassen sich hiermit auch politische Befragungen und Abstimmungen in Ergänzung der Europawahlen digital durchführen und die Hürden für eine erfolgreiche EU-Bürgerinitiative abbauen.
#158Mehr Bürgerdialoge und Hausparlamente zu Europa
#159Wir Freie Demokraten wollen mehr und neue Formate, in denen die Bürgerinnen und Bürger über Europa diskutieren können.
#160Jede und jeder sollte die Möglichkeit haben, nicht nur konkrete Beschwer den oder Anliegen bei den EU-Gremien vorzutragen.
#161Formate wie Bürgerdialoge, Hausparlamente und demokratische Konvente sollen von der Europäischen Union gefördert werden, ohne dass inhaltliche Themen vorgegeben werden.
#162Außerdem wollen wir eine regionale Ausgewogenheit herstellen und lo kale Organisationen einbeziehen, um pluralistische Veranstaltungen zu erreichen, in denen der Dialog im Mittelpunkt steht.
#163Freidemokratische Mandatsträger auf europäischer Ebene verstehen derartige Diskussionsforen als Bereicherung und Rückbindung ihrer Tätigkeit.
#164In diesem Zusammenhang wollen wir auch mit pro-europäischen Gruppen und Bürgerbewegungen zusammenarbeiten, die solche Dia loge veranstalten.
#165Bürokratieabbau vorantreiben
#166Wir Freie Demokraten halten es für wichtig, bestehende europäische Gesetze und Regelungen regel mäßig zu überprüfen.
#167Ein unkompliziertes Europa sollte überkommene Vorschriften und damit ver bundene Bürokratie abschaffen.
#168Das vermeidet unnötigen Aufwand für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.
#169Deshalb setzen wir uns auf europäischer Ebene für die Einführung einer „One in, two out“-Regelung mit Blick auf die daraus entstehende Belastung ein, um die immer zahlreicher werdende EU-Gesetzgebung bürokratieärmer zu gestalten.
#170Gesetze und Verordnungen sollen nach Möglichkeit durch eine Auslaufklausel (nach dem Vorbild der „Sunset-Klausel“, zum Beispiel in den USA) mit einem Ablaufdatum beschlossen werden.
#171Wir begrüßen, dass die Kommission grundsätzlich eine kritische Folgenabschätzung für neue EU-Vorhaben durchführt, bemängeln aber, dass dieser wichtige Schritt aus politischen Gründen manchmal entfällt.
#172Auch während des EU-Gesetzgebungsprozesses beschlos sene grundlegende Änderungen sollten vom Rat und Parlament auf ihre Folgen hin geprüft werden.
#173Eine Erleichterung kann es auch durch eine bessere Regelungstechnik geben.
#174Da sich Vorgaben aus EU Richtlinien leichter ins nationale Recht einfügen und den Mitgliedstaaten mehr Spielraum geben, ist diese Rechtsform grundsätzlich vorzugswürdig.
#175Auch eine Verordnung kann ausnahmsweise der bes sere Weg sein, wenn zum Beispiel die absehbar sehr unterschiedliche Umsetzung einer Richtlinie im nationalen Recht weiterhin zu Handelshemmnissen und Unsicherheiten für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen führen würde (zum Beispiel im Verbraucheroder Datenschutz).
#176Ein weiteres gutes Beispiel für Bürokratieabbau ist die Anhebung der EU-Schwellenwerte für öffentliche Ausschreibungen (statt der niedrigen derzeitigen Schwelle, die Kommunen und Städte dazu zwingen, auch bei kleinen Aufträgen europaweite Ausschreibungen vorzunehmen, ohne dass sich Unternehmen aus anderen EU-Ländern dafür bewerben).
#177Effiziente Organe und Europäische Verfassung
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