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vom 03.06.2026 PDF
#1546
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Insbeson dere die Gefährdung durch Atomwaffen nimmt in der internationalen Politik wieder zu.
#1547Die USA und Russland als führende Atommächte modernisieren ihre Nuklearwaffenbestände, während die Krisen um die Nuklearprogramme des Iran und Nordkoreas weiterhin andauern.
#1548Deshalb sehen wir Freie De mokraten mit zunehmender Sorge, wie bestehende Abrüstungs- und Rüstungskontrollverträge aufge kündigt, unterlaufen oder beschädigt werden.
#1549Die Entscheidung der USA zum Rückzug aus dem Atom abkommen mit dem Iran (JCPoA) halten wir für falsch und unterstützen die EU in ihren Bemühungen, das Atomabkommen gemeinsam mit Russland und China am Leben zu erhalten.
#1550Gleichzeitig muss Eu ropa gegenüber dem Iran die destabilisierende Rolle des Landes in der Region ebenso ansprechen wie die Frage einer Begrenzung des iranischen Raketenprogramms.
#1551Die drohende Aufkündigung des Washingtoner Vertrags über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) durch die Trump-Administ ration berührt direkt europäische Interessen und würde einen nachhaltigen Verlust an Sicherheit für Europa bedeuten.
#1552Die EU muss deshalb gegenüber Washington für einen Verbleib im Vertrag werben und sich gegenüber Russland mit Nachdruck für eine Einhaltung des Vertrages und für mehr Transpa renz mit Blick auf das russische Raketenprogramm einsetzen.
#1553Rüstungsexportkontrolle europäisch denken
#1554Wir Freie Demokraten wollen keine Waffenlieferungen in Krisengebiete.
#1555Denn Rüstungsexporte in Konfliktregionen können bereits instabile Regionen noch weiter destabilisieren.
#1556Die Unsicherheit und Bedrohung für die Menschen in den betroffenen Gebieten werden hierdurch nachhaltig erhöht, und die Chancen auf Friedens- und Konfliktlösungen können ebenfalls behindert werden.
#1557Bislang gelten in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) aber noch vielfach unterschiedliche Standards, wenn es um die Ausfuhr von Rüstungsgütern geht.
#1558Wir Freie Demokraten wollen, dass die EU auch bei der Rüstungsexportpolitik mit einer Stimme spricht.
#1559Wir setzen uns deshalb für eine Harmonisierung der Rüstungsexportregeln in Europa ein.
#1560Wir wollen dieses Ziel durch eine europaweite Rüstungsexport Verordnung erreichen, die hohe Standards setzt und so den gemeinsamen Standpunkt der EU von 2008 für die Kontrolle der Ausfuhr von Militärtechnologie und Militärgüter rechtsverbindlich weiterentwi ckelt.
#1561Entwicklungszusammenarbeit europäisch denken
#1562Durch eine abgestimmte Entwicklungszusammenarbeit können wir Perspektiven für Menschen in we nig entwickelten Länder schaffen und Fluchtursachen effektiv bekämpfen.
#1563Das liegt auch im europäi schen Interesse.
#1564Entwicklungszusammenarbeit müssen wir daher europäisch denken.
#1565Für eine kohärente, effiziente und wertebasierte Entwicklungszusammenarbeit (EZ) Wir Freie Demokraten setzen uns für eine innerhalb Deutschlands, der Europäischen Union und mit den Mitgliedstaaten abgestimmte Entwicklungszusammenarbeit im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) ein, bei der die Instrumente der Entwicklungs-, Außen-, Sicherheits-, Handels- und Wirtschafts politik nahtlos aufeinander abgestimmt sind.
#1566Wir setzen uns ferner für eine Entwicklungszusammenarbeit ein, die auf die Qualität der eingesetzten Mittel setzt statt allein auf deren Quantität.
#1567Dabei legen wir auch Wert auf eine bessere Differenzie rung bei der Auswahl der Partnerländer.
#1568Es muss verstärkt auf die Kriterien Bedarf, Leistungsfähigkeit, Entwicklungsbereitschaft und Effizienz der Maßnahmen geachtet werden.
#1569Ebenso legen wir einen be sonderen Fokus auf Rechtsstaatlichkeit, gute Regierungsführung und soziale Marktwirtschaft.
#1570Mit ei ner wertebasierten Entwicklungspolitik müssen die Menschenrechte gestärkt werden.
#1571Beispielsweise ist bei Strafverschärfungen gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle (LSBTI) die Ent wicklungszusammenarbeit im Dialog mit NGOs vor Ort auf den Prüfstand zu stellen, die Budgethilfe zu streichen und gegebenenfalls die Zusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen zu beenden.
#1572Die Überlappung und Fragmentierung zwischen den Programmen des Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) und dem Instrument für Entwicklungszusammenarbeit (EZI) sowie einer Vielzahl von Fonds und Fazilitäten sollte durch eine weitergehende Bündelung in ein einheitliches Finanzierungsinstrument für alle Entwicklungsländer eingedämmt werden.
#1573Wir unterstützen den Vorschlag, eine gemeinsame Eu ropäische Entwicklungsbank als Tochtergesellschaft der Europäischen Investitionsbank (EIB) zu grün den.
#1574Denn Europa braucht eine Finanzinstitution, die mit der Weltbank und den aufsteigenden Akteu ren in Asien mithalten kann.
#1575Für eine umfassende europäische Afrika-Strategie
#1576Wir Freie Demokraten fordern eine gemeinsame europäisch abgestimmte Afrikapolitik und eine darauf beruhende Strategie für den Chancenkontinent Afrika.
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