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vom 03.06.2026 PDF
#131
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Stärkere Subsidiaritätskontrolle
#132Wir Freie Demokraten wollen auf zwei Ebenen wirksamere Kontrollmechanismen, ob für bestimmte Vorhaben ein Vorgehen auf europäischer Ebene geboten ist.
#133Für eine erfolgreiche Subsidiaritätsrüge im Sinne des Vertrages von Lissabon müssen sich derzeit in nerhalb von acht Wochen europaweit ein Drittel der nationalen Parlamente zusammenschließen.
#134Wir wollen die Frist auf mindestens zwölf Wochen verlängern.
#135Um die nationalen Parlamente europafähi ger zu machen, sollten sie intern verlässliche Strukturen aufbauen, die ihnen eine effektive Nutzung der Subsidiaritätsinstrumente ermöglicht.
#136Außerdem wollen wir die Klagebefugnis der nationalen Parlamentskammern erweitern, damit sie auch direkt beim Europäischen Gerichtshof Klage erheben können – derzeit steht dieses Recht nur der Re gierung zu, die im Namen des Mitgliedstaates klagen kann.
#137Ferner sollen die Parlamente nicht nur die Verletzung des Subsidiaritätsprinzips, sondern auch das Fehlen einer Rechtsgrundlage rügen können.
#138In Deutschland sollten sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat dieses Klagerecht erhalten.
#139Neben den nationalen Parlamenten sollte auch der auf EU-Ebene angesiedelte Ausschuss der Regionen sich regelmäßig mit dieser Frage befassen.
#140Er sollte verkleinert werden und als echte Subsidiaritätskammer nicht nur Stellungnahmen abgeben, sondern auch von seinem Recht Gebrauch machen, eine Verlet zung der Subsidiarität selbst zu rügen.
#141Den parallel dazu bestehenden Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss wollen wir abschaffen, weil die Interessen der Sozialpartner bereits im Europäischen Parlament angemessen berücksichtigt werden können.
#142Das bürgernahe Europa
#143Zu oft wird die Europäische Union als bürokratisch und bürgerfern wahrgenommen.
#144Die Menschen wollen aber mitreden.
#145Führen wir moderne Formen der Bürgerbeteiligung ein und machen wir Europa zu einem Projekt der Bürgerinnen und Bürger!
#146Englisch als zweite Verwaltungssprache einführen
#147Wir Freie Demokraten wollen in allen Ämtern in Europa Englisch als zusätzliche Verwaltungssprache einführen.
#148In einem ersten Schritt kann dies über zentrale Anlaufstellen gewährleistet werden.
#149Ziel muss es sein, dass Bürgerinnen und Bürger Englisch als Verkehrssprache nutzen können.
#150Denn alle Europäerinnen und Europäer sollen in anderen europäischen Ländern einfacher mit staatlichen Stellen sprechen können.
#151Das ist eine große Erleichterung für Reisen, Arbeit, Ausbildung und Studium.
#152Deshalb unterstützen wir es, wenn Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter Englisch lernen.
#153Mehr digitale Beteiligung
#154Wir Freie Demokraten wollen eine stärkere Verbindung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und ihren Mandatsträgern im Parlament.
#155Daher fordern wir die Einrichtung von mehr digitalen Beteili gungsformen auf der Basis eines elektronischen Personalausweises für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger.
#156Hierzu sind Online-Befragungen und Diskussionsforen sowie direkte Kontakte zu Politikerinnen und Politikern über soziale Medien vielversprechend.
#157In einem späteren Schritt lassen sich hiermit auch politische Befragungen und Abstimmungen in Ergänzung der Europawahlen digital durchführen und die Hürden für eine erfolgreiche EU-Bürgerinitiative abbauen.
#158Mehr Bürgerdialoge und Hausparlamente zu Europa
#159Wir Freie Demokraten wollen mehr und neue Formate, in denen die Bürgerinnen und Bürger über Europa diskutieren können.
#160Jede und jeder sollte die Möglichkeit haben, nicht nur konkrete Beschwer den oder Anliegen bei den EU-Gremien vorzutragen.
#161Formate wie Bürgerdialoge, Hausparlamente und demokratische Konvente sollen von der Europäischen Union gefördert werden, ohne dass inhaltliche Themen vorgegeben werden.
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