Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.06.2026 PDF
#1450
Deshalb setzen wir uns für eine Erneuerung der Östlichen Partnerschaft (ÖP) ein.
#1451
Die Freihandelsabkommen mit der Ukraine, Moldau und Georgien und die Visafreiheit haben bereits das enorme Potential einer vertieften Zusammenarbeit gezeigt, welche eine Alternative zur aggressiven russischen Politik dar stellt.
#1452
Dennoch zeigen sich immer wieder Probleme bei der Festigung demokratischer Strukturen und Institutionen sowie der Rechtsstaatlichkeit der Länder.
#1453
Anstatt sich auf Lippenbekenntnisse bei Refor men zu verlassen, setzen wir Freie Demokraten auf echte Konditionalität bei Marktzugang und finan zieller Unterstützung.
#1454
Wohlstand, Lebenschancen und eine starke Anbindung an die europäische Fa milie sind in allen Ländern der ÖP erreichbar, dafür benötigt es jedoch Zusammenarbeit und ein klares Bekenntnis zu den europäischen Werten.
#1455
Für die Erhaltung einer Beitrittsperspektive für die Länder des westlichen Balkans ohne Rabatte Wir Freie Demokraten wollen den Weg der Erweiterung der Europäischen Union (EU) auf die Länder des westlichen Balkans verantwortungsvoll und realistisch weitergehen.
#1456
Voraussetzung ist, dass die Beitrittskandidaten die Kopenhagener Kriterien vollständig, nachhaltig und ohne Rabatte erfüllen.
#1457
Bei trittsverhandlungen und klare Konditionen sind die besten Mittel, um Rechtsstaatlichkeit und Demo kratie sowie marktwirtschaftliche Strukturen in den Ländern des westlichen Balkans zu fördern.
#1458
Die Region ist wirtschafts- und sicherheitspolitisch Teil Europas und erwies sich während der Migrations krise als verlässlicher Partner.
#1459
Dennoch darf es einen Beitrittsautomatismus oder Gruppenlösungen wie 2004 oder 2007 nicht geben.
#1460
Entschlossene Reformen und ein gesamtstaatlicher Modernisierungs kurs hin zu EU-Standards sind die Voraussetzung für eine Aufnahme in die EU.
#1461
Gleichzeitig muss die EU ihre Strukturen anpassen und ihre Mechanismen zur Sicherung von Rechtsstaatlichkeit in den Mitglied staaten verstärken, um wieder aufnahmefähig zu werden.
#1462
Für eine Beendigung der Beitrittsgespräche mit der Türkei Erdogans und für Beziehungen auf neuer Grundlage
#1463
Wir Freie Demokraten wollen die Beitrittsgespräche der Europäischen Union (EU) mit der Türkei in der bisherigen Form beenden und die Beziehungen mit der Türkei auf eine neue Grundlage enger sicher heitspolitischer, kultureller, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Zusammenarbeit stellen.
#1464
Denn eine von Präsident Erdogan zunehmend autoritär regierte Türkei kann für uns Freie Demokraten kein Kandidat für eine Mitgliedschaft in der EU sein.
#1465
Grundlage hierfür sind und bleiben die Kopenhagener Kriterien.
#1466
Insbesondere die darin geforderten Bedingungen für einen funktionierenden Rechtsstaat er füllt die Türkei zurzeit eindeutig nicht.
#1467
Die Türkei ist und bleibt als NATO-Mitglied und als EU-Nachbar ein unverzichtbarer Partner.
#1468
Ihrerseits ist die Türkei auf die Kooperation mit der EU angewiesen.
#1469
Wie sich in mittlerer und ferner Zukunft die gegenseitigen Beziehungen der EU und der Türkei entwickeln können, bleibt offen.
#1470
Umso mehr, als die EU sich selbst in einem Veränderungsprozess hin zu Modellen mit unterschiedlichen Integrationstiefen befindet, die in der Zukunft neue Formen der Einbindung in gemeinsame europäische Strukturen bieten könnten.
#1471
Für neue Konfliktregelungsansätze im Nahen Osten
#1472
Wir Freie Demokraten wollen ein Ende der gewaltsamen Auseinandersetzungen im Nahen und Mittle ren Osten und Perspektiven für die Gesellschaften vor Ort auf der Grundlage von Pluralismus, Rechts staatlichkeit, Marktwirtschaft und individueller Freiheit schaffen.
#1473
Die Kriege und Konflikte in unserer unmittelbaren Nachbarschaft haben längst Auswirkungen auf die Gesellschaften und die Wirtschaft, aber auch auf die Sicherheit Europas, wie etwa jüngste Fluchtbewegungen und die gestiegene terro ristische Bedrohung verdeutlichen.
#1474
Aus diesem Grunde fordern wir ein regionales Sicherheitssystem, orientiert am KSZE-Modell, unter Einbeziehung aller Regionalmächte sowie der Europäischen Union (EU), der USA und Russlands.
#1475
Voraussetzung hierfür ist, durch ein koordiniertes Vorgehen die gewalt samen Konflikte in Syrien, im Jemen und im Irak zu beenden und die letzten Bastionen des „Islamischen Staates“ auszumerzen.
#1476
Die aggressiven Hegemonialbestrebungen Irans und Saudi-Arabiens, aber auch des NATO-Mitglieds Türkei müssen eingedämmt werden.
#1477
Zudem muss ein solches Sicherheitssystem Perspektiven für den (Wieder-) Aufbau wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen in den Kriegs gebieten einschließen, um ein Leben in Würde sowie ein Mindestmaß an Freiheit und Selbstbestim mung zu gewährleisten.
#1478
Ein wichtiger Schritt für die EU ist, Handelserleichterungen für reformwillige Staaten zu gewähren.
#1479
Als Vorbild können neue Kooperationsmodelle mit der Wirtschaft dienen, die über die klassische Entwicklungszusammenarbeit hinausgehen, wie etwa der „Jordan Compact“ zwi schen der EU und Jordanien.
#1480
Für Rechtsstaat, wirtschaftliche Freiheit und starke politische Institutionen in Lateinamerika Wir Freie Demokraten unterstützen den raschen Abschluss des Handelsabkommens zwischen der Eu ropäischen Union (EU) und den Mercosur-Staaten sowie die Erneuerung des bilateralen Handelsab kommens der EU mit Mexiko.


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