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vom 03.06.2026 PDF
#1457
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Bei trittsverhandlungen und klare Konditionen sind die besten Mittel, um Rechtsstaatlichkeit und Demo kratie sowie marktwirtschaftliche Strukturen in den Ländern des westlichen Balkans zu fördern.
#1458Die Region ist wirtschafts- und sicherheitspolitisch Teil Europas und erwies sich während der Migrations krise als verlässlicher Partner.
#1459Dennoch darf es einen Beitrittsautomatismus oder Gruppenlösungen wie 2004 oder 2007 nicht geben.
#1460Entschlossene Reformen und ein gesamtstaatlicher Modernisierungs kurs hin zu EU-Standards sind die Voraussetzung für eine Aufnahme in die EU.
#1461Gleichzeitig muss die EU ihre Strukturen anpassen und ihre Mechanismen zur Sicherung von Rechtsstaatlichkeit in den Mitglied staaten verstärken, um wieder aufnahmefähig zu werden.
#1462Für eine Beendigung der Beitrittsgespräche mit der Türkei Erdogans und für Beziehungen auf neuer Grundlage
#1463Wir Freie Demokraten wollen die Beitrittsgespräche der Europäischen Union (EU) mit der Türkei in der bisherigen Form beenden und die Beziehungen mit der Türkei auf eine neue Grundlage enger sicher heitspolitischer, kultureller, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Zusammenarbeit stellen.
#1464Denn eine von Präsident Erdogan zunehmend autoritär regierte Türkei kann für uns Freie Demokraten kein Kandidat für eine Mitgliedschaft in der EU sein.
#1465Grundlage hierfür sind und bleiben die Kopenhagener Kriterien.
#1466Insbesondere die darin geforderten Bedingungen für einen funktionierenden Rechtsstaat er füllt die Türkei zurzeit eindeutig nicht.
#1467Die Türkei ist und bleibt als NATO-Mitglied und als EU-Nachbar ein unverzichtbarer Partner.
#1468Ihrerseits ist die Türkei auf die Kooperation mit der EU angewiesen.
#1469Wie sich in mittlerer und ferner Zukunft die gegenseitigen Beziehungen der EU und der Türkei entwickeln können, bleibt offen.
#1470Umso mehr, als die EU sich selbst in einem Veränderungsprozess hin zu Modellen mit unterschiedlichen Integrationstiefen befindet, die in der Zukunft neue Formen der Einbindung in gemeinsame europäische Strukturen bieten könnten.
#1471Für neue Konfliktregelungsansätze im Nahen Osten
#1472Wir Freie Demokraten wollen ein Ende der gewaltsamen Auseinandersetzungen im Nahen und Mittle ren Osten und Perspektiven für die Gesellschaften vor Ort auf der Grundlage von Pluralismus, Rechts staatlichkeit, Marktwirtschaft und individueller Freiheit schaffen.
#1473Die Kriege und Konflikte in unserer unmittelbaren Nachbarschaft haben längst Auswirkungen auf die Gesellschaften und die Wirtschaft, aber auch auf die Sicherheit Europas, wie etwa jüngste Fluchtbewegungen und die gestiegene terro ristische Bedrohung verdeutlichen.
#1474Aus diesem Grunde fordern wir ein regionales Sicherheitssystem, orientiert am KSZE-Modell, unter Einbeziehung aller Regionalmächte sowie der Europäischen Union (EU), der USA und Russlands.
#1475Voraussetzung hierfür ist, durch ein koordiniertes Vorgehen die gewalt samen Konflikte in Syrien, im Jemen und im Irak zu beenden und die letzten Bastionen des „Islamischen Staates“ auszumerzen.
#1476Die aggressiven Hegemonialbestrebungen Irans und Saudi-Arabiens, aber auch des NATO-Mitglieds Türkei müssen eingedämmt werden.
#1477Zudem muss ein solches Sicherheitssystem Perspektiven für den (Wieder-) Aufbau wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen in den Kriegs gebieten einschließen, um ein Leben in Würde sowie ein Mindestmaß an Freiheit und Selbstbestim mung zu gewährleisten.
#1478Ein wichtiger Schritt für die EU ist, Handelserleichterungen für reformwillige Staaten zu gewähren.
#1479Als Vorbild können neue Kooperationsmodelle mit der Wirtschaft dienen, die über die klassische Entwicklungszusammenarbeit hinausgehen, wie etwa der „Jordan Compact“ zwi schen der EU und Jordanien.
#1480Für Rechtsstaat, wirtschaftliche Freiheit und starke politische Institutionen in Lateinamerika Wir Freie Demokraten unterstützen den raschen Abschluss des Handelsabkommens zwischen der Eu ropäischen Union (EU) und den Mercosur-Staaten sowie die Erneuerung des bilateralen Handelsab kommens der EU mit Mexiko.
#1481Angesichts der neuen protektionistischen Politik der US-Regierung ist es für Lateinamerika und die EU gleichermaßen wichtig, starke Partner für ihre internationalen Handels beziehungen zu gewinnen.
#1482Gleichzeitig wollen wir uns für eine Stärkung der politischen Institutionen, der Rechtstaatlichkeit und der Bürgerrechte in Lateinamerika einsetzen, damit die Menschen Ver trauen in ihre Demokratien gewinnen und nicht falschen populistischen Botschaften nachlaufen, die die bestehenden Probleme von Armut, Gewalt, Ungleichheit und mangelnder Bürgerbeteiligung am politischen Leben nicht lösen, sondern verschärfen.
#1483Für eine wertebasierte Zusammenarbeit mit China auf Augenhöhe
#1484Wir Freie Demokraten wollen die Zusammenarbeit mit China als neuer globaler Wirtschaftsmacht grundsätzlich stärken.
#1485Dort, wo jedoch chinesisches Handeln im deutlichen Widerspruch zu freiheitli chen Werten und Menschenrechten steht oder deutsche beziehungsweise europäische Interessen ver letzt, wollen wir unsere liberalen Grundprinzipien und Interessen selbstbewusst verteidigen.
#1486Dies gilt insbesondere für die „Belt and Road Initiative“ (BRI), die sogenannte „Neue Seidenstraße“ sowie den sogenannten 16+1-Prozess.
#1487China verstößt laufend gegen die Regeln des freien Welthandels, indem es ausländische Unternehmen über Regulierung oder informelle Maßnahmen vom chinesischen Markt ausschließt, gleichzeitig jedoch den Zugang für chinesische Unternehmen im Ausland einfordert.
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