Dokument lesen
-
vom 03.06.2026 PDF
#1226
Fenster schließen und zurück
Zudem muss ein fester Rahmen für den Austausch von Mitgliedern der jeweiligen parlamentarischen Kontrollgremien in den Mitgliedstaaten geschaffen wer den.
#1227Wir Freie Demokraten fordern außerdem ein europäisches „No-Spy-Abkommen“ der Mitgliedstaaten.
#1228Ziel muss es sein, dass sich die Mitgliedstaaten Vertrauen entgegenbringen und eine gegenseitige nachrichtendienstliche Überwachung aus nicht öffentlich zugänglichen Quellen eingestellt wird.
#1229Cyberverteidigung
#1230Wie Freie Demokraten erkennen die große Bedeutung einer starken gemeinsamen europäischen Cy berverteidigung.
#1231Privatpersonen, Unternehmen, Energie-, Verkehrs- und Infrastruktureinrichtungen sowie staatliche Stellen sind gleichermaßen zunehmend digitalen Angriffen ausgesetzt.
#1232Der Schutz vor staatlichen und nicht staatlichen Angriffen auf unsere digitalen Einrichtungen muss eine hohe Priorität einnehmen und eine wichtige Säule der gemeinsamen europäischen Sicherheitsarchitektur werden.
#1233Zusammenarbeit im Zivil- und Strafrecht stärken
#1234Kriminalität und Terrorismus machen vor Grenzen nicht halt.
#1235Durch eine stärkere Zusammenarbeit von Polizei- und Justizbehörden können wir Synergien nutzen und Europa sicherer machen.
#1236Für eine Weiterentwicklung von Europol zum europäischen Kriminalamt
#1237Wir Freie Demokraten wollen die Europäische Union als Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts weiterentwickeln.
#1238Dazu muss die europäische Polizeibehörde Europol zu einem europäischen Kriminalamt ausgebaut werden.
#1239Europol muss bei grenzüberschreitenden Sachverhalten mit wirksa men Ermittlungsbefugnissen die Arbeit der Mitgliedstaaten unterstützen können.
#1240Eine Ausweitung der Befugnisse setzt detaillierte Regelungen in Form eines europäischen Polizeirechts voraus; dieses darf nicht hinter den grundrechtlichen und rechtsstaatlichen Standards zurückbleiben, die wir in Deutsch land entwickelt haben.
#1241Ferner setzen größere Befugnisse eine bessere und effektivere Kontrolle durch das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten voraus.
#1242Es muss insbesondere auch die politische Verantwortlichkeit für das Handeln von Europol klar sein.
#1243Im Bereich der Gefahrenabwehr muss Euro pol die Erkenntnisse verschiedener nationaler und europäischer Behörden zusammenführen, um ins besondere gegen internationale Kriminalität und Terrorismus wirksam zu sein.
#1244Wir lehnen ferner den Einsatz von Staatstrojanern ohne eine enge unabhängige richterliche Überwachung ab.
#1245Europäische Staatsanwaltschaft
#1246Wir Freie Demokraten wollen die erforderlichen Anstrengungen unternehmen, dass die Europäische Staatsanwaltschaft ihren Betrieb schneller als nur in den nächsten drei Jahren aufnehmen kann und zu einer Institution aller Mitgliedstaaten wird.
#1247Wir setzen uns zudem dafür ein, durch europäische Ver fahrensgarantien die grundlegenden individuellen Schutzrechte zu gewährleisten.
#1248Dies soll verhindern, dass das Schutzniveau der Bürgerin oder des Bürgers gegenüber nationalen Maßnahmen abgesenkt wird.
#1249Perspektivisch sollen die Aufgaben der EU-Staatsanwaltschaft auch um Aufgaben bei der Terro rismusbekämpfung erweitert werden; allerdings müssen dazu vorher die entsprechenden Straftatbe stände europaweit harmonisiert werden.
#1250Für ein funktionierendes grenzüberschreitendes Strafregisterinformationssystem Wir Freie Demokraten treten dafür ein, dass der Zugang zu Strafregisterinformationen in der Europäi schen Union (EU) über das Europäische Strafregisterinformationssystem (ECRIS) auch auf die Daten von in der EU verurteilten Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen erweitert wird.
#1251Dabei ist darauf zu achten, dass Speicherfristen oder Zugriffsberechtigungen sowie der Umfang der Daten in rechts staatlich angemessener Weise begrenzt werden.
#1252Für eine europaweite Gefährderdatei
#1253Wir Freie Demokraten fordern eine europaweite Gefährderdatei, um eine schnelle Gefahrenabwehr zu ermöglichen.
#1254Hierzu bedarf es allerdings einer einheitlichen Definition des Gefährder-Begriffs sowie der strengen Einhaltung von Datenschutzgesetzen und hohen Qualitätsstandards hinsichtlich der In formationen, die der Einschätzung zugrunde liegen.
#1255Diese Daten müssen gerade auch den Polizeibe hörden zur Verfügung gestellt werden.
#1256Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste müssen bei Be darf ihre Erkenntnisse über konkrete Gefährdungslagen europaweit miteinander teilen.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: