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vom 03.06.2026 PDF
#1570
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Mit ei ner wertebasierten Entwicklungspolitik müssen die Menschenrechte gestärkt werden.
#1571Beispielsweise ist bei Strafverschärfungen gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle (LSBTI) die Ent wicklungszusammenarbeit im Dialog mit NGOs vor Ort auf den Prüfstand zu stellen, die Budgethilfe zu streichen und gegebenenfalls die Zusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen zu beenden.
#1572Die Überlappung und Fragmentierung zwischen den Programmen des Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) und dem Instrument für Entwicklungszusammenarbeit (EZI) sowie einer Vielzahl von Fonds und Fazilitäten sollte durch eine weitergehende Bündelung in ein einheitliches Finanzierungsinstrument für alle Entwicklungsländer eingedämmt werden.
#1573Wir unterstützen den Vorschlag, eine gemeinsame Eu ropäische Entwicklungsbank als Tochtergesellschaft der Europäischen Investitionsbank (EIB) zu grün den.
#1574Denn Europa braucht eine Finanzinstitution, die mit der Weltbank und den aufsteigenden Akteu ren in Asien mithalten kann.
#1575Für eine umfassende europäische Afrika-Strategie
#1576Wir Freie Demokraten fordern eine gemeinsame europäisch abgestimmte Afrikapolitik und eine darauf beruhende Strategie für den Chancenkontinent Afrika.
#1577Nationale Alleingänge wie den von der Bundes regierung initiierten „Marshallplan mit Afrika“ hingegen lehnen wir ab.
#1578Vielmehr bedarf es einer abge stimmten, stärkeren Unterstützung der Europäischen Union (EU) für die regionale wirtschaftliche In tegration Afrikas, zum Beispiel durch die Verbesserung des innerafrikanischen Handels und der nach haltigen Wertschöpfung auf dem Kontinent.
#1579Daher setzen wir uns für eine neue EU-Afrika-Partnerschaft ein, welche die Beziehungen zwischen der EU und Afrika ganzheitlich betrachtet und neu ordnet.
#1580Dafür gilt es, die bestehende Trennung in der Zusammenarbeit zwischen den Staaten des afrikanischen, karibischen und pazifischen Raums, den so genannten AKP-Staaten und Nicht-AKP-Staaten, zu überwinden und die Staaten Nordafrikas zu integ rieren.
#1581Wir fordern, dass das Folgeabkommen für das 2020 auslaufende EU-AKP-Partnerschaftsabkommen (Cotonou-Abkommen), welches die Entwicklungszusammenarbeit regelt, für einen gesamtafrikani schen Ansatz mit schlanken und effizienteren Strukturen genutzt wird.
#1582Wir begrüßen, dass die Wirt schaftspartnerschaftsabkommen der EU mit regionalen Gruppen von AKP-Staaten (EPAs) die Handels beziehungen zwischen der EU und Afrika auf eine WTO-konforme Rechtsgrundlage stellen und den afrikanischen Staaten damit präferenziellen Marktzugang und Rechtssicherheit bieten.
#1583Wir fordern je doch, dass die damit einhergehenden vorübergehenden negativen Auswirkungen auf Einkommen und Beschäftigung in den betroffenen Regionen durch EU-Anpassungsmaßnahmen aufgefangen werden.
#1584Wir unterstützen die Afrikanische Union (AU) bei ihrem Streben nach einer Kontinentalen Freihandels zone (AfCFTA).
#1585Zivile Krisenprävention vorantreiben
#1586Wir Freie Demokraten setzen auf ziviles Krisenmanagement, Konfliktprävention und Friedensförde rung als zentrale Instrumente der Außen- und Sicherheitspolitik.
#1587Wir unterstützen deshalb den aktiven Ausbau des zivilen Krisenmanagements in der Europäischen Union (EU).
#1588Wir wollen den vernetzten Ansatz vorantreiben, der Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik zusammen denkt und die au ßenpolitischen Instrumente der EU kohärent und effektiv zur Krisenprävention und Friedensförderung einsetzt.
#1589Dazu zählt unter anderem, dass die EU verstärkt in die Weiterentwicklung der zivilen Frie densexpertise investiert und dass auch im Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2021–2027 Instrumente zur Finanzierung von zivilen Maßnahmen zur Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensför derung zur Verfügung stehen.
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