Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.06.2026 PDF
#1125
2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten und hat ein gemeinsames europäisches Datenschutzrecht für den Europäischen Binnenmarkt geschaffen.
#1126
Dies begrüßen wir Freie Demokraten.
#1127
Allerdings haben sich auch einige Schwierigkeiten in der Umsetzung gezeigt, sodass wir bereits für 2020 eine Evaluierung und Weiterentwicklung fordern.
#1128
Datengetriebene Geschäftsmodelle müssen auch weiterhin in der Europäischen Union möglich sein.
#1129
Hierzu brauchen wir Transparenz und müssen den Nutzer befähigen, eine mündige Entscheidung zu treffen, wem er wann welche Daten wofür und unter welchen Bedingungen zur Verfügung stellt.
#1130
Auf der Basis eines einheitlichen Datenschutzrechts können europäische Geschäftsmodelle mit europäischen Standards geschaffen werden, damit die europäische Wirtschaft an der Digitalwirtschaft teilhat.
#1131
Daher werden wir die Auswirkungen auf innovative Geschäftsmodelle beobachten und, wo notwendig, weitere Mo dernisierungen vorschlagen.
#1132
Jedoch darf die tatsächliche Verfügbarkeit von gesetzlich vorgeschriebe nen oder der elementaren Daseinsvorsorge dienenden Versicherungen, wie zum Beispiel Krankeno der Fahrzeugversicherungen, nicht von der Preisgabe von Daten der höchstpersönlichen Lebensgestal tung abhängen.
#1133
Wir wollen die DSGVO konsequent weiterentwickeln.
#1134
Insbesondere werden wir darauf achten, dass die Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen, deren Kerngeschäft nicht der Umgang mit personenbezogenen Daten ist, und ihre Belange stärker berücksichtigt werden und der bürokratische Aufwand der einzelnen Verpflichtungen überprüft und datenschutzrechtlich ebenso wirksame, aber weniger aufwendige technische Lösungen berücksichtigt werden.
#1135
In der Frage des transatlantischen Datenaustauschs müssen wir rasch rechtssichere Lösungen finden.
#1136
Für uns Freie Demokraten gehört das Recht auf Verschlüsselung zum selbstverständlichen Schutz der Privatsphäre.
#1137
Dies wollen wir auf europäischer Ebene absichern.
#1138
Darüber hinaus wollen wir den An wendungsbereich der DSGVO auch auf die europäischen Institutionen, insbesondere auf die Europäi sche Kommission, erstrecken.
#1139
Was für die EU-Mitgliedstaaten gilt, sollte für die europäischen Institu tionen ebenso selbstverständlich sein.
#1140
Neuverhandlung EU-US-Privacy-Shield
#1141
Wir Freie Demokraten wollen, dass Daten, die aus der Europäischen Union (EU) in andere Staaten übermittelt werden, grundsätzlich dem gleichen Datenschutzniveau unterliegen wie in der EU.
#1142
Dies muss die EU auch von anderen Staaten wie den USA einfordern, zum Beispiel im Rahmen von Verhand lungen von Freihandelsabkommen, und die Einhaltung von deren Zusagen kontrollieren.
#1143
Wenn die EU Kommission feststellt, dass ein Staat über ein angemessenes Datenschutzniveau verfügt, berührt dies die Rechte der Bürgerinnen und Bürger der EU.
#1144
Europäisches Parlament und Rat sollten daher bei die ser Entscheidung eine stärkere Rolle spielen, vergleichbar wie im ordentlichen Gesetzgebungsverfah ren.
#1145
Wir Freie Demokraten wollen konkret, dass die EU-Kommission in Abstimmung mit dem Europäischen Parlament den EU-US-Privacy-Shield erneut mit den USA verhandelt, um weitere Verbesserungen und Rechtssicherheit für die Anwender zu erzielen.
#1146
Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Unwirksamkeit des Safe-Harbor-Beschlusses der Europäischen Kommission hat der EuGH klare Re geln und Voraussetzungen für die Gleichwertigkeit des Datenschutzes in Drittstaaten aufgestellt.
#1147
Ins besondere der von der EU-Kommission an die Stelle gesetzte EU-US-Privacy-Shield mit den USA war ein erster, aber nicht ausreichender Schritt und kann das notwendige Schutzniveau noch immer nicht adäquat gewährleisten.
#1148
Gerade die USA haben ein wichtiges Außenhandelsinteresse daran, dass ihre Unternehmen Daten aus Europa in den USA verarbeiten können.
#1149
Für eine Neuregelung von E-Privacy
#1150
Wir Freie Demokraten wollen die Privatsphäre gewährleisten und einen zukunftstauglichen, Innovati onen und fairem Wettbewerb verpflichteten Privatsphäre-Rechtsrahmen für Kommunikations- und Mediendienste schaffen.
#1151
Der Umgang mit Daten und Informationen muss für die Bürgerinnen und Bür ger transparent sein.
#1152
Wir wollen, dass datengetriebene Geschäftsmodelle der Entscheidungsgewalt der Bürgerinnen und Bürger unterliegen.
#1153
Im Bereich der geplanten E-Privacy-Verordnung ist im Sinne des Medienpluralismus ein Ausgleich zu schaffen zwischen dem Interesse auf Privatsphäre und der Refinanzierungsmodelle der durch Online-Werbung finanzierten Online-Medien.
#1154
Die Verarbeitung von Daten, auch auf der Ebene der Endgeräte der Nutzer (durch Cookies und ver gleichbarer Technologien), soll in der E-Privacy-Verordnung daher in materiellrechtlicher Sicht nicht hinter die bisherigen Standards zurückfallen.
#1155
Für ein Europa, das Vielfalt schützt


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