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vom 03.06.2026 PDF
#1177
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Ein Europa der Teilhabe, mehr Erasmus+ für Menschen mit Behinderung möglich machen Für Menschen mit Behinderung müssen Teilhabe und eine selbstbestimmte Lebensweise in Europa selbstverständlich werden.
#1178Daher fordern wir einen europaweiten Teilhabeausweis.
#1179Barrierefreie Kommunikation staatlicher Stellen soll auch verstärkt Englisch als zweite Sprache vorsehen.
#1180Insbeson dere hat die Europäische Union zu gewährleisten, dass ihre Informationen, Formulare und Bescheide allen ihren Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne Handicap barrierefrei und in Leichter Sprache zu gänglich sind.
#1181Wir Freie Demokraten fordern den europaweiten Ausbau der Förderprogramme inklusiver Begegnun gen.
#1182Dies setzt eine bessere Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen beim Zugang zu und bei der Abrechnung von EU-Fördermitteln voraus.
#1183Das grenzenlose Europa der Bildung und Ausbildung muss auch für Menschen mit Behinderung und Assistenzbedarf erlebbar sein.
#1184Dazu bedarf es eines Austauschprogramms für junge Menschen mit Behinderung, zum Beispiel im Rahmen des Erasmus+ Programms.
#1185Europa als wehrhafte Rechtsgemeinschaft
#1186Die von allen Mitgliedstaaten unterzeichnete, in Artikel 2 des EU-Vertrages niedergelegte verbindliche europäische Werteordnung braucht Regeln, die eingehalten und durchgesetzt werden.
#1187Unsere Rechts gemeinschaft muss nach innen und außen unsere Bürger- und Menschenrechte verteidigen.
#1188Daher dürfen wir nicht tatenlos zusehen, wenn diese Rechte, etwa die Presse- und Meinungsfreiheit und die Unabhängigkeit der Justiz, in einigen Mitgliedstaaten infrage gestellt oder gar offen demontiert wer den, wie dies zurzeit besonders in Ungarn, Polen und Rumänien geschieht.
#1189In diesen Ländern werden die Unabhängigkeit der Justiz und die Freiheit der Medien systematisch eingeschränkt, die künstleri sche und akademische Freiheit wird untergraben, die Bekämpfung von Korruption durch administra tive und legislative Maßnahmen beeinträchtigt und verhindert.
#1190Verstöße und Einschränkungen wie die parteiische Besetzung des Verfassungsgerichts in Warschau, die Vertreibung wichtiger Teile der Cent ral European University aus Budapest sowie die Absetzung der Leiterin der Antikorruptionsbehörde in Bukarest dürfen nicht hingenommen werden.
#1191In diesen Fällen müssen wir Europäerinnen und Euro päer wirksamer eingreifen können.
#1192Deswegen wollen wir Freie Demokraten den Rechtsstaatsmecha nismus weiter stärken.
#1193Nur wer die eigenen Werte lebt, kann auch glaubhaft gegenüber anderen für sie eintreten.
#1194Für eine Aufwertung der europäischen Grundrechteagentur
#1195Wir Freie Demokraten treten für eine Aufwertung der europäischen Grundrechteagentur ein.
#1196Dazu fordern wir, dass die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) ein Mandat zur politi schen Bewertung der Menschenrechtslage in den Mitgliedstaaten der EU erhält.
#1197Dies soll nach dem Vorbild des UN Universal Periodic Review in regelmäßigen Abständen für jeden Mitgliedstaat erfolgen.
#1198Mit dieser Aufwertung der Agentur wollen wir eine neue Grundwerteinitiative starten, die eine Vertei digung europäischer Grundwerte in den Mitgliedstaaten durch rechtzeitige Diskussionen ermöglicht.
#1199Für die Weiterentwicklung der Rechtsstaatsmechanismen nach Art.
#12007 EUV (mit Konditionalisierung von Kohäsionsmitteln)
#1201Wir Freie Demokraten setzen gegenüber den europäischen Partnerländern auf Dialog und Überzeu gungskraft.
#1202Dort, wo Freiheits- und Bürgerrechte entgegen der EU-Grundrechtecharta systematisch eingeschränkt oder die Werte der Europäischen Union (EU) schwerwiegend gefährdet werden, müssen der EU wirksame Sanktionsmechanismen zur Verfügung stehen.
#1203Zu den gemeinsamen Werten gehören die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wah rung der Menschenrechte.
#1204Es ist für uns Freie Demokraten selbstverständlich, dass unter anderem die Gewährung finanzieller Mittel an einen Mitgliedstaat an die Einhaltung der gemeinsamen Werte, die Wahrung von Bürgerrechten und die Existenz einer rechtsstaatlichen Ordnung mit unabhängiger Justiz geknüpft sein müssen.
#1205Wir treten deshalb dafür ein, dass neben dem EU-Rahmen zur Stärkung des Rechtsstaatsprinzips mit seinen Dialogmechanismen und dem Entzug von Stimmrechten nach Art.
#12067 des Vertrages über die Europäische Union (EUV) ein drittes Vorgehen ermöglicht wird, nach dem die Verteilung von Mitteln an die europäischen Mitgliedstaaten von der Beachtung dieser Werte abhängig gemacht werden kann (Konditionalitätsklauseln).
#1207Dabei müssen Sanktionsmechanismen so ausgestal tet sein, dass sie nicht durch eine kleine Minderheit von Mitgliedstaaten blockiert werden können.
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