Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.06.2026 PDF
#1539
Wir wollen, dass die verteidigungspolitischen Bemühungen der EU nicht nur kompatibel mit der NATO sind, sondern auch die Partnerschaft zwischen der EU und der NATO selbst voranbringen.
#1540
Für die Erfüllung des 3D-Ziels
#1541
Wir Freie Demokraten fordern, dass Deutschland im Sinne eines vernetzten Ansatzes langfristig drei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in internationale Sicherheit (3D – defence, development and diplomacy) investiert und damit auch seine in der NATO eingegangenen Verpflichtungen erfüllt.
#1542
Dieses Ziel wollen wir durch eine schrittweise Erhöhung der Haushaltsansätze erreichen.
#1543
Abrüstung und Rüstungskontrolle stärken
#1544
Wir Freie Demokraten wollen, dass die Europäische Union (EU) eine starke Stimme für Abrüstung und Rüstungskontrolle weltweit ist.
#1545
Auch im 21. Jahrhundert geht von der Weiterverbreitung von nuklea ren, biologischen und chemischen Waffen eine Gefahr für die internationale Sicherheit aus.
#1546
Insbeson dere die Gefährdung durch Atomwaffen nimmt in der internationalen Politik wieder zu.
#1547
Die USA und Russland als führende Atommächte modernisieren ihre Nuklearwaffenbestände, während die Krisen um die Nuklearprogramme des Iran und Nordkoreas weiterhin andauern.
#1548
Deshalb sehen wir Freie De mokraten mit zunehmender Sorge, wie bestehende Abrüstungs- und Rüstungskontrollverträge aufge kündigt, unterlaufen oder beschädigt werden.
#1549
Die Entscheidung der USA zum Rückzug aus dem Atom abkommen mit dem Iran (JCPoA) halten wir für falsch und unterstützen die EU in ihren Bemühungen, das Atomabkommen gemeinsam mit Russland und China am Leben zu erhalten.
#1550
Gleichzeitig muss Eu ropa gegenüber dem Iran die destabilisierende Rolle des Landes in der Region ebenso ansprechen wie die Frage einer Begrenzung des iranischen Raketenprogramms.
#1551
Die drohende Aufkündigung des Washingtoner Vertrags über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) durch die Trump-Administ ration berührt direkt europäische Interessen und würde einen nachhaltigen Verlust an Sicherheit für Europa bedeuten.
#1552
Die EU muss deshalb gegenüber Washington für einen Verbleib im Vertrag werben und sich gegenüber Russland mit Nachdruck für eine Einhaltung des Vertrages und für mehr Transpa renz mit Blick auf das russische Raketenprogramm einsetzen.
#1553
Rüstungsexportkontrolle europäisch denken
#1554
Wir Freie Demokraten wollen keine Waffenlieferungen in Krisengebiete.
#1555
Denn Rüstungsexporte in Konfliktregionen können bereits instabile Regionen noch weiter destabilisieren.
#1556
Die Unsicherheit und Bedrohung für die Menschen in den betroffenen Gebieten werden hierdurch nachhaltig erhöht, und die Chancen auf Friedens- und Konfliktlösungen können ebenfalls behindert werden.
#1557
Bislang gelten in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) aber noch vielfach unterschiedliche Standards, wenn es um die Ausfuhr von Rüstungsgütern geht.
#1558
Wir Freie Demokraten wollen, dass die EU auch bei der Rüstungsexportpolitik mit einer Stimme spricht.
#1559
Wir setzen uns deshalb für eine Harmonisierung der Rüstungsexportregeln in Europa ein.
#1560
Wir wollen dieses Ziel durch eine europaweite Rüstungsexport Verordnung erreichen, die hohe Standards setzt und so den gemeinsamen Standpunkt der EU von 2008 für die Kontrolle der Ausfuhr von Militärtechnologie und Militärgüter rechtsverbindlich weiterentwi ckelt.
#1561
Entwicklungszusammenarbeit europäisch denken
#1562
Durch eine abgestimmte Entwicklungszusammenarbeit können wir Perspektiven für Menschen in we nig entwickelten Länder schaffen und Fluchtursachen effektiv bekämpfen.
#1563
Das liegt auch im europäi schen Interesse.
#1564
Entwicklungszusammenarbeit müssen wir daher europäisch denken.
#1565
Für eine kohärente, effiziente und wertebasierte Entwicklungszusammenarbeit (EZ) Wir Freie Demokraten setzen uns für eine innerhalb Deutschlands, der Europäischen Union und mit den Mitgliedstaaten abgestimmte Entwicklungszusammenarbeit im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) ein, bei der die Instrumente der Entwicklungs-, Außen-, Sicherheits-, Handels- und Wirtschafts politik nahtlos aufeinander abgestimmt sind.
#1566
Wir setzen uns ferner für eine Entwicklungszusammenarbeit ein, die auf die Qualität der eingesetzten Mittel setzt statt allein auf deren Quantität.
#1567
Dabei legen wir auch Wert auf eine bessere Differenzie rung bei der Auswahl der Partnerländer.
#1568
Es muss verstärkt auf die Kriterien Bedarf, Leistungsfähigkeit, Entwicklungsbereitschaft und Effizienz der Maßnahmen geachtet werden.
#1569
Ebenso legen wir einen be sonderen Fokus auf Rechtsstaatlichkeit, gute Regierungsführung und soziale Marktwirtschaft.


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